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Klares Berufsziel: Dualer Studiengang Agrartechnik

von , am
15.03.2013

Landwirtschaft, Maschinenbau oder BWL? Diese Frage erübrigt sich mit dem neuen Studiengang Agrartechnik an der FH Triesdorf.

An der Hochschule im mittelfränkischen Triesdorf sind derzeit 1 830 Studenten eingeschrieben. Zu den historischen Gebäuden kommen im Moment zahlreiche Neubauten. © agrartechnik
Dass noch kein Meister vom Himmel fiel, ist bekannt. Genauso wenig regnet es Studenten in die Unternehmen, die eine breite praktische Ausbildung haben und ohne Einarbeitung voll im Tagesgeschäft arbeiten können. Es dauert eine gewisse Zeit, bis die Betriebsabläufe klar sind und sich der neue Mitarbeiter in die Aufgaben eingearbeitet hat.
 
Diese Zeit lässt sich erheblich verkürzen, wenn Studierende bereits während des Studiums in das Unternehmen eingebunden werden. Mit dem neuen Studiengang Agrartechnik, den die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf auch als duales Studium anbietet, haben sowohl Studenten, als auch Unternehmen beste Voraussetzungen, einander kennen zu lernen.

Technik und Landwirtschaft verknüpft

"Bei der Erstellung des Studienplanes haben wir darauf geachtet, dass unsere berufsqualifizierende Ausbildung sehr umfassend ist", erklärt Prof. Groß. Nach Abschluss der sieben Semester, in denen ein Praxissemester integriert ist, wird der akademische Titel "Bachelor of Engineering" verliehen.
 
Die landwirtschaftlichen und agrartechnischen Inhalte teilen sich in etwa gleich auf. Hinzu kommen noch fächerübergreifende Angebote und individuelle Wahlmodule. Eine wesentliche Rolle spielt in Triesdorf die gute Vernetzung insbesondere mit der Landmaschinenschule. Sie stellt über die laufende Maschinenausstellung hinaus auch ihre Lehrwerkstätten und Personal zur Verfügung. Außerdem ist die Einbindung der Wirtschaft ein wichtiger Aspekt in Triesdorf. Neben Firmenbesichtigungen und Gastvorträgen ist dies für Projekt- und Bachelorarbeiten wichtig.

Zukunft in der Agrartechnik

Eine Umfrage unter den Studierenden hat ergeben, dass zwei Drittel ihre berufliche Zukunft in der Agrartechnikindustrie sehen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn sie schon während der Studienzeit mit den Firmen in Kontakt treten und sich schon einarbeiten können. Aus diesem Grund soll der Studiengang auch "dual", also im Unternehmen und an der Hochschule ablaufen. Ab dem dritten Semester stehen die Studenten dann dem Landtechnikunternehmen in der vorlesungsfreien Zeit und den Semes­terferien zur Verfügung, um Projekte zu begleiten, Maschinen vorzuführen oder Messen und Events mit zu gestalten.
 
Prof. Groß sieht die Vorteile des dualen Studiums darin, dass "das Angebot dem Bedarf der agrartechnischen Wirtschaft folgt und die Absolventen unmittelbar nach dem Studienabschluss im Unternehmen eingesetzt werden können." Darüber hinaus seien die Unternehmen Partner bei der Umsetzung des Studiengangs und könnten die Profilbildung der Studierenden mitgestalten.
 
Wie gut der neue Studiengang in der Landtechnikbranche ankommt, zeigte die rege Teilnahme aller großen Landtechnikhersteller am Workshop in Triesdorf. Dabei saßen nicht nur Vertreter von Hersteller-, sondern auch von Handelsseite mit am Tisch. Denn gerade in größeren Fachhandelsbetrieben sind die Absolventen die künftigen Führungskräfte. Dazu müssen sie neben der fachlichen Qualifikation auch in Personalführung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit oder der Beratung fit sein.
 
 
 
Die Bewerbungszeit für das Studium läuft von Anfang Mai bis 15. Juli. Informationen zum Studienort finden Sie auf den Seiten www.triesdorf.de.
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