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Produktneuheit

Manitou präsentiert neue Agrar-Teleskoplader NewAg

Dieser Artikel ist zuerst in der Agrartechnik erschienen.

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Markus Messerer, Agrartechnik
am
09.11.2016

Auf der EuroTier 2016 wird Manitou erstmals die neue "NewAg"-Teleskopstapler-Produktlinie der deutschen Öffentlichkeit zeigen.

Manitou, NewAg

Die neue Teleskoplader-Produktreihe MLT (Manitou Loader Telescopic) mit der Bezeichnung "NewAg" wird unter anderem auf der EuroTier 2016 in Hannover vom 15. bis zum 18. November zu sehen sein. Sie soll sich auszeichnen durch

  • eine umfassende Auswahl an Getrieben
  • eine neue Fahrerkabine mit dem Zugang "Easy step"
  • eine bessere Sicht
  • einen erhöhten Schallschutz
  • und zahlreiche Innovationen.

Neun Modelle und vier Getriebearten

Insgesamt umfasst die neue Baureihe neun Modelle mit vier verschiedenen Getriebearten. Hier ist zum ersten die manuelle 4-Gangschaltung des Getriebes mit Drehmomentwandler und Powershuttle zu nennen, dass für den Anwender eine kostengünstige Lösung darstellen soll. Die Modelle MLT 630- 105 und MLT 733-105 werden mit dieser Getriebevariante angeboten. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 40 Stundenkilometer für das Modell MLT 630-105 und 32 Stundenkilometer für das MLT 733-105.

Darauf folgen die Getriebe mit Drehmomentwandler und Powershuttle Plus. Der Bediener kann hier zwischen manuellem oder automatischem Betriebsmodus wählen. Im ersten Fall erfolgt die Gangschaltung mithilfe der Schaltknöpfe +/- auf dem JSM®. Der Teleskopstapler verfügt über sechs Vorwärts- und drei Rückwärtsgänge. Der Fahrzeugführer kann mit dem DSB-Schalter auf dem Armaturenbrett in das Automatikgetriebe wechseln und sich somit besser auf die Umschlag- und Transportvorgänge konzentrieren. Das Powershift Plus Getriebe ist auf den Modellen MLT 635-130 PS+ und MLT 737-130 PS+ verfügbar und erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 40 Stundenkilometer.

Das hydrostatische M-Varioshift-Getriebe ist für mehr oder weniger anspruchsvolle Zugarbeiten bestimmt. Mit dem JSM® Joystick kann über zwei Gänge von einer langsamen in eine schnelle Gangart gewechselt werden. Die erste Gangart ermöglicht es dem Anwender, eine niedrige Geschwindigkeit zwischen 0 und 18 Stundenkilometer in Verbindung mit einem optimalen Drehmoment zu wählen, während der 2. Gang zwischen 0 und 40 Stundenkilometer ein höheres Übersetzungsverhältnis generiert. Das M-Varioshift-Getriebe wird mit den Modellen MLT 630-105 V CP und MLT 630-105 V angeboten.

Die neue Getriebegeneration Getriebe M-Vario Plus mit stufenlosem Getriebe (CVT) verfügt über einen einzigen Gang von 0 bis 40 Stundenkilometer. Es soll sowohl bei geringeren als auch höheren Geschwindigkeiten ein optimales Drehmoment gewährleisten. Die beiden Hydraulikmotoren und der standardmäßige Öko-Modus reduzieren zudem, nach Werksangaben, den Lärmpegel von Motor und Getriebe. Dieses Getriebe ermöglicht demnach Treibstoffeinsparungen bis zu fünf Prozent. Die Modelle MLT 635-140 V+, MLT 741-140 V+ und MLT 940-140 V+ sind mit dem Getriebe M- Vario Plus ausgestattet.

Sichtfreiheit und Komfort

Manitou, NewAg

Auch die Sichtfreiheit der Modelle wurde verbessert. So haben die Ingenieure die Neigung der Lamellen des Dachschutzgitters überarbeitet. Die neue Kabine der NewAg-Linie verfügt zudem über eine einteiligen Panorama-Verglasung.

