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Meilensteine der Landtechnik

New Holland ist "Clean Energy-Leader"

Michael Bindl/agrarheute
am
10.11.2015

Der Landtechnikhersteller New Holland bezeichnet sich selbst als "Clean Energy Leader". Nicht nur die Motoren, sondern die ganze unternehmerische Tätigkeit steht unter diesem Umweltgedanken. Hier finden Sie ein Überblick der Entwicklungen bei Motoren und Antrieben.

Die Abgasgrenzwerte für Landmaschinen verschärfen sich stetig. Um die derzeit gültigen Abgasstufe IV beziehungsweise Tier 4 final einzuhalten, müssen immer neue technische Lösungen zur Einhaltung der Schadstoffobergrenzen entwickelt werden. New Holland und FPT (Fiat Pover Train), die Motoren-Schmiede des CNH-Konzerns, nahmen mit ihren Lösungen schon immer eine Führungsrolle ein. So setzte das Unternehmen beireits zur Erfüllung der Abgasstuffe III b auf eine Abgasnachbehandlung durch die so genannte selektive katalytische Reduktion (SCR), die zuvor schon in der Nutzfahrzeugbranche zum Einsatz kam. Durch die Abgasnachbehandlung mit wässrigem Harnstoff konnten die Motoren im leistungsoptimierten Bereich betrieben werden.

Neben den Lösungen zur Emissionsminderung der Motoren arbeitet das Unternehmen aber auch an der Effizienz der Aggregate. Derzeit liegt der Wirkungsgrad der Verbrennungsmotoren bei 45 Prozent. Mit intelligenten Nebenaggregaten und integrierten Energiemanagmentsystemen rechnet New Holland in naher Zukunft mit einem thermischen Wirkungsgrad von bis zu 55 Prozent.

Alternative Antriebe

Neben der Motorenentwicklung setzt New Holland auch auf die Entwicklung von alternativen Antriebskonzepten. Die erste bedeutende Entwicklung stellte dabei der erstmals auf der SIMA 2009 vorgestellte Wasserstoff-Traktor NH2TM dar. Unter der Haube des herkömmlichen T6000-Traktors befanden sich Brennstoffzellen, die den in Tanks mitgeführten Wasserstoff mit Hilfe von Luftsauerstoff in elektrische Energie und Wasserdampf umwandeln. Der produzierte elektrische Strom wird letzlich in Elektromotoren in Bewegung gesetzt. Die schlechte Speichermöglichkeit von elektrischer Energie ist das Hauptproblem. Diese lässt eine sinnvolle Nutzung, vor allem in Fahrzeugen, bis jetzt nur begrenzt zu.

Grundidee ist es daher mit dem elektrischen Strom zum verfügbaren Zeitpunkt mit Hilfe des Vorgangs der Elektrolyse Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten und den Wasserstoff in Hochdrucktanks zu speichern. In Brennstoffzellen, wie sie im NH2TM-Traktor verbaut sind, kann der Wasserstoff dann wieder zu Strom zurückgewonnen werden. Wegen der hohen Kosten der Brennstoffzellen hat New Holland die Entwicklungsarbeit, ws den Wasserstoff-Traktor anbelangt, eingestellt.

Auf der Agritechnica 2013 präsentierte das Unternehmen einen Methan-Traktor. Anstatt von Brennstoffzellen findet diesmal ein mit Methangas betriebener Verbrennungsmotor unter der Haube Platz. Das Problem der Speicherung stellt auch hier eine der größten Hürden dar, denn die ersten Prototypen kommen mit einer Tankfüllung nur etwa zwei Stunden aus.

Strategie basiert auf 4 Säulen

Die "Clean Energy-Leader"-Strategie von New Holland basiert mittlerweile auf vier Säulen.

  • Energieerzeugung: Dabei ist die Unterstützung des Anbaus, der Pflege und der Enrte von Agrarbiomasse durch New Holland-Maschinen gemeint.
     
  • Produktive Effizient: Unter diesem Begrieff werden Lösungen zur Steigerung der Produktivität in der Landwirtschaft vermarktet.
     
  • Nachhaltige Landwirtschaft: New Holland setzt sich für eine Schonung des Bodens und eine Reduktion der Treibhausgase ein, um auch in Zukunft eine hohe Ertragsfähigkeit zu garantieren.
     
  • Engagiertes Unternehmen: Der Umweltgedanke steht im Mittelpunkt aller unternehmerischer Tätigkeiten.

New Holland: Der Traktor der Zukunft

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