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Leser fragen, agrarheute antwortet

L-Führerschein: 'Gelten gezogene Arbeitsmaschinen als Anhänger?'

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Julia Eder, agrarheute
am
24.04.2018

Ein agrarheute-Leser fragte: "Wie ist das beim L-Führerschein: Gelten aufgesattelte gezogene Arbeitsmaschinen als Anhänger? Zum Beispiel ein Schwader, der in der Dreipunkt hängt?" Die Antwort.

Über Facebook erreichte uns folgende Führerschein-Frage:

"Wie ist das beim L-Führerschein: Gelten aufgesattelte gezogene Arbeitsmaschinen als Anhänger? Zum Beispiel ein Schwader, der in der Dreipunkt hängt?"

Wir haben beim Verkehrsexperten Martin Vaupel von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen nachgefragt.

Anhänger sind alle angehängten land- und forstwirtschaftlichen Arbeitsgeräte

Mit der Führerscheinklasse L können ab einem Alter von 16 Jahren Zugmaschinen wie Traktoren mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) bis 40 km/h gefahren werden. Mit einem Anhänger am Traktor darf man mit dem L-Führerschein jedoch maximal 25 km/h schnell fahren.
 
"Anhänger" ist in § 2 Nr. 3 FZV definiert. Es handelt sich nicht nur um Anhänger, wie wir sie in der Umgangssprache bezeichnen, also Kipper etc., sondern viel mehr. Auch angehängte land- und forstwirtschaftliche Arbeitsgeräte werden hier als "Anhänger" bezeichnet. Kurzum: Alle Geräte, die eine eigene Achse haben und hinter dem Schlepper gezogen werden fallen unter die Definition. Somit darf der gezogene Schwader nur mit 25 km/h gefahren werden.

Führerscheinklasse L, T und C/CE: Diese Maschinen dürfen Sie fahren

Fendt mit Pflug auf Straße
Fendt mit Anhänger auf Straße
Mähdrescher in Getreidefeld
Xerion auf der Straße
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