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Landtechnik: Umsatz sinkt im ersten Halbjahr um 9 Prozent

von , am
03.08.2015

In Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2015 Landmaschinen und Traktoren im Wert von 4,13 Milliarden Euro produziert. Das waren neun Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Die Landtechnikproduktion in Deutschland war bis Juni 2015 um neun Prozent kleiner als im letzten Jahr. © Werkbild
Nach einem Minus von 14 Prozent im ersten Quartal habe sich der Umsatz im zweiten Quartal um vier Prozentpunkte verringert. Auch die Umsätze aus Geschäften mit den deutschen Vertriebspartnern gingen um sieben Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zurück. Dies soll etwa dem Gesamtmarkttrend in Deutschland entsprechen. "Trotz erheblicher Verluste haben wir besser abgeschnitten als erwartet", sagt VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer. Die Rückgänge hätten sich zuletzt sehr in Grenzen gehalten.

Landwirte sind weniger bereit zu investieren

Die Umsätze aus Geschäften mit den deutschen Vertriebspartnern gingen um 7 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zurück. Die Umsätze aus Geschäften mit den deutschen Vertriebspartnern gingen um 7 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro zurück. Dies entspricht etwa dem Gesamtmarkttrend in Deutschland, wo nach einem guten Jahresstart erst in den vergangenen Monaten eine schwächere Investitionsneigung der Landwirte erkennbar geworden ist.
 
Auch das Exportgeschäft, das rund 70 Prozent der Umsätze ausmache, fiel um ein Zehntel unter das Vorjahresniveau. "Die traditionell größten Absatzmärkte der in Deutschland produzierenden Unternehmen weisen derzeit eine deutliche Schwäche auf", betont Scherer. So befinde sich der französische Absatzmarkt als wichtigster Abnehmer deutscher Technik im zweiten Jahr in Folge in einer tiefen Rezession. Die Umsätze seien bisher noch einmal um ein Fünftel zurückgegangen; einen ähnlich hohen Rückgang habe es in Großbritannien gegeben.

Russland: Weitere 35 Prozente Umsatzeinbruch

Noch schwieriger gestalte sich aktuell das Russlandgeschäft. "Die Umsätze brachen um weitere 35 Prozent ein, wobei eine maßgebliche Besserung der Lage auch für das zweite Halbjahr nicht absehbar ist", sagt Bernd Scherer, Geschäftsführer der VDMA. Von etwas besseren Marktbedingungen dürften die deutschen Hersteller lediglich in Italien und Polen profitieren.
 
Die VDMA-Umsatzprognose für das gesamte Jahr 2015 liegt bei 6,9 Milliarden Euro, einem Rückgang um 10 Prozent.
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