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Precision Farming

Sapos-Korrektursignal jetzt auch in Baden-Württemberg kostenlos

Traktor mit Pflanzenschutzspritze und Sensor.
am Montag, 30.03.2020 - 12:24 (Jetzt kommentieren)

Nachdem einige Bundesländer ein kostenloses Korrektursignal für Landwirte zur Verfügung stellen, zieht auch Baden-Württemberg nach. Das sind die Details.

In einigen Bundesländern können Landwirte das Sapos- Korrektursignal kostenfrei oder mit geringen Gebühren nutzen (agrarheute berichtete). Jetzt zieht auch Baden-Württemberg nach. Dazu sagte Peter Hauk, der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: „Wir werden Sapos künftig als Teil der digitalen Daseinsvorsorge in Baden-Württemberg für jedermann für jedwede Zwecke für eine unbegrenzte Zahl an Nutzern performant, ausfallsicher und entgeltfrei bereitstellen“.

Sapos-Korrektursignal für Precision Farming-Anwendungen

Traktoren, Mähdrescher und andere Erntemaschinen fahren mit dem Korrektursignal auf bis zu 2 bis 3 cm genau. Aber auch für die Ertragskartierung oder die teilflächenspezifische Aussaat und Dünung ist das Signal wichtig. Ziel ist die Präzisionslandwirtschaft, die durch sehr genaues abreiten Treibstoff, Dünger und Pflanzenschutzmittel einsparen soll.

RTK-Signal für genaues Arbeiten

Durch den bundesweiten Satellitenpositionierungsdienst Sapos lassen sich die Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS und Galileo sehr genau nutzen. Dazu sind in Deutschland in Abständen von 30 bis 70 km länderübergreifend Referenzstationen in Betrieb. Das System ist nicht neu und wird bereits in anderen Bereichen, wie in der Bauwirtschaft genutzt. Bisher war der Dienst jedoch teuer. Für die Landwirtschaft haben häufig Landtechnikhändler eine RTK-Station installiert, um ihren Kunden ein Korrektursignal anzubieten.

Anmeldegebühr ohne weitere Kosten

In Baden-Württemberg betreibt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung das Sapos-System. Derzeit arbeite das Landesamt „mit Hochdruck an der Aufrüstung des Sapos-Systems“, heißt es in der Pressemeldung des Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR).

Bereits 2019 startete eine Testphase, an der 100 Landwirte aus Baden-Württemberg teilnehmen konnten. Für Sapos soll zukünftig keine Nutzungsgebühr, sondern nur eine einmalige Anmeldegebühr von 150 Euro pro Gerät fällig werden.

Sapos in Baden-Württemberg beantragen - so geht´s

Das Sapos-Korrektursignal in Baden-Württemberg lässt sich auf der Internetseite des Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung (LGL) Baden-Württemberg www.sapos-bw.de beantragen. So geht´s:

  • Unter der Rubrik „Registrierung" (oben) das pdf-Formular für Open SAPOS Baden-Württemberg herunterladen.
  • Kontaktdaten eingeben
  • Wichtig: Nur "Ich beantrage einen Zugang zum hochpräzisen Echtzeitpositionierungsservice Sapos HEPS" auswählen und die Anzahl der GPS-Empfänger eintragen!
  • Das Landesamt empfiehl das pdf-Dokument digital auszufüllen, abzuspeichern und per E-Mail an sapos@lgl.bwl.de zu senden.

Hinweis: Auf Nachfragen von agrarheute bittet das LGL Baden-Württemberg um Verständnis, dass aufgrund der aktuellen Einschränkungen durch das Coronavirus die Bearbeitung neuer Sapos-Anträge einige Wochen dauern kann.

Mit Material von LGL Baden-Württemberg, MLR Baden-Württemberg

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