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Marktentwicklung

Sattes Umsatzplus für deutsche Landtechnik

Silomais häckseln
am
21.08.2018

Das erste Halbjahr spülte gut 5 Mrd. Euro in die Kassen der heimischen Landtechnikindustrie. In Europa brummt es, doch einige andere Märkte schwächeln.

14 Prozent mehr Umsatz – diesen Rekord kann die deutsche Landtechnikbranche für das erste Halbjahr verbuchen. Damit erreichen die hierzulande produzierenden Landmaschinen- und Traktorenhersteller gut 5 Mrd. Euro.

„Wir bewegen uns momentan in einem sehr guten Marktumfeld. Die Fabriken sind im Durchschnitt für die nächsten drei Monate voll ausgelastet. Damit erreichen wir einen Spitzenwert, der im August nur selten gemessen wird“, berichtet der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), Dr. Bernd Scherer.

Das Wetter zeigt noch keine Auswirkungen

Die zum Teil extreme Trockenheit habe sich auf das Landmaschinengeschäft in Deutschland und Europa bislang noch nicht ausgewirkt. Zwar rechnet der VDMA mit einem leichten Rückgang bei den Aufträgen, für das gesamte Jahr aber mit einem guten Branchenergebnis.

Das starke Halbjahresplus verdankt die Landtechnikindustrie dem VDMA zufolge vor allem der dynamischen Marktentwicklung in der Eurozone. Spitzenreiter sei weiterhin der deutsche Markt.

Starkes Wachstum in Deutschland

Die Umsätze aus Geschäften mit den heimischen Vertriebspartnern seien um 19 Prozent auf 1,4 Mrd. Euro gestiegen.

Ähnlich gute Ergebnisse seien in fast allen Euroländern verbucht worden. Das gelte vor allem für den wichtigsten Exportmarkt Frankreich nach dem schwierigen Jahr 2017. „Da die Franzosen von der Trockenheit nahezu komplett verschont geblieben sind, profitieren sie jetzt ganz besonders von den guten Getreidepreisen“, erläuterte Scherer.

Aber auch das Überseegeschäft habe seit Jahresbeginn kräftig angezogen. Geholfen hat dabei laut Scherer der wieder schwächere Euro.

Osteuropa schwächelt

Gesunken sind die Umsätze jedoch in osteuropäischen Schlüsselmärkten: Im ersten Halbjahr gingen Landmaschinen und Traktoren für rund 400. Mio Euro nach Russland und in die Ukraine.

Aufgrund schwacher Getreidepreise sei vor allem die Erntetechnik von den Rückgängen betroffen gewesen. Scherer kritisierte in dem Zusammenhang die anhaltende russische Protektionspolitik. Ganz aktuell würden die Lokalisierungsregeln für die Traktorfertigung massiv verschärft.

Mit Material von AgraEurope

DLG-Imagebarometer: Die beliebtesten Landtechnikhersteller 2017

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