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Ausbildung

Niedersachsen fördert T-Führerschein

Azubi mit Betriebsleiter am Traktor
© landpixel
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Andreas Holzhammer , agrarheute
am
15.05.2018

Die EU und das Bundesland Niedersachsen bezuschussen ab sofort den Erwerb des T-Führerscheins für Azubis. So sieht die Förderung aus.

Wie der Pressedienst des Landvolks Niedersachsen meldet, fördern die EU und das Land Niedersachsen für aktuelle und künftige Azubis sowie andere Gruppen aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus dem Gartenbau ab sofort den Erwerb der Fahrerlaubnis der Klasse T. Die EU und das Land fördern diese Qualifizierungsmaßnahmen, die die vier niedersächsischen Deula-Lehranstalten in Hildesheim, Freren, Nienburg und Westerstede anbieten.

Insgesamt 1,1 Millionen Euro stellen die EU und das Land Niedersachsen jährlich für die Qualifizierungsmaßnahme zur Verfügung. Die Ausbildung zum T-Führerschein an den Deula-Lehranstalten kann mit 60 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden. Die Ausgaben für Prüfgebühr, Sehtest und der Erste-Hilfe-Kurs sind nicht förderfähig und von den Fahrschülerinnen und -schülern selbst zu tragen.

Förderung des T-Führerscheins: die Bedingungen

Die Förderung begünstigt folgende Personengruppen:

  • Auszubildende (inkl. so genannte „Freie Ausbildung im Norden“), angestellte Mitarbeitende, mitarbeitende Familienangehörige und Selbständige im Voll- und Nebenerwerb,
  • Berufsfachschüler (BFS) Agrarwirtschaft/Gartenbau nach Vorlage eines Ausbildungsvertrages ab dem ersten Schultag,
  • Abiturienten an Fachgymnasien Agrarwirtschaft ohne Vorlage eines Ausbildungsvertrages ab dem ersten Schultag,
  • Abiturienten an allgemeinbildenden Schulen (gelten wegen verkürzter Ausbildungszeit quasi als Auszubildende) nach Vorlage eines Ausbildungsvertrages innerhalb von sechs Monaten vor Ausbildungsbeginn.

Die Teilnehmenden müssen ihren ersten Wohn- bzw. Betriebssitz und ihren Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz in Niedersachsen haben.

Auszubildende zur Fachkraft Agrarservice sind ausgeschlossen, weil der Führerschein hier Bestandteil der Ausbildung und daher nicht förderfähig ist.

Mit Material von Landvolk Pressedienst

Führerscheinklasse L, T und C/CE: Diese Maschinen dürfen Sie fahren

Fendt mit Pflug auf Straße
Mit der Fahrerlaubnisklasse L können ab einem Alter von 16 Jahren Zugmaschinen, also Traktoren, mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit (bbH) bis 40 km/h gefahren werden. Das gilt jedoch nicht, wenn Anhänger mitgeführt werden. © Werkbild
Fendt mit Anhänger auf Straße
Mit einem Anhänger am Traktor darf man mit dem L-Führerschein maximal 25 km/h schnell fahren. Das gilt auch, wenn der Anhänger bis 40 km/h zugelassen ist. © agrarfoto
Mähdrescher in Getreidefeld
Auch selbstfahrende Arbeitsmaschinen, wie Mähdrescher, dürfen mit dem L-Führerschein gefahren werden. Jedoch gilt auch hier eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h. © agrarfoto
Xerion auf der Straße
Mit dem T-Führerschein kann man ab einem Alter von 16 Jahren Schlepper mit einer bbH bis 40 km/h fahren. Ab 18 Jahren ändert sich das: Dann dürfen die Traktoren bis 60 km/h schnell sein. Diese Geschwindigkeiten gelten auch, wenn man einen Anhänger mitführt - sofern der Anhänger auf die jeweilige Höchstgeschwindigkeit zugelassen ist. © Julia Eder/agrarheute
Roder auf der Straße
Selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Mähdrescher, Häcksler oder Roder dürfen mit der Klasse T bis zu einer bbH von 40 km/h gefahren werden. © agrarfoto
John Deere auf Baustelle
Achtung ist geboten beim Zweck: Die beschriebenen Führerscheinklassen L und T dürfen nur im Rahmen von land- oder forstwirtschaftlichen Zwecken eingesetzt werden. Fährt man zum Beispiel für einen Bauunternehmer Bauschutt, Erde oder Sand, hat dies nichts mit den lof-Zwecken zu tun und somit muss der Fahrer die Führerscheinklasse C/CE besitzen. © Julia Eder/agrarheute
Agrotruck im Feld
Auch mit so genannten Agrotrucks können lof-Zwecke erfüllt werden. Wenn diese allerdings - was in der Regel der Fall ist - eine bbH von mehr als 60 km/h haben, ist hier ein C- bzw. mit Anhänger ein CE-Führerschein nötig. Dieser kann ab 21 Jahren erworben werden. © Werkbild
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