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Betriebsmittel

Landtechnikbranche erreicht Rekordumsatz trotz Lieferproblemen

Arbeiten mit Stohballenpressen
am Freitag, 10.12.2021 - 11:04 (2 Kommentare)

2021 wird der Umsatz für deutsche Landtechnik zum ersten Mal über 10 Milliarden Euro liegen.

Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilt, wird für 2021 voraussichtlich ein Umsatzplus von 14 Prozent erreicht – obwohl die Produktion wegen globaler Lieferengpässe immer wieder kurzfristig unterbrochen war. Die Wachstumsphase soll sich laut VDMA mindestens noch über das Halbjahr 2022 erstrecken.

Landtechnik weltweit stark nachgefragt

Verantwortlich für die Hochkonjunktur in der Branche seien nach Angaben von Verbandsgeschäftsführer Dr. Bernd Scherer einerseits die starken Innovationsimpulse aus der Industrie. Die weitere entscheidende Ursache liege in „hervorragenden Erzeugerpreisen, die zu einer guten Ertragssituation der Landwirte führen“, so Scherer.

Den bis in das halbe Jahr anhaltenden Wachstumserfolg prognostizieren Spitzenmanager der europäischen Landtechnikindustrie. Auch Scherer berichtet von Fabriken, die auf Hochtouren laufen und von gefüllten Auftragsbüchern, die die Produktion für die nächsten sechs Monate sichern. Das zweite Jahr in Folge verzeichneten die Auftragseingänge ein sicheres zweistelliges Plus.

Der europäische und weltweite Umsatz in der Landtechnikbranche habe ebenfalls Steigerungsraten von zehn und zwölf Prozent erreichen können. Dass die Hochphase fast alle weltweiten Absatzmärkte betreffe, sei bemerkenswert.

Lieferengpässe noch nicht überwunden

So werde neben Europa auch in den Vereinigten Staaten und in Japan bis weit ins kommende Jahr ein anhaltender Wachstumstrend erwartet. Nur China bilde derzeit noch eine Ausnahme. Doch auch für das Reich der Mitte kündigt Scherer eine positive Entwicklung an: „„Unsere Analysten erwarten für 2022 allerdings gerade in Ostasien enorme Nachholeffekte, verbunden mit einem starken, über das gesamte Jahr verteilten Wachstum.“

Im Komponentensektor gerieten Produktionsprozesse vielerorts aber manchmal noch ins Stocken. Zeitweise seien die Kosten für die Stahlbeschaffung im Vergleich zum langjährigen Mittelwert um 95 Prozent gestiegen. Bei Mikrochips hätten sich die Einkaufspreise sogar verfünffacht. Die internationale Transportlogistik leide vor allem unter Kapazitätsengpässen und Verspätungen. Hier sei jedoch schon Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Der Logistiksektor und auch die Stahlmärkte zeigten laut VDMA erste Entspannungstendenzen.

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