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Innovations-Award der SIMA: Claas räumt ab

von , am
28.11.2012

Paris - Auf der SIMA in Paris erhält der Besucher vom 24.-28. Februar 2013 schon mal einen Vorgeschmack darauf, was neun Monate später auf der Agritechnica in Hannover auf ihn zukommt.

19 Preisträger dürfen sich in diesem Jahr wieder mit dem Siegerblatt schmücken. © SIMA
Ähnlich wie die DLG mit ihren Gold- und Silbermedallien zeichnet auch bei der SIMA eine Fachjury die innovativsten Entwicklungen im Bereich der Landtechnik aus. In diesem Jahr bereits zum 75 mal. Bei den 19 Preisträgern lassen sich nach Angaben der Fachjury drei Trends ablesen, die über wichtige Entwicklungen Auskunft geben.
 
 
 
 
  1. Die stetig intelligenter werdenden Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) in der Landtechnik, die zudem immer benutzerfreundlicher werden. Die Maschinen seien zwar immer komplexer, könnten aber dank multimedialer Werkzeuge wie dem Internet und mobiler Tablets immer einfacher bedient werden. Als Beispiel wird die Weiterentwicklung des ISOBUS angeführt, der die Vernetzung Maschine-Internet vorantreibt. 

  2. Stetige Verbesserungen, was die technische, ökonomische und umweltschonende Effizienz der Maschinen anbelangt. Auch hier gehe eine hohe Bedienerfreundlichkeit einher. Diese Effizienz könne beispielsweise darin gesehen werden, wie einfach es heute ist, standortgenau zu düngen und zu spritzen, die Leistungsdaten der eingesetzten Maschinen oder die wichtigsten Messdaten bei der Feldarbeit abzurufen.

  3. Die Verarbeitung von Sicherheitsbestimmungen in das Design bestehender oder neuer Modelle, so dass sichere und praktische Maschinen entstehen.

John Deere gewinnt Gold mit "Multifuel Tractor"

Eine der drei Goldmedallien gewinnt John Deere mit seinem "Multifuel Tractor", der mit mineralischen oder pflanzlichen Treibstoffen betankt werden kann - rein oder als Gemisch, und das in einem Tank. Input-Sensoren messen Viskosität, Dichte, Permittivität und die Temperatur des Treibstoffs oder Gemisches im Tank. Das Motorsteuergerät entscheidet daraufhin, welche Einstellungen angewandt werden um die Abgasvorschriften zu erfüllen. Output-Sensoren (NOx) prüfen, ob die Einstellungen passen. Diese "Ein-Tank" Lösung für alle Kraftstofftypen, rein oder als Gemisch, kann auch mit Pflanzenöl gefahren werden. Um in Europa auf den Markt zu kommen, muss dieses neue Konzept allerdings noch rechtliche Hürden nehmen um die hier geltenden Emmissionsstandards zu erfüllen.

Claas gewinnt mit zwei Anwendungen für Terminals

Die Firma Claas gewinnt gleich zwei der prestigeträchtigen SIMA Goldmedallien. Zum einen für sein "Cemos Automatic", zur automatischen und kontinuierlichen Kontrolle beim Mähdrescher. Zum anderen für sein "UT App" (Universal Isobus Terminal). Dank des "Universal Isobus Terminal" erhält der Landwirt ein Tablet-ähnliches Terminal, dass die einzige Mensch/Maschine-Schnittstelle im Cockpit ist. Die neue Technologie kann auch zum sicheren Datenaustausch und für die Erstellung von Karten genutzt werden.

Sehen Sie alle Preisträger in der unten stehen Bildergalerie.
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