Login
Geschäftsbericht 2016

John Deere verdient 1,7 Mrd. US-Dollar in der Maschinensparte

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Thumbnail
Lukas Arnold, Agrartechnik
am
24.11.2016

Weniger Umsatz, aber mehr Gewinn durch höhere Preise und Kostenreduktion: Das sind die Ergebnisse in der Maschinensparte von John Deere im Geschäftsjahr 2016.

Der Betriebsgewinn in der Maschinensparte "Landmaschinen & Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege" von Deere & Company stieg im vierten Quartal auf 371 Millionen US-Dollar (John-Deere-Ergebnis im Vorjahr: 271 Millionen US-Dollar). Im ganzen Geschäftsjahr summiert sich der Gewinn auf 1,7 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 1,649 Milliarden US-Dollar).

Der Ergebnisanstieg im vierten Quartal beruhte vor allem auf höheren Preisen und wurde durch geringere Liefermengen belastet. Das Jahresergebnis erhöhte sich ebenfalls durch höhere Preise, während bei Deere bei den Kosten für Produktion, Vertrieb und Verwaltung gespart hat. Gleichzeitig wirkten sich geringere Liefermengen, ungünstigere Wechselkurse und das weniger umfangreiche Produktprogramm nachteilig aus. Das Jahresergebnis profitierte von einem Gewinn aus dem Teilverkauf der nicht konsolidierten Beteiligung an SiteOne Landscape Supply, Inc.

Die Umsätze dieser Sparte gingen hauptsächlich aufgrund geringerer Liefermengen im Quartal um fünf Prozent und im Geschäftsjahr um sieben Prozent zurück.

Prognose für 2017: 5 Prozent Umsatzrückgang in der EU

Für 2017 rechnet man bei John Deere damit, dass die weltweiten Umsätze des Unternehmens mit Landmaschinen und Maschinen für die Rasen- und Grundstückspflege voraussichtlich um ein Prozent zurückgehen, wobei günstige Umrechnungskurse mit einem Prozentpunkt berücksichtigt sind. Laut Pressemeldung erwartet John Deere für 2017 folgende Ergebnisse in den Märkten:

  • Vereinigten Staaten und Kanada: Umsatzückgang bei Landmaschinen um fünf bis zehn Prozent wegen der Auswirkungen niedriger Erzeugerpreise und schwacher landwirtschaftlicher Einkommen. Gleichzeitig sollen die Ergebnisse der gesamten Branche stabil bleiben.
  • EU28: Umsatzrückgang der Branche um etwa fünf Prozent wegen niedriger Erzeugerpreise bzw. geringerer landwirtschaftlicher Einkommen.
  • Südamerika: Verkäufe von Traktoren und Mähdreschern sollen um 15 Prozent ansteigen wegen der verbesserten wirtschaftlichen und politischen Bedingungen in Brasilien und Argentinien
  • Asien: Gleichbleibende Umsätze beziehungsweise leichter Anstieg durch höhere Verkäufe in Indien.

Gesamtergebnis zeigt leichtes Minus

Der auf Deere & Company, also alle Geschäftssparten, entfallende Gewinn belief sich

  • im vierten Quartal des Geschäftsjahres (31. Oktober) auf 285,3 Millionen US-Dollar (Vorjahr 351,2 Millionen US-Dollar)
  • im vierten Quartal auf 0,90 US-Dollar  (Vorjahr: 1,08 US-Dollar) je Aktie
  • im Geschäftsjahr 2016 auf 1,524 Milliarden US-Dollar (1,940 Milliarden US-Dollar)
  • im Geschäftsjahr auf 4,81 US-Dollar (5,77 US-Dollar) je Aktie.

Weltweit sanken die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge im vierten Quartal um drei Prozent auf 6,520 Milliarden US-Dollar beziehungsweise im Geschäftsjahr um acht Prozent auf 26,644 Milliarden US-Dollar. Dabei beliefen sich die Maschinenumsätze auf 5,650 Milliarden US-Dollar (5,932 Milliarden US-Dollar) im vierten Quartal beziehungsweise auf 23,387 Milliarden US-Dollar (25,775 Milliarden US-Dollar) im Geschäftsjahr.

Verwaltungsratsvorsitzender und CEO von Deere & Company, Samuel R. Allen, ist damit zufrieden: "Hinsichtlich Umsatz und Gewinn gehörte 2016 zu den zehn besten Jahren in der Unternehmensgeschichte, ein achtbarer Erfolg angesichts der Herausforderungen, denen wir auf den Märkten ausgesetzt waren."

Deere-Geschäftsergebnis außerhalb von Nordamerika

Aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Erzeugerpreise und einer weiteren Abschwächung der Agrarkonjunktur in weiten Teilen der Welt sind die Umsatzerlöse des Konzerns außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas im Geschäftsjahr 2016 um etwa drei Prozent gesunken auf 9,011 Milliarden US-Dollar (9,277 Milliarden US-Dollar ). Trotzdem erhöhte sich der Betriebsgewinn um acht Prozent auf 575 Millionen US-Dollar (533 Millionen US-Dollar ).

Wären die deutschen John Deere Unternehmensteile eine eigenständige Gesellschaft, so hätten sie 2016 einen Umsatz von 3,157 Milliarden Euro erzielt, der mit dem Vorjahresergebnis von 3,171 Milliarden Euro vergleichbar ist. Trotz der angespannten wirtschaftlichen Lage wurden am Standort Deutschland wie schon im Vorjahr Investitionen in Höhe von 87 Millionen US-Dollar getätigt.

Mannheim und Bruchsal fährt zurück, Zweibrücken zieht an

Angesichts schwierigerer Rahmenbedingungen auf einigen Exportmärkten und der Konsolidierung des Produktionsprogramms sank die Traktorenproduktion in Mannheim um zehn Prozent auf 26.100 Einheiten (29.000 Einheiten). Infolgedessen wurden auch in Bruchsal mit 28.700 (31.400) Einheiten weniger Fahrerkabinen gefertigt. Vor allem aufgrund des großen Erfolgs einer neuen Feldhäcksler-Baureihe und eines zusätzlichen Mähdrescher-Großauftrags aus Australien konnte die Produktion im John Deere Werk Zweibrücken auf insgesamt 2.700 Maschinen ausgeweitet werden. Das entspricht einem Plus von 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2.000 Maschinen).

Insgesamt beschäftigte John Deere zum 31.10.2016 an seinen sechs deutschen Standorten 6.625 Mitarbeiter - 15 mehr als im Vorjahr. In Mannheim ging die Zahl der Beschäftigten 2016 um 60 Personen auf 3.505 Mitarbeiter zurück. An den Standorten Zweibrücken und Kaiserslautern arbeiteten mit 1.370 (1.285) Beschäftigten sieben Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr. In Bruchsal sank die Zahl der Mitarbeiter um ein Prozent auf 1.315 (1.335). Am nordrhein-westfälischen Standort Stadtlohn beschäftigte John Deere per  31.10.2016 mit 305 (290) Personen fünf Prozent mehr Mitarbeiter als im Vorjahr, in Gummersbach sank die Zahl der Beschäftigten auf 130 (135) Personen.

Mit Material von Deere & Company
Auch interessant