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Grünlandtechnik

Schwader: 3 Tipps für die richtige Einstellung

am Dienstag, 22.03.2016 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Im dlz-Silageworkshop diskutierten bei Krone fünf Praktiker mit Technikern und Beratern. Neben der richtigen Einstellung beim Mähwerk und den Zettwendern diskutierten die Experten auch über die Schwader.

Im den ersten beiden Teilen zum dlz-Silageworkshop (erschienen im dlz agrarmagazin, Ausgabe 03/2016) ging es um die richtige Einstellung an

bei der Grasernte. Die Experten diskutierten auch über die richtige Handhabung des Schwaders. Die Ergebnisse im Überblick.

Luftdruck nicht zu hoch

Häufig vernachlässigt, aber entscheidend für die Arbeitsqualität ist an Schwadern der Reifendruck. dlz-Tipp: Den idealen Reifendruck verrät die Betriebsanleitung. Meistens liegt der bei 1,2 bis maximal 1,5 bar. Dann gleichen die Reifen leichte Stöße und unebenes Gelände etwas aus.

Kreiselneigung einstellen

Die Neigung eines Schwadkreisels lässt sich bei jedem Schwader einstellen - egal ob Einkreisel-, Mittel- oder Seitenschwader. Neue Maschinen muss man einmalig auf dem Feld einstellen.

dlz-Tipp: Auf der Seite zum Schwad hin sollte der Kreisel circa 1 cm tiefer stehen. Dafür lassen sich häufig Bolzen oder die Räder in einer Lochkulisse umschrauben. Das gilt vor allem für Schwader ohne Kurvenbahnverstellung. Allgemein gilt als Faustzahl für die Arbeitshöhe circa zwei Daumenbreiten zwischen Zinken und Boden.

Leichtes, trockenes Futter

Viele Schwader brauchen nur 380 bis 430 U/min. Mit der 540er-Zapfwellengeschwindigkeit muss der Motor nicht mit Vollgas drehen und verbraucht weniger Diesel. Neue Maschinen haben kleine Lacknasen. Deshalb sollten Sie die neuen Zinken vorher ein wenig auf Beton kratzen lassen. So bleiben zuckerreiche Gräser nicht kleben. Vor allem beim Schwaden von weniger verholzten Folgeschnitten für Grummet oder Öhmd rechen Schwader trockenes und leichtes Material nicht sauber zusammen. Die Reaktion vieler Fahrer auf die Futterverluste: mehr Drehzahl und langsamer fahren. Aber häufig hilft genau das Gegenteil.

dlz-Tipp: In leichtem Futter sollte man die Drehzahl der Zinkenarme verringern und etwas zügiger fahren. Durch die schnellere Vorwärtsbewegung recht jeder Zinkenträger mehr Halme zusammen und zwischen den einzelnen Zinken kann weniger Futter durchrutschen.

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