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Meilensteine 2013: Strautmann Fütterungstechnik

von , am
09.10.2013

Der Landtechnikhersteller Strautmann wird auf der Agritechnica 2013 im Bereich landwirtschaftiche Fütterungstechnik ausgezeichnet. Seit 1930 produziert das Familienunternehmen Landmaschinen.

 
Der Landwirt und Schmied Bernhard Strautmann wollte seinerzeit seine Schmiede erweitern, konnte dann aber diese Gelegenheit nutzen und stieg für damals ungeheuerliche 4.000 Reichsmark ein. Unter anderem Kartoffelquetschen und sogenannte Schlepphaken wurden dort hergestellt. Diese vertrieb Wolfgangs Großvater Bernhard Strautmann schon damals bis nach Danzig und Königsberg. Nach dem Krieg stiegen Wolfgang Strautmann`s Vater Hermann und dessen Brüder Heinrich und Bernhard mit in das Unternehmen ein.
 
Mit Wolfgang Strautmann, 60 Jahre, ist mittlerweile die dritte Generation am Ruder und sein Sohn Philipp (31) steht bereits als sein Nachfolger in den Startlöchern. Bereits seit zwei Jahren ist Philipp als technischer Geschäftsführer für die Geschicke der Strautmann-Tochter im polnischen Lwowek zuständig. Dieses Tochterunternehmen wurde bereits 1990 gegründet. ?Wir produzieren dort neben einzelnen Maschinenkomponenten auch Teile des Maschinenprogramms, wie Kipper, Greifschaufeln oder auch Schneidzangen?, so Strautmann.
 

Futterentnahme aus dem Silo

Das Unternehmen hat in seiner Entwicklung laut Strautmann drei wegweisende technische Fortschritte aktiv mitbegleitet und als Hochphasen miterlebt: 1. Stalldungstreuer, 2. Ladewagen und 3. Futterentnahme aus dem Silo. Mit der Entwicklung der Silofolie begann auch für Strautmann die Zeit, sich verstärkt mit der Fütterung aus dem Silo heraus zu beschäftigen. "Wir kannten die Problematik der Futterentnahme aus dem Fahrsilo, welches mit den damaligen Ladewagen einsiliert wurde. Es wurde damals versucht, das Futter mit Spaten, Forke, umgebauten Motorsägen und noch vielerlei anderen Erfindungen effektiv aus dem Silo zu entnehmen. Mit einer Fräse begann Strautmann, sich diesem Problem zu nähern. Leider existieren hiervon keine Fotos mehr“, erklärte der Unternehmer
 

Krönung mit der DLG-Silbermedaille

Dann waren die ersten Selbstfahrer auf den Höfen zu sehen und Strautmann stieg hier im Jahr 2000 in die Entwicklung ein. "Die Kunden haben einfach mehr Wert auf Ergonomie und Ökonomie bei der Arbeit gelegt. 2002 wurden nach vielen Tests die ersten Maschinenverkauft. 2003 sind wir dann richtig aktiv mit diesem Produkt in den Vertrieb gegangen. Krönung dieser Entwicklung war dann im vergangenen Jahr die Verleihung der DLG-Silbermedaille auf der EuroTier in Hannover", betonte Wolfgang Strautmann. "Will ein Kunde heute Rinder füttern, so können wir ihn neutral beraten. Es ist unsere Stärke, ihn nicht in die Richtung des Futtermischwagens beraten zu müssen, sondern der Kunde kann angefangen bei der Greifschaufel bis hin zum selbstfahrenden Futtermischwagen alles bei uns bekommen." so Wolfgang Strautmann.
 

Fernwartung der Selbstfahrer

Heute bietet Strautmann modernste Selbstfahrer, die teilweise über 5.000 Stunden im Jahr laufen und deshalb robust sein müssen. In Zusammenarbeit mit den Händlern vor Ort wird der Service garantiert. Über die einzigartige Fernwartungsmöglichkeit ist es allerdings auch möglich, den Händler von Bad Laer aus im Service zu unterstützen. "Der Futtermischwagen ist die einzige Landmaschine, die an 365 Tagen im Jahr eingesetzt werden muss. Einsatzsicherheit und ein hervorragender Service sind daher von enormer Bedeutung. Dies versuchen wir über die Bausteine Fernwartung und Handel zu lösen." so Wolfgang Strautmann abschließend.
 

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