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Biogas-Innovationspreis

Innovatives Flex-Silo und neuartiger Maispflücker ausgezeichnet

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© Schmack Biogas
von , am
03.05.2016

Der diesjährige Biogas-Innovationspreis geht an Schmack Biogas für ein kürzlich patentiertes, umweltfreundliches Fahrsilokonzept und an Carl Geringhoff für einen neuartigen Maispflücker.

Traditionell werden jedes Jahr anlässlich des Biogas-Innovationskongresses in der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, Osnabrück, die Biogasinnovationspreise der Deutschen Landwirtschaft in den Bereichen Wissenschaft und Wirtschaft verliehen. Dr. Christian Bock von der Landwirtschaftlichen Rentenbank übergab den zweigeteilten Biogas-Innovationspreis im Bereich Wirtschaft 2016 an die Unternehmen Schmack Biogas und Carl Geringhoff.

Innovatives Fahrsilokonzept aus Systembausteinen

Bei Schmack Biogas wurde das gemeinschaftlich von Markus Wolf und Rüdiger Eckel entwickelte innovative Fahrsilokonzept aus Systembausteinen ausgezeichnet, das eine kostengünstige Lösung darstelle, um zu verhindern, dass Silagesickersäfte ins Grundwasser gelangten.

Die zu diesem Zweck von Schmack entwickelten Silowände bestehen aus einer Mehrzahl, im Verbund versetzt zueinander angeordneter Bauelemente. Die Hülle der verwendeten Systembausteine bestehe aus recyceltem HD-PE-Material und sei somit korrosions- und UV-beständig, wie es in einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt. Auch eine getrennte Sammlung von Niederschlags- und Schmutzwasser sei hier durch möglich. Erst Mitte April erhielt Schmack Biogas ein europäisches Patent auf sein Flex-Silo.

Mais Star Collect verbessert Bergung von Maisstroh

Die Firma Geringhoff wurde für ihren neu entwickelten Maispflücker "Mais Star Collect" ausgezeichnet. "Damit lassen sich die Maiskörner konventionell ernten, während die Restpflanze zerkleinert und in einem kompakten Schwad auf dem Feld zurückbleibt. Dieser Schwad kann anschließend aufgesammelt und einer weiteren Verwendung, z.B.: in der Biogasanlage, zugeführt werden", heißt es in er Pressemitteilung des Unternehmens. Durch die direkte Schwadablage werde eine nur geringe Verschmutzung des Maisstrohs sichergestellt und somit eine gleichbleibende Qualität gewährleistet.

Die Nutzung von Körnermaisstroh generiere zusätzlichen Ertrag und stelle für die Bergung von Maisstroh ein praxistaugliches Verfahren vor, um den Substratmix einer Biogasanlage sinnvoll zu ergänzen. Maisstroh erziele hohe Methanausbeuten, die bei rund 80 % im Vergleich zu Silomais liegen. Somit sei ein Biogassubstrat gegeben, das die Wirtschaftlichkeit verbessern und den Flächenverbrauch bestehender Anlagen wie auch Neuanlagen verringern könne.

Fermenter-Reinigung der Biogasanlage: So wird's gemacht

Mit der Zeit lagern sich Sand, feste Gärreste und Steine am Fermenterboden ab. Die Ablagerungen reduzieren das Fermenter Volumen und es kommt zu Funktionsstörungen bei Heizung, Rührwerken und Pumptechnik. © Hölzl Agrosystem
Vor dem Termin sollte der Anlagenbetreiber rechtzeitig mit dem Abpumpen beginnen, um den Fermenter so weit als möglich zu entleeren. © Hölzl Agrosystem
Mit einem auf einen Lkw aufgebauten Saugbagger werden die Ablagerungen im Fermenter durch kleine Öffnungen abgesaugt. © Hölzl Agrosystems
Sogenannte Saugbagger arbeiten wie riesige Staubsauger mit Unterdruck, der von einem Kompressor erzeugt wird. © Hölzl Agrosystems
Bei Fermenterreinigungen werden hochgiftige und entzündliche Gase freigesetzt. Die Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften fordern deshalb, beim Einstieg in Fermenter einen von der Umgebungsluft unabhängigen Atemschutz zu verwenden. © Hölzl Agrosystems
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