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Highlights auf der Agritechnica

von , am
11.11.2013

Was ist dieses Jahr besonders sehenswert? Wir haben uns umgesehen und sind auf einen extrabreiten Maishäckselvorsatz, Gülle-Selbstfahrer, Konzeptstudien und neue Traktormodelle gestoßen.

Der Gülle-Selbstfahrer von Vredo beeindruckt mit seinem 20 cbm-Tank. © Eckinger/agrarheute.com
Vredo: Gülle-Selbstfahrer
 
Tammo Gläser, Redakteur der Agrartechnik, macht sich für uns jeden Tag auf die Suche nach dem Techniktrend. Besonders spannend findet er ein Logistikkonzept von Vredo (Halle 16). Der Grund: Der 20 cbm GfK-Tank.
 
Vredo hat seine Produktpalette erweitert und stellt den Selbstfahrer VT-3936 mit 408 PS Deutz V6 Motor mit stufenlosen hydrostatischem Getriebe für die Saison 2014 mit einem 20 cbm GfK-Tank mit 400 Kilogramm Gewichtsersparnis vor.
 
Die Maschine bekommt auch eine größere Hydrostat-Pumpe von 250 cm³ anstatt 180 cm³. Der Vorteil ist, dass mit einer noch niedrigeren Motordrehzahl gearbeitet werden kann, was den Kraftstoffverbrauch reduziert. Der Güllepumpantrieb besteht aus einem Planetengetriebe mit schnell laufendem Hydraulikmotor, welcher an einem langsam laufenden Sternmotor angepasst wurde. Auch dies schafft Kraftstoffeinsparungen bei reduziertem Gewicht.

Kemper: Maishäckselvorsatz Studie 2020

In Halle 13 stellt Kemper den Maishäckselvorsatz Studie 2020 vor: 15 m Arbeitsbreite, 20 Reihen. © Hermann Krauß/agrarheute
Besonders aufgefallen ist uns auch der Maishäckselvorsatz Studie 2020 von Kemper in Halle 13: Er beeindruckt mit 15 Metern Arbeitsbreite und 20 Reihen.
 
Den Größten in Serie gegangenen Maishäckselvorsatz baut bisher Krone mit 14 Reihen. Auf der Leinwand am Kemper-Stand kann man ihn auch im Praxiseinsatz sehen.
 
Doch auch Häcksler selbst lassen sich in den verschiedenen Hallen bewundern. Auch hier hat Krone in Sachen Motorleistung mit 1.100 PS die Nase vorn. John Deere ist Krone allerdings dicht auf den Fersen und arbeitet derzeit intensiv an einer größeren Maschine. Im Internet existieren zwar Bilder, auf der Agritechnica ist sie aber nicht ausgestellt. Somit bleibt Krone mit seinem 1.100 PS starken Gefährt an der Spitze.
 
Eines ist jedoch so gut wie sicher: eines der meistfotografierten Ausstellungsstücke der Agritechnica 2013 steht in Halle 13, am Stand von Kemper.

Deutz-Fahr: Neue Modelle der Reihe 9 und 11

Großes Interesse bei der Produktenthüllung von Deutz-Fahr (Serie 9 und 11). © Eckinger/agrarheute.com
Deutz-Fahr zeigt in Halle 4 den lange angkündigten 11er-Traktor mit 440 PS und futuristischem Design. Zudem eine Leistungsklasse darunter die 9er-Serie. Die Modelle der Reihe 5c bieten jetzt Stufenlose Getriebe zwischen 90 und 120 PS.
 
Alexander Leopold, Direktor Sales und Marketing Deutz-Fahr, kommt im Gespräch darüber selbst ins Schwärmen: "Wir haben dieses Jahr ein Feuwerk an Innovationen. Wie wir letztes Jahr versprochen haben, stellen wir dieses Jahr erstmals die neue Serie 11 aus."

Die Serie 11 ist der größte Standardtraktor (mit der größten Zugkraftübertragung), der auf der Messe ausgestellt wird. Neu sind das Freisichtkonzept, die große Kabine, das neue Lichtkonzept, die größtmögliche Bereifung und das stufenlose Getriebe. In der Serie 9 gibt es eine 60 km/h-Variante mit ABS.
 

Fendt X Concept: 130 kW für Anbaugeräte

Fendt stellt in Halle 9 einen umgerüsteten Vario 700 aus dem Projekt X Concept aus. © Eckinger/agrarheute.com
Weiße Bühne, Halle 9: Dort beweist AGCO/Fendt Innovationskraft und stellt einen bereits umgerüsteten Vario 700 aus. Zu sehen sind erste Forschungsergebnisse aus dem Projekt Fendt X Concept.
 
Der 700er verfügt zusätzlich zu den hydraulischen Anschlüssen und der Zapfwelle nun auch über eine Hochvolt-Schnittstelle. Bis zu 130 kW stehen zum Betreiben elektrifizierter Anbaugeräte zur Verfügung. Gesteuert werden diese Geräte mit ISOBUS. Integriert ist ein Stromgenerator, verschiedene Leistungselektroniken sowie ein innovatives Kühlpaket mit elektrisch betriebenem Lüfterantrieb.

Als Basismaschine verwendet AGCO/Fendt einen Traktor der 700er Baureihe Stufe 3b/Tier 4 Interim. Der kompakte AGCO Power 4-Zylinder Dieselmotor erlaubt die Platzierung der für die elektrische Technologie benötigten Komponenten, wie den Generator, die Leistungselektroniken, die Verkabelung sowie die speziellen Wärmetauscher. Der Generator ist zwischen Motor und Getriebe platziert. Das System ist mit allen ISOBUS-Gerätesteuerungen kompatibel.
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