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Bildung

High-Speed-Internet selbst gemacht: So kann's gehen

ez/agrarheute
am
21.08.2015

Fernab vom Schuss? Kein schnelles Netz? Ein findiger Landwirt aus Südengland hat das Problem selbst in die Hand genommen.

Das kommt uns doch bekannt vor: Die Regierung verspricht schnelles Netz, passiert ist nicht viel. So erging es auch einem Landwirt aus Südengland: Die britische Regierung hatte den Einwohnern zu den olympischen Spielen eine superschnelle Internetverbindung versprochen. Die kam aber nicht zu jedem.
 
Der Hof von Richard Guy, über den die "Welt" berichtet, liegt in der Hochebene von Salisbury Plain, besser bekannt als Touristenattraktin Stonehenge. Der 60-Jährige war mit nur einem Mbit pro Sekunde im www unterwegs. Spaß - und arbeiten - geht anders.

High-Speed-Internet selbst gemacht: Die Bastelanleitung

Als Richard Guy das warten satt hatte, nahm er das Problem kurzerhand selbst in die Hand, berichetet die "Welt". Ein Überblick für Nachbastler:
  • Mit dem Smartphone checken, an welcher Stelle des Grundstücks die beste Verbindung besteht (das war ein paar Kilometer vom Haus entfernt).
  • Eine sechs Meter hohe Holzkonstruktion aus einfachen Pfählen aufgestellt. 
  • Wasserfester Werkzeugkoffer 1: einen 4G-Adapter einbauen
  • Wasserfester Werkzeugkoffer 2: Zwölf-Volt-Batterie installieren
  • Werkzeugkoffer 1 kommt auf die Pfahlkonstruktion
  • Es folgen 2 Solarzellen zum Aufladen der Batterie
  • Werkzeugkoffer 2 kommt über die Solarzellen, die Batterie wird von den Solarzellen gespeist
Die Daten gelangen über ein Fiberglaskabel von der Holzkonstruktion zum Computer.

Agri-Broadband versorgt jetzt auch Landwirte in der Region

Die Konstruktion funktioniert bei Richard Guy so gut, dass er mittlerweile eine eigene Firma namens Agri-Broadband gegründet hat. Die versorgt jetzt auch andere Landwirte in der Region mit schnellem Internet.

Landwirtschaft im Outback - Auf einer Farm in Australien

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