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Meilensteine der Landtechnik Going Green

Aus der Praxis: Familie Wiebeziek setzt auf Landtechnik aus einem Haus

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Cord Leymann, LAND & Forst
am
10.08.2016

Im Emsland bewirtschaftet Hermann Wiebeziek einen Milchviehbetrieb. In Sachen Außenwirtschaft ist er gut aufgestellt - ein Praxisbeispiel aus der Reihe "Meilensteine der Landtechnik Going Green".

Die Wiebezieks bewirtschaften rund 140 Hektar mit dem Schwerpunkt „Rinder, Milchkühe und Bullen“ im  Emsland. 90 Kühe werden gemolken (Schnitt bei ca. 10.700 l, Ziel 11.000 l) und 240 Bullen gemästet. Der Landmaschinenhändler des Vertrauens, die Firma Rehnen, liegt nur rund 1,5 Kilometer vom Hof entfernt. Im Laufe der Zeit haben sie die angehängten Maschinen auf die Kverneland Group und die Marken Kverneland und Vicon umgestellt.

Im 1. Schnitt muss alles passen

Andreas Antons von der Kverneland Group Deutschland erklärt die Vorteile: „Die Marke kann nur so gut sein wie der Händler. Seine Unterstützung vor Ort ist immens wichtig.“ Und dieses Vertrauen hat Wiebeziek, denn Trecker und Futtermischwagen müssen täglich einsetzbar sein.

So muss z.B. im 1. Schnitt alles passen, damit zum optimalen Zeitpunkt qualitativ hochwertiges Futter eingefahren werden kann. Schlagkraft ist hier entscheidend, der Händler steht Gewehr bei Fuß, falls es zu Problemen kommen sollte. „Der Zeitfaktor ist immens wichtig für uns. Hier entscheidet der richtige Moment über die Futterqualität für die Kühe. Es muss sauber und trocken eingebracht werden. Da möchte ich selber den Daumen draufhaben.“

Produkte aus einem Haus

Wiebeziek setzt komplett auf Produkte aus einem Haus: Im Grünlandbereich, mit Mäher, Wender und Schwader, auf die Marke Vicon und auch im Ackerbau mit seinem Kverneland-Pflug und vielleicht auch bald bei der Düngerstreuertechnik vertraut er auf die Produkte der Kverneland Group. Neueste Anschaffung ist ein Schwader Vicon Andex 904 Hydro: „Wir haben 9 m Arbeitsbreite und können die Schwadbreite variabel gestalten. Je nachdem wie stark der Bestand ist, können wir uns dem nächsten Arbeitsgang mit dem Ladewagen gut anpassen.“ Beim Grasbergen setzt er auf den Lohnunternehmer. Ansonsten teilen sich sein Schwager Alois Schmitz und er die Arbeiten wie Mähen, Wenden und Schwaden.

 

Precision Farming mit RTK

Der Landwirt nutzt auch mit seinem Traktor Precision Farming. Als er ihn vor drei Jahren gekauft hat, war er entsprechend ausgerüstet. Er nutzt mittlerweile das RTK-Signal für die zentimetergenaue Präzisionslandwirtschaft. „Das war für uns eine sehr gute Entscheidung. Der Trecker kann ruhig 20 PS weniger haben, aber das RTK-Signal möchte ich bei der Arbeit nicht mehr missen.“

Zur Situation auf dem Milchmarkt sagt Wiebeziek: „Auch wir machen täglich Minus und können das nicht ewig durchhalten. Die Situation ist schon bedrückend auf den Betrieben. Wir füttern weniger Kraftfutter und optimieren, wo wir können. Investitionen werden zurück gestellt. Momentan schätze ich die Situation immer noch kritisch ein. Es trennt sich die Spreu vom Weizen, das wird noch anhalten. Wir Milchviehbetriebe kämpfen um die blanke Existenz. Jeder hofft, dass er dabei nicht auf der Strecke bleibt. Das Gehalt meiner Frau, die extern arbeitet, ist derzeit sehr wichtig für uns. 2017 dürfte es aber langsam wieder besser werden.“

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