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Preise

Landwirtschaftsreifen werden teurer

Reifen in einer Reihe
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Julia Eder, agrarheute
am
28.03.2017

Bis zu neun Prozent mehr müssen Reifenhersteller für die Reifen-Rohstoffe, vor allem Kautschuk, bezahlen. Nun steigen auch die Preise für die Endkunden.

Vor Kurzem gaben einige Hersteller von Autoreifen bekannt, dass sie die Preise erhöhen werden, und zwar je nach Hersteller um bis zu 9 Prozent. Die Firmen begründeten den Preisanstieg mit höheren Rohstoffkosten vor allem für Kautschuk. Conti sprach mit Blick auf höhere Bezugspreise für Kautschuk von einer "erheblichen zusätzlichen Kostenbelastung, die wir derzeit für das laufende Jahr 2017 in einer Größenordnung von 500 Millionen Euro erwarten".

Die Rohstoffkosten wirken sich auf alle Arten von Reifen aus - auch Landwirtschaftsreifen, wie wichtige Hersteller bestätigen.

Landwirtschaftsreifen bis zu 9 Prozent teurer

Ole Baek, Marketing-Leiter für Europe bei ATG Tires (Alliance-Reifen), erklärt auf Anfrage von agrarheute: "Höhere Preise für das Rohmaterial bedeuten als direkte Konsequenz auch höhere Preise für das Endprodukt und damit den Kunden." Im ersten Quartal 2017 seien das 5 bis 9 Prozent.

Ursachen: Überschwemmungen in Thailand und steigende Nachfrage

BKT bestätigt, dass die Rohstoffkosten schon seit Jahren steigen, seit Ende 2016 aber besonders. Besorgniserregend sei, dass viele südliche Provinzen Thailands immer wieder von heftigen Überschwemmungen betroffen sind. Diese Regionen gehören zu den wichtigsten Kautschuk-Produzenten. Ein weiterer Grund für die hohen Preise ist die steigende Nachfrage aus Ländern wie China. Aus diesen Gründen erwäge auch BKT bei den Preis-Erhöhungen im Gesamtmarkt mitzuziehen.

Trelleborg, wozu auch Mitas gehört, gibt keine Auskunft zur Preisgestaltung.

Landwirtschaftsreifen: Die neuesten Räder auf dem Markt

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