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Neu aufgestellt: Die Maschinenfabrik Wilhelm Stoll

von , am
22.02.2013

Nach einem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr sieht sich die Maschinenfabrik Wilhelm Stoll auch für die Zukunft gut gerüstet. Mit einem neuen Investor setzt das Unternehmen weiter auf organisches Wachstum.

Deutz-Fahr setzt weltweit auf Frontlader von Stoll. Die in der Schwinge liegende Steuerstange ermöglicht eine gute Sicht.
Die Meldungen aus der Maschinenfabrik Wilhelm Stoll in Lengede reißen nicht ab. Erst die Insolvenz der JF Maskinfabriken in Dänemark, dann die Insolvenz der Freudendahl Invest und kurz darauf die Mitteilung, dass Stoll von der DMB Deutsche Mittelstand Beteiligungen GmbH mit Sitz in Hamburg übernommen worden ist. Die Freudendahl Invest A/S hatte am 26. November 2012 in Dänemark Insolvenz angemeldet.
 
"Dies hat aber keinen Einfluss auf die Geschäftsabläufe bei Stoll", so Sven Reinke, Geschäftsführer der Wilhelm Stoll Maschinenfabrik. "Im Gegenteil, das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/2012 war mit einem Umsatz von über 85 Millionen Euro eines der erfolgreichsten und profitabelsten in der Geschichte der Wilhelm Stoll Maschinenfabrik. Wir konnten einen Gewinn erzielen, der deutlich über unseren Erwartungen lag. Der Umsatz im Bereich Frontlader stieg um zehn Prozent auf gut 76 Millionen Euro. Dazu kamen fast acht Millionen Euro Umsatz mit Grünfuttererntemaschinen. Maßgeblich für diese Entwicklung ist die in den vergangenen Jahren nachhaltige strategische Ausrichtung des Unternehmens. Wir haben uns zum reinen Frontladerspezialisten gewandelt und sind für die künftigen Anforderungen der Märkte gut aufgestellt."

Potenzial im Export

Rund 50 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet Stoll bislang in Deutschland. "Deutschland ist ein sehr stabiler Markt für uns. 2012 konnten wir hier rund 5 800 Frontlader verkaufen", berichtet Frank Selent, Vertriebsleiter bei Stoll. "Um weiter zu wachsen, konzentrieren wir uns auf den Ausbau unseres globalen Vertriebsnetzes. Besonderen Fokus legen wir derzeit auf die Länder der ehemaligen GUS-Staaten, Frankreich und Süd-Osteuropa und Nordamerika", erläutert Frank Selent weiter. "Wir können uns jetzt ganz auf unsere Kernkompetenz, den Frontladerbau, konzentrieren. Somit können wir auch im Vertrieb den schon vor Jahren begonnenen Weg der globalen Positionierung unserer Qualitätsprodukte nachhaltig weiter gehen. Unser Plan ist es verstärkt in neue Märkte zu investieren, auch in solche, wo wir schon einmal vertreten waren. So wird zum Beispiel Stoll Russland neu installiert und auch in Frankreich werden wir unsere Vertriebsaktivitäten verstärken."
 
Stoll wurde über Jahre durch eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft mit der Lemken GmbH & Co. KG in Frankreich repräsentiert. Um die Marktposition in Europas größtem Agrarmarkt weiter ausbauen zu können, soll der Fokus noch stärker auf Vertrieb und Service gesetzt werden. Dafür wird Stoll noch in 2013 eine neue Vertriebsgesellschaft in Frankreich etablieren. Bis zur vollständigen Aufnahme aller operativen Tätigkeiten zum 1. Oktober 2013 werden alle Verkaufs- und Serviceaktivitäten wie bisher von der Lemken Stoll France sarl durchgeführt. Auch auf der SIMA werden beide Firmen gemeinsam auftreten.
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