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Maissilage

Silo-Futterentnahme: Diese Technik reduziert Verluste

Trioliet/Katharina Krenn
am
01.04.2016

Nicht nur die optimale Futterlagerung, auch eine futterschonende Silage-Entnahme ist wichtig, um die Futterqualität zu garantieren. Die richtige Entnahme-Technik hilft, Futterverluste durch Nachgärungen zu vermeiden.

Während dem Einlagern der Silage zunächst viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet wird, wird laut Meