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Maschinenringe auf der Erfolgsspur

von , am
17.06.2013

Willingen - Auch im Jahr 2012 arbeiteten Landwirte im Gegenwert von mehr als einer Milliarde Euro in den Maschinenringen. Ein zunehmendes Problem stellt allerdings der Fachkräftemangel dar.

Leonhard Ost, Präsident des Bundesverbandes der Maschinenringe e.V. (links) und Gerhard Röhrl, Geschäftsführer im BMR © Werkbild
Die Maschinenringe in Deutschland sehen sich weiter auf Erfolgskurs. Wie der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Maschinenringe (BMR), Gerhard Röhrl , berichtete, haben die Landwirte im Bundesgebiet im vorigen Kalenderjahr erneut im Gegenwert von mehr als eine Milliarde Euro in den Maschinenringen zusammengearbeitet. Diese hätten es geschafft, sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einzustellen, sagte Röhrl vergangene Woche beim Tag der Maschinenringe in Willingen.
 
 

Maschinenvermittlung ist wichtigster Einsatzbereich

Trotz jährlicher Schwankungen und einer großen Abhängigkeit von der Winterdienstsaison habe der Umsatz im Bereich Zuerwerb auf fast 365 Millionen (Mio) Euro gesteigert werden können. Durch die wachsende Anzahl gewerblicher Auftraggeber im Bioenergiebereich habe sich zudem der Verrechnungswert in den Umsatz der gewerblichen Tochterunternehmen der Maschinenringe verlagert. Der Bereich Maschinenvermittlung ist laut Röhrl mit einem Umsatz von 566 Mio Euro auch 55 Jahre nach Gründung der Organisation der wichtigste Einsatzbereich der Maschinenringe. Zunehmend schwieriger gestalteten sich allerdings die Rahmenbedingungen für die Betriebshilfe.

Kernziel Minimierung der Kosten

Weinmeister wies darauf hin, dass die Minimierung der Produktionskosten durch eine sichere Auslastung von Landmaschinen ein elementares Kernziel sei. Gerade die besonders umweltschonenden Arbeitsverfahren, die aufgrund weiter zunehmender rechtlicher Vorgaben aus den Bereichen Wasser-, Boden- und Klimaschutz verstärkt Einzug in die Praxis finden müssten, rechneten sich oftmals für den einzelnen landwirtschaftlichen Betrieb nur schwer oder gar nicht. Der Staatssekretär hob hervor, dass es durch die überbetriebliche Maschinenverwendung möglich sei, dass gerade kleine oder Nebenerwerbsbetriebe mit kalkulierbaren Kosten permanent am technischen Fortschritt teilhaben könnten, ohne ihr Kapital in eigene, teure Maschine zu binden.

Fachkräftemangel nimmt zu

Nach Angaben von Röhrl zeigt sich bei der Vermittlung von sozialer und wirtschaftlicher Betriebshilfe, dass der Fachkräftemangel, wie in anderen Branchen auch, ein zunehmendes Problem darstellt. Gerade in sozialen Notfällen erweise sich das Fehlen von qualifizierten Betriebshelfern als schwierig. Im Bereich der sozialen Betriebshilfe habe die große Mehrzahl der Einsätze über den landwirtschaftlichen Sozialversicherungsträger abgedeckt werden können; es habe sich aber als zunehmend schwierig erwiesen, diese Einsätze wirtschaftlich zu koordinieren, stellte der BMR-Geschäftsführer fest. Hauptgrund für diese Entwicklung sei die straffere Zuteilung von Leistungen. Zum Gesamtumsatz habe die Betriebshilfe 2012 mehr als 98 Mio Euro beigetragen, was aufgrund der starken Nachfrage ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr bedeutet habe.
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