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Kosten-Check

Ratgeber: So können Sie Maschinenkosten senken

am Mittwoch, 29.06.2016 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Wer knapp bei Kasse ist, sollte seine Maschinenkosten kritisch überprüfen. Hier können Sie schnell anpacken und mehrere Tausend Euro einsparen.

Die Schwankungen der Maschinenkosten für Eigenmechanisierung und Lohnunternehmerkosten je Hektar können im Vergleich von Low-Input- und High-Input-Betrieben bei mehreren hundert Euro liegen. Kommen gering mechanisierte Betriebe mit 350 bis 400 Euro/ha im Jahr aus, betragen diese Kosten bei gut oder übermäßig ausgestatteten Betrieben häufig mehr als 600 Euro/ha im Jahr. Dies gibt einen Anreiz, langfristig die eigene Ausstattung mit den Angeboten der Lohnunternehmer zu vergleichen.

Ein Traktor verursacht die höchsten Kosten

Eine Neuanschaffung lohnt sich ausschließlich, wenn die Auslastung von mindestens 600 Stunden im Jahr gegeben ist. So kann ein 120-PS Schlepper für 132.000 Euro brutto je nach Auslastung zwischen rund 51 Euro/h und 22,50 Euro/h kosten. Die niedrigen Kosten fallen an, wenn Sie den Schlepper 1.000 Stunden im Jahr einsetzen können, die hohen Kosten, wenn nur 300 Stunden Einssatzzeit vorliegen.

Tipp: Prüfen Sie, ob der Neukauf wirklich notwendig ist. Ein Neukauf ist sinnvoll, wenn die Instandhaltungskosten der alten Maschine die Kosten für die Neuanschaffung, Finanzierung und Unterhaltung der neuen Maschine übersteigen.

Überbetrieblicher Maschineneinsatz

Weiter können Sie im Voraus schon überlegen, ob ein überbetrieblicher Maschineneinsatz möglich ist, um die Maschine besser auslasten zu können. Dementsprechend hoch kann die Dimensionierung der Maschine ausfallen. Hier gibt es mehrere Gestaltungsmöglichkeiten:

  • Befinden sich bekannte oder benachbarte Landwirte in der Nähe, besteht die Möglichkeit, diesen mit gegenseitigem Austausch, Verleih von Maschinen oder Lohnarbeit weiterzuhelfen.
  • Darüber hinaus gibt es den Weg, eine Maschinengemeinschaft (GbR, GmbH) zu gründen, in der die Einsätze der Maschine unter den Teilhabern abgesprochen werden.
  • Maschinenringe helfen in Einzelfällen auch aus, eine Maschine zu vermitteln, wenn diese auf einem Betrieb nicht ausgelastet ist.

Alle Maschinen auf Auslastung prüfen

Prinzipiell sollten Sie alle Maschinen, die nur saisonal im Einsatz sind, also augenscheinlich schon nicht ausgelastet sind, auf Herz und Nieren überprüfen. Der Schlepper, der jeden Tag vor dem Futtermischwagen läuft, ist selbstverständlich unersetzlich.

Vor dem Neukauf ist gerade bei Maschinen anzuraten, die unter der Auslastungsschwelle liegen, nach guten Gebrauchtmaschinen Aussicht zu halten. Diese halten durch gute Pflege und Wartung unter Umständen noch Jahre, verursachen aber geringere Kosten als eine Neuanschaffung.

Regelmäßige Pflege und ein Umgang nach guter fachlicher Praxis helfen ebenfalls, Kosten zu senken. Häufig sind es nur Kleinigkeiten wie Reifendruck oder Zapfwellendrehzahl, die angepasst werden müssen, damit Sie kurzfristig Geld sparen können.

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