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Meister werden - Landmaschinenmechaniker

von , am
28.06.2013

Der Meistertitel ist nach wie vor die wichtigste Weiterbildung im Handwerk. Seit er auch zum Studium berechtigt, sind die Wege der Absolventen noch vielfältiger geworden.

Meistertitel gibt es viele: Weltmeister, Europameister oder Deutscher Meister sind Begriffe, die viel Aufmerksamkeit bekommen. Im Vergleich dazu wenig Beachtung erhalten die Meistertitel im Handwerk und doch werden an deren Erreichen hohe Anforderungen gestellt.
 
Das beginnt schon mit der Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung als Landmaschinenmechanikermeister. Denn sie gibt es nur, wenn man eine abgeschlossene Gesellenprüfung vorlegen kann oder anderweitig nachweist, dass man die
nötigen Fertigkeiten und Kenntnisse hat.

25 neue Meister an der Fahrzeugakademie Schweinfurt

25 junge Mechaniker zeigten der Fahrzeugakademie in Schweinfurt (FAS), dass sie diese Qualifikation haben und konnten vor kurzem den Meisterkurs Landmaschinenmechaniker abschließen. Der Unterricht in Fachtheorie, Fachpraxis sowie den kaufmännischen und rechtlichen Grundlagen dauerte fast 1.200 Stunden und musste von den Teilnehmern selbst bezahlt werden. Hinzu kamen noch die Prüfgebühren und Ausgaben für Unterrichtsmaterial und das Meisterstück. Dank des Meis­ter-BAföG gibt es jedoch für die Mehrzahl der Schüler Unterstützung vom Staat. Und wer die Gesellenprüfung mit mindestens "gut" bestanden hat und noch keine 25 Jahre alt ist, kann zusätzlich in den Genuss des Begabtenförderprogrammes kommen.

Meister und Betriebswirt
 
Einzigartig in Deutschland ist die Möglichkeit, den Meistertitel mit der Qualifikation Betriebswirt (HWK) Schwerpunkt Fahrzeugwesen zu kombinieren. "Etwa 40 Prozent unserer Schüler nutzen diese Möglichkeit", sagt Matthias Kaemmer, Weiterbildungsleiter an der Fahrzeugakademie. Statt der Teile III und IV der Meisterprüfung dauert der Betriebswirt zwar 300 Stunden länger und ist auch teurer, die Kursinhalte sind dafür aber speziell auf die Managementaufgaben in einer Fahrzeugwerkstatt ausgelegt.
"Mit den Kursterminen versuchen wir den Meisterschülern möglichst entgegen zu kommen", sagt Matthias Kaemmer. "Deshalb legen wir den Meisterlehrgang immer in die Wintermonate, wenn es in der Landmaschinenwerkstatt ruhiger zugeht."

Unterricht in kleinen Gruppen
 
Um effizient arbeiten zu können, setzt die Fahrzeugakademie auf kleine Gruppen im praktischen Unterricht. So können die Dozenten gezielt auf Fragen eingehen und die Schulungsinhalte den Bedürfnissen anpassen. "Ein Durchfallen gibt es bei den Landmaschinenmechanikern praktisch nicht", sagt Weiterbildungsleiter Kaemmer. "Das liegt aber nicht daran, dass die Anforderungen so gering sind, im Gegenteil, den Schülern wird viel abverlangt. Hauptgrund für die guten Prüfungsergebnisse ist die hohe Motivation der Landmaschinenmechaniker."
Meister sind gefragt
 
In den vergangenen 25 Jahren haben in Deutschland rund 7.500 Landmaschinenmechaniker die Meisterprüfung abgelegt. Das zeigt, wie beliebt die Qualifikation ist. Sorgen um die Zukunft der angehenden Meister macht sich Matthias Kaemmer nicht: "Unsere Absolventen werden von Herstellerseite stark nachgefragt, so dass sie sicher eine gute Arbeitsstelle mit entsprechender Bezahlung bekommen. Das haben sie auch dem guten Ruf der Fahrzeugakademie Schweinfurt über die Grenzen der Region hinaus zu verdanken."

Den vollständigen Artikel inklusive Interviews können Sie hier lesen ...
 

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