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Landtechnikindustrie erwartet 2013 robusten Markt

von , am
27.06.2013

Brüssel - Mit 24,8 Milliarden Euro Umsatz rechnet der Dachverband der europäischen Landtechnikindustrie für 2013. Frankreich und Deutschland dürften dabei eine große Rolle spielen.

Nach Einschätzung der CEMA erreicht der europäische Landtechnikmarkt 2013 ein Umsatzvolumen von 24,8 Milliarden Euro. © Werkbild
Die Hersteller von Landmaschinen und Traktoren in Europa können weiterhin auf einen insgesamt robusten Heimatmarkt bauen. Davon geht die europäische Dachorganisation der Landtechnikindustrie (CEMA) in ihrer aktuellen Konjunkturprognose aus.
 
Nach Einschätzung der CEMA dürfte der Landtechnikmarkt in der Europäischen Union 2013 ein Umsatzvolumen von rund 24,8 Milliarden Euro (Mrd Euro) erreichen; damit würde das Rekordniveau des Vorjahres nur um vier Prozent unterschritten.

Frankreich und Deutschland mit Schlüsselrolle

"Die beiden größten Märkte, Frankreich und Deutschland, spielen dabei eine stabilisierende Schlüsselrolle", erklärte CEMA-Generalsekretär Ulrich Adam. Der Anteil dieser beiden Länder am Gesamtmarkt in der EU dürfte in diesem Jahr auf 44 Prozent (%) steigen; 2012 habe er noch bei 42 % gelegen.
 
Die wichtigste Grundlage für diese hohe Investitionsneigung bilden laut Adam die soliden Einkommensmöglichkeiten der Landwirte. Gleichzeitig würden mit dem Einsatz moderner Technik Effizienzsteigerungen auf dem Acker und auf dem Hof realisiert, um dem landwirtschaftlichen Strukturwandel zu begegnen. Nun bleibe zu hoffen, dass die schwierigen Wetterbedingungen in diesem Frühjahr - vor allem im Norden Frankreichs - die positive Grundhaltung der Landwirte nicht nachhaltig beeinträchtigten.

40 Prozent rechnen mit Umsatzsteigerung

Adam hebt hervor, dass die europäische Landtechnikindustrie mit der Geschäftslage insgesamt weiterhin sehr zufrieden sei. Der maßgebliche Indikator dafür sei das CEMA-Business-Barometer, das auf einer repräsentativen monatlichen Umfrage der führenden Hersteller basiere. Dieser Geschäftsklimaindex sei im Juni nach zwei schwächeren Monaten wieder um acht Punkte gestiegen.
 
Laut Darstellung von Adam hat im jüngsten Business-Barometer nur ein Viertel der Unternehmen seine derzeitige Situation als unbefriedigend bewertet. Immerhin 40 % der Befragten gingen von einer Umsatzsteigerung im kommenden Halbjahr aus, nur 22 % erwarteten einen Rückgang. Eine überdurchschnittlich positive Umsatzerwartung hätten die Hersteller von Ackerbaugeräten, Maschinen für die viehhaltenden Betriebe sowie Komponenten. Bezogen auf die europäischen Märkte stünden Frankreich und Deutschland in der Gunst der Hersteller nach wie vor an der Spitze.

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