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dlz-Dauertest

Strautmann Aperion im Test: Das sagen die Experten

Rollbandwagen Strautmann Aperion 2401 Grassilage
Andreas Holzhammer, dlz agrarmagazin
am
15.06.2017

Statt mit einem Kratzboden arbeitet der Aperion mit einem umlaufenden Gummiband. Auf dem dlz-Testbetrieb hinterließ er beim Silagetransport einen guten Eindruck.

Während der Wettbewerb bei seinen Rollbandwagen auf Bänder setzt, die zum Entladen am Heck des Wagens aufgerollt und später wieder nach vorne gezogen werden, entschieden sich die Konstrukteure von Strautmann für ein umlaufendes Endlosband. Damit gleicht das Konzept eher dem klassischen Häckseltransportwagen, nur eben mit Gummiband statt Kratzboden. Die Redakteure des dlz-agrarmagazins haben den Aperion 2401 getestet.

Case IH Puma 220 als Zugmaschine

Strautmann lieferte einen Aperion 2401 auf den Testbetrieb, das mittlere Modell zwischen dem Tridem 3401 und dem Tandem 2101. Als Zugmaschine setzten die Redakteure bei der Mais- und Grassilage im Spätsommer und Herbst 2016 einen Case IH Puma 220 Powershift ein. Seine 7.900 kg Eigengewicht und 220 PS Nennleistung reichten auch in hügeligem Gelände völlig aus, um den Aperion stets flott und zielsicher auf Spur zu halten. Traktor und Anhänger verbindet eine K80-Kugel. Hinzu kommen noch eine Load-Sensing-Leitung für die Arbeitshydraulik, ein doppelt wirkendes Steuergerät für die hydraulische Deichselfederung und ein doppelt wirkendes Steuergerät für die hydraulische Achsfederung.

Strautmann Rollbandwagen mit stabilem Gummiband

Das mit Gewebe verstärkte Gummiband läuft rundherum und wird nicht wie bei anderen Fabrikaten aufgerollt. 

  • Nachteil: Sollte das geschweißte Band einmal zur Reparatur ausgebaut werden müssen, ist der Aufwand hoch. Dann müssen nämlich alle Lager der mehr als 25 Stütz- und Umlenkrollen ausgebaut werden.
  • Vorteil: Da das Band nicht aufgerollt wird, kann es dicker sein. Mit seinen 10 mm ist es sogar 2,5-mal dicker als das anderer Hersteller. Das spricht für Stabilität und eine geringe Anfälligkeit für Risse und andere Beschädigungen. Ein Ausbau sollte daher selten bis gar nicht notwendig sein.

Auf der Siloplatte zeigte sich ein weiterer Vorteil des Endlosbands: Heckklappe auf, Band rollen lassen, bis der Wagen leer ist, Heckklappe wieder zu und los zur nächsten Fuhre. Da sich die Frontwand nicht mitbewegt, muss sie nach dem Entladen auch nicht in eine Ausgangsposition zurückgefahren werden. Gleiches gilt für das Band, das nicht wieder nach vorne gezogen werden muss. Das spart Zeit. ­Zudem sind Fehlbedienungen ausgeschlossen: Man kann nicht aus Versehen auf den Unterboden häckseln, weil das Band noch aufgerollt ist.

Rollbandwagen: Auf die Einstellung des Fahrwerks achten

Bei den ersten Fahrten mit Maissilage federte der Aperion in Kurven sehr weit ein und brauchte dann relativ lange, bis er wieder ausgefedert hatte. Zudem schwankte er auch im Feld sehr stark. Hier konnte den dlz-Redakteuren der Kundendienst von Strautmann schnell und unkompliziert weiterhelfen: Wir hatten zu wenig Druck in den Hydraulikzylindern der Federung. Diese ist zweiteilig aufgebaut: Je ein Stickstoffspeicher pro Seite übernimmt die Achsfederung und Dämpfung der Maschine an den einzelnen Rädern. Bei Strautmann kommt noch je ein Hydraulikzylinder pro Rad hinzu. Diese vier Zylinder führen einen Pendelausgleich zwischen den Rädern jeder Seite durch. Ist hier zu wenig Druck im System, wirkt sich das wie beschrieben auf das Fahrverhalten aus.

Der dlz waren 20 bar Druck empfohlen worden. Für die Maissilage sind aber 35 bis 40 bar - also das Doppelte - eher passend. Kaum war mehr Druck auf den Zylindern, stand der Aperion wie ein Brett auch in unwegsamstem Gelände. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten hat das hydraulisch gefederte Fahrwerk am Ende doch überzeugt.

 

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Mai 2017 erschienen.

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Strautmann Aperion 2401 in Bildern

Rollbandwagen Strautmann Aperion 2401
Der Innenraum des Strautmann Aperion 2401
Das Gummiband des Strautmann Aperion 2401
Die Umlenkrolle des Strautmann Aperion 2401
Der Hydraulikmotor des Strautmann Aperion 2401
Die Stirnwand des Strautmann Aperion 2401
Der Dosieraggregatantrieb des Strautmann Aperion 2401
Das Bedienpult des Strautmann Aperion 2401
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