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Gülle-Aufbereitung optimieren – Kosten senken

Gülle-Aufbereitung optimieren
© Rheinbraun Brennstoff GmbH
von , am
30.08.2017

Ein Lösungsansatz aus unerwarteter Richtung, der zusätzlich auch noch eine Bodenverbesserung verspricht.

Im Juni 2017 ist die novellierte Düngeverordnung in Kraft getreten. Hiermit wurden die Grenzwerte der Ausbringungsmengen von Gülle noch einmal verschärft. Für viele betroffene Landwirte bedeutet das zukünftig hohe Transport- und Entsorgungskosten für die darüber hinaus anfallende Gülle. Hier kommt nun ein Lösungsansatz aus unerwarteter Richtung, der zusätzlich sogar noch eine Bodenverbesserung verspricht.

Versuchsaufbau
© Rheinbraun Brennstoff GmbH

Braunkohle ist vielen bisher hauptsächlich aus der Stromerzeugung bekannt. Doch auch in der stofflichen Nutzung wird sie schon lange eingesetzt, so z.B. in der Wasser- und Abgasreinigung. Darüber hinaus wurde bereits Anfang der 90er Jahre durch die damalige Rheinbraun AG, im Rahmen einer europäischen Patentanmeldung, ein Verfahren zur Behandlung von Gülle mit Braunkohle angemeldet. Durch die aktuelle Entwicklung wird dieses Thema nun wieder interessant. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Nitratbelastung im Grundwasser hat die Rheinbraun Brennstoff GmbH in Köln das Verfahren aus dem Patent nun erneut aufgegriffen.

Dabei werden unter Zugabe von huminstoffhaltiger Braunkohle die in der Gülle enthaltenen Nährstoffe Phosphor, Stickstoff und Kalium an die Braunkohle gebunden. Im Zuge der anschließenden Separation des Fest- und Flüssigteils des Gülle-/Kohlegemisches befinden sich die Nährstoffe dann zu großen Teilen im Feststoff.

Bei aktuellen Verfahrenstests, im Rahmen von Laborversuchen, wurden die damaligen Ergebnisse grundsätzlich bestätigt. Die Abscheideleistung der Nährstoffe in den Feststoff stellt sich in Abhängigkeit von der eingesetzten Gülle, Art und Umfang der eingesetzten Kohle sowie der Einwirkzeit grob wie folgt dar:

Abscheideraten

Phosphor: mehr als 90 %
Stickstoff: bis zu 70 %
Kalium: bis zu 50 %

Neben der erhöhten Abscheideleistung der Nährstoffe durch die Zugabe von Braunkohle ist insbesondere auch die weitgehend entfallende Geruchsbelästigung bei der Gülleseparation zu nennen. Bis zur endgültigen Marktreife sind noch eine geeignete Einmisch- und Separationstechnik zu entwickeln. Die heute am Markt standardmäßig verfügbaren Techniken wie Dekanter, Zentrifuge, Schneckenseparator, Kammerfilterpresse etc. sind alle nicht optimal auf die im Gülle-/Kohlegemisch enthaltene Braunkohle ausgelegt. Nach Lösung dieser Technikfragen steht dem großtechnischen Einsatz nichts mehr im Wege.

Ansprechpartner bei der Rheinbraun Brennstoff GmbH:
Andreas Kuphal (0221 480 25289, andreas.kuphal@rwe.com).

Schematische Darstellung
© Rheinbraun Brennstoff GmbH
 
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