Zusätzlich zu den üblichen Scheinwerfern wurden zwei einstellbare Arbeitsscheinwerfer angebracht (LED-Leuchten für die Ausführungen Premium und Elite). Die Option LED+ beinhaltet zwei zusätzliche LED-Scheinwerfer vorn und hinten. Eine weitere Option zur Verbesserung der Sicht ist der elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel.

Der Einstieg in die Fahrerkabine beinhaltetet nun ein rutschfestes Trittbrett und zwei Griffe. In der Kabine finden sich ein Sitz der Marke Grammer, ein USB-Anschluss und Ablageflächen. Mit dem DSB-Schalter (DSB: Double Switch Buttons) kann der Bediener zwischen den Schaltknöpfen auf der Armlehne oder dem Armaturenbrett wählen, um die am häufigsten gebrauchten Funktionen zu aktivieren. Der bereits bekannte JSM® (Joystick Switch & Move) ist in sämtlichen Modellen der Produktlinie vorhanden. Die Schallisolierung reduziert den Lärm in der Kabine auf 73 dB.

Drei Ausleger-Konzepte

Genau wie bei den im September präsentierten Modellen MLT 840 & 1040 wurde die NewAg-Linie mit drei Intelligent Hydraulics/Quicklift-Konzepten ausgestattet.

Der Bediener kann erstens den Ausleger gleichzeitig ausziehen beziehungsweise zusammenschieben und heben. Der „Bucket shaker“ – eine neue Funktion – gewährleistet zweitens ein Schütteln der Schaufel mit einer einzigen Steuerbewegung durch den Bediener. Die letzte der drei hydraulischen Funktionen ist das „Return to load“: Der exakte Winkel der Anfangsstellung der Schaufel wird gespeichert und ermöglicht das automatische Zurücksetzen auf Null für das Laden, ohne dass der Bediener nachregeln muss.

Die Hydraulikpumpe der NewAg-Linie erreicht einen Durchsatz bis zu 170 Liter in der Minute. Mit der Option „Regenerative Hydraulics“ lässt sich der Ausleger mit Hilfe der Schwerkraft senken. Die nicht gebrauchte Hydraulikkraft dient, nach Werksangaben, der Ausführung der übrigen Bewegungen.

Motor auf Tier 4 Final / Stufe IV-Basis

Manitou, NewAg

Mit einem Volumen von 3,6 Litern erzielt der Deutz TCD3.6L4-Motor der NewAg-Linie eine Stärke von 101 PS bis 136 PS und 74,5 kW bis 100 kW – je nach Modell. Mit dem integrierten Thermomanagement- und Abgasnachbehandlungssystem DENox 2.2 von Bosch werden die Schadstoffemissionen begrenzt. Ein serienmäßiger Ventilator mit automatischer Richtungsumkehrung (bis auf MLT 733 – hier ist er in Option) regelt die Motortemperatur, sondert aber auch Rückstände ab, wenn die automatisch umgekehrte Ventilation über den DSB aktiviert wird.

Sämtliche MLT-Modelle der NewAg-Linie verfügen über das CE-Kennzeichen. Die maximale Anhängelast (MLT+ Anhänger) für diese neue Produktlinie beträgt 28 Tonnen.

Wartungsintervalle verlängert

Mit dem Tool Easy Manager und der Datenkonnektivität kann der Anwender den Zustand des Fahrzeugs in Echtzeit überwachen und die Wartung planen. Verschiedene Daten werden erfasst, so zum Beispiel die Anzahl der Arbeitsstunden und die zurückgelegte Strecke. Diese Daten sollen zur Ermittlung der Gesamtbetriebskosten (TCO) der Maschine dienen. Für die Produktlinie NewAg konnten die Wartungskosten um 15 Prozent reduziert werden, insbesondere durch längere Ölwechselabstände (Hydrauliköl) – anstatt von 1.000 Stunden nunmehr 2.000 Stunden, beim Luftfilter sind es nun 2.000 Stunden anstatt von 500 Stunden auf der alten MLT-Serie. Die vier Schmierstellen sind von nun an am Heck der NewAg-Modelle zentral angebracht.

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