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Kehrbesen

Die passende Kehrmaschine für Hof und Stall

Martin Vaupel/LWK Niedersachsen/Bernadette Schweiger/agrarheute
am
14.06.2016

Das Angebot an Kehrmaschinen, die auch für die Landwirtschaft geeignet sind, ist groß. Mit dem richtigen Kehrbesen sind Hof und Stall schnell sauber.

Die Land und Forst hat in ihrer Ausgabe 15/April 2016 das Angebot an Kehrbesen vorgestellt. Bei der Anschaffung einer Kehrmaschine sollte auf Folgendes geachtet werden:

  • Soll der Feger zur täglichen Säuberung des Futtertisches genutzt werden, dürfen nur Besen aus Kunststoff zum Einsatz kommen. Eventuell abbrechende Borsten können ins Futter gelangen, was bei Stahlborsten schwerwiegende Folgen haben kann.
  • Beim Einsatz nur auf den Hofflächen eignet sich eine Kombination aus Stahl- und Kunststoffborsten. Diese sind aggressiver und können hartnäckige Verschmutzungen besser entfernen.
  • Sogenannte Wildkrautbürsten mit Stahlborsten können Unkräuter oder Grün- und Moosbewuchs vom Pflaster entfernen. Hier ist Vorsicht geboten, da manches Pflaster auch verkratzen kann.
  • Einsatz im Winterdienst: Geringe Schneemengen lassen sich ebenfalls leicht und schnell mit Kehrmaschinen entfernen.

Handgeführte Besen

  • Besonders bei kleineren Hofflächen, Fußwegen und Zufahrten sind handgeführte Kehrmaschinen im Vorteil. Diese Besen sind wendig und kompakt gebaut und auch bei beengten Verhältnissen kann man so auf den Handbesen verzichten.
  • Radialbesen eignen sich besonders an Wänden und Kanten. Sie werden auch bevorzugt genutzt, um das Futter in der Rinderfütterung nachzuschieben. Hier wird der Schmutz zu einem Schwad zusammengefegt.
  • Auch bei dieser Besenform gibt es mittlerweile Auffangmöglichkeiten, um den zusammengefegten Dreck aufzunehmen.
  • Auch Walzenkehrmaschinen werden als handgeführte Besen angeboten. Dabei handelt es sich um motorbetriebene Einachsmaschinen.
  • Akkubetriebene Handkehrmaschinen sind auf dem Vormarsch. Die mit Lithium-Ionen-Akkus ausgestatteten Feger bieten mittlerweile hohe und verlässliche Einsatzsicherheit. In geschlossenen Räumen kann man damit bedenkenlos arbeiten.

Schiebebesen

  • Wegen des einfachen Aufbaus und der unkomplizierten Handhabung haben die Schiebebesen in der Landwirtschaft an Bedeutung gewonnen.
  • Je nach Einsatzzweck können unterschiedlich viele Bürstenreihen hintereinander angeordnet werden.
  • Bei einem Hersteller sind ein Teil der Bürstenreihen V-förmig angeordnet, wodurch eine bessere Sammlung des Kehrgutes erreicht werden soll.
  • Beim Schiebebesen wird der Schmutz nur in Schubfahrt zusammengeschoben. Eine aktive Aufnahme ist nicht möglich.
  • Da der Besen keinen Antrieb hat, kann es nicht zu Ölverlusten kommen.
  • Die Staubentwicklung ist gegenüber den rotierenden Walzen geringer.
  • Sie können einfach an der Euro-Aufnahme des Frontladers oder der Schaufel befestigt werden.
  • Gängige Arbeitsbreiten sind 1,50 bis 4 Meter.
  • Die Bürstenreihen können bei Verschleiß getauscht werden.

Anbaukehrmaschinen

  • Die Hersteller bieten für jedes Fahrzeug die entsprechenden Kopplungsmöglichkeiten an.
  • Beim Schlepperanbau besteht die Möglichkeit den Kehrbesen im Heck- oder in der Fronthydraulik zu fahren.
  • Die Durchmesser der Walzen werden im Bereich zwischen 50 und 80 cm angeboten.
  • Angetrieben werden die Walzenbesen über die Zapfwelle oder per Ölmotor.
  • Eine Auffangwanne für Schmutz gehört mittlerweile zur Serienausstattung.
  • Ein Radialbesen als Sonderausstattung eignet sich, um sauber an Kanten und Wänden entlang zu fegen.
  • Die richtige Einstellung der Stützräder ist wichtig.
     

Kehrmaschinen: So finden Sie die Richtige

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