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Kompakte Radlader: Breites Einsatzspektrum im GaLaBau

© Werkbild
von , am
12.09.2014

Kompakte Radlader sind durch ihr breites Einsatzspektrum im GaLaBau sehr gefragte Maschinen. Der Markt bewegt sich stabil auf hohen Niveau.

Der kompakte Radlader ist für den GaLaBau sowohl als Maschine für Ladearbeiten, für die Erdbewegung und als Trägerfahrzeug für Anbaugeräte interessant. © Werkbild
Der kompakte Radlader hat im deutschen Garten- und Landschaftsbau eine hohe Bedeutung. Er wird sowohl als Maschine für Ladearbeiten, für die Erdbewegung und als Trägerfahrzeug für Anbaugeräte verwendet. Die relativ hohen Ladeleistungen, die starke Hydraulik, die hohe Wendigkeit und die kompakten Abmessungen machen die Maschine zum Allrounder für alle Einsatzbereiche. Agrartechnik hat sich mit einigen Herstellern über den Markt von Radladern im GaLaBau unterhalten.

Kompakte Radlader: Elektronik, Komfort und Effizienz

Hybrid- oder Elektroantriebe sind bei den kompakten Radladern im Moment noch nicht breit im Makrt vertreten. © Werkbild
Die Agrartechnik befragte namhafte Hersteller nach den Trends bei der Technik von kompakten Radladern. Dabei ging es unter anderem um die Praixreife von Hybridtechnologien und alternativen Antriebskonzepten.

Hierauf antwortete Thomas Drechsler (Thaler): "In Zukunft werden Hybrid- oder Elektroantriebe im Bereich Rad-, Hof- und Teleskoplader sicherlich eine wichtige Rolle spielen, jedoch können derzeit in diesem Bereichen die technischen Anforderungen noch nicht erfüllt werden." So wären zum Beispiel die zu geringen Betriebszeiten bei Elektromotoren noch ein Problem.

{BILD:616621:jpg}Die Antwort von Thomas Sterkel (Avant Tecno) geht in dieselbe Richtung: "Hybridtechnologien und alternative Antriebskonzepte sind sicherlich schon heute für die Marktführer technisch machbar. Jedoch ist die Umsetzung - hinsichtlich Kostenfaktor und/oder Nutzungsdauer pro Tag – heute noch nicht zufriedenstellend für den Anwender. Denn Leistung müssen die Maschinen jeden Tag bringen. Im Vordergrund der nächsten Jahre wird man sich mehr und mehr mit der Thematik der Reduktion von Immissionen im Gesamten beschäftigen."

Manuel Huiber (Kiesel)
erwartet ein verstärktes Verwenden von CAN-Bus-Systemen. Diese würden auch die Wartung der meisten Komponenten erleichtern, durch Diagnosegeräte und eine bessere Vernetzung von Getriebe, Motor, Achsen und so weiter.

Für Joachim Stein (Kubota) ist immer wieder auch die Maschinen-Bedienung und der Fahrkomfort ein sehr wichtiges Thema, ebenso - wie bei dem Modell R085 - der regelbare Fahrantrieb. Dieser lasse sich schnell und einfach auf alle Arbeitseinsätze einstellen.

Richard Bremenkamp (Schäffer Maschinenfabrik)
antwortete abschließend: "Wir setzen eher auf Effizienzsteigerung der vorhandenen Antriebe. Ein weiterer Trend ist der Einsatz von Radladern an schwer zugänglichen Orten. Wir haben darauf mit der SLT-Baureihe – SLT bedeutet ‚Schäffer Lader Tief’ - reagiert. Die SLT-Lader durchfahren mit einer Gesamthöhe ab 1,89 Meter auch sehr niedrige Durchfahrten wie Garagen oder Gartentore." Die neue 24er Serie sei auch in der SLT Ausführung lieferbar.

Einsatzflexibilität ist bei den kompakten Radladern Trumpf

Auch Radlader mit Teleskoparm sind im GaLaBau gefragt. © Werkbild
Die Agrartechnik wollte zusätzlich wissen, welche Gewichts- oder PS-Klasse im GaLaBau verstärkt nachgefragt wird und welche Anbaugeräte und Optionen dabei im Fokus der Anwender sind.

Für Joachim Stein (Kubota) ist die wichtigste Klasse in Deutschland jene mit 0,6 und 0,8 Kubikmeter. Das betreffe die Maschinen mit 50 bis 59 PS und 60 bis 79 PS.

Richard Bremenkamp (Schäffer Maschinenfabrik) erklärte: "Die Nachfrage aus dem Galabau konzentriert sich besonders auf die kompakten Schäffer-Lader mit einem Einsatzgewicht von bis zu 2,5 Tonnen. Es werden eher die Modelle mit stärkerer Motorisierung gewählt, um die zum Teil sehr hohen Anforderungen für den hydraulischen Antrieb von Mulchern oder Schneefräsen sicher zu stellen. Der Trend geht ganz klar zum ganzjährigen Einsatz, so dass auch immer mehr Maschinen mit Kabine ausgeliefert werden."

Thomas Drechsler (Thaler) meinte, je nach Anforderung der Betriebe würden kompakte Radlader ab 38 PS benötigt. Das sei das Feld des 2138K, der sich bei Thaler am stärksten durchgesetzt habe. Die größere Anfrage gehe auch in Richtung Teleskoplader (zum Beispiel der 48T18). Thomas Drechsler weiter: "Der GaLaBauer benötigt in erster Linie die Schaufel für Erdarbeiten und einen Erdbohrer für den Zaunbau. Im Bereich der Landschaftspflege werden auch Schneeschilder, Kehrmaschinen, Mulcher, Mäher und so weiter nachgefragt."

Manuel Huiber (Kiesel)
sieht traditionell den Bereich von fünf bis sechs Tonnen am stärksten nachgefragt. "Der Trend geht also in Richtung größere Kompakt­radlader mit zirka 60 PS. Jedoch sind im Hause Kiesel auch die Radlader mit zirka 45 PS – also rund drei Tonnen - absolute Zugpferde hinsichtlich der Absatzzahlen."

Thomas Sterkel (Avant Tecno) erklärte: "Die Butter- und Brotmaschine für den 'typischen' Anwender im Galabau liegt im Bereich von einer Tonne Hubkraft und zirka 30 bis 40 PS, ausgerüstet mit  einer Zusatzhydraulik von bis zu 70 Litern je Minute. Bei Avant braucht es dazu nur  1.500 Kilogramm Eigengewicht. Gepaart mit Vier-Radantrieb, Teleskophubarm, Traktionskontrolle und Niveauausgleich für den Hubarm sind somit die besten Voraussetzungen für einen Anwender im GaLaBau-Bereich gegeben, um die typischen Anbaugeräte wie Schlegelmulcher, Mähwerk, Umkehrfräse, Erdkanalfräse, Kehrmaschine oder Erdbohrgerät, wirtschaftlich und effektiv einzusetzen."
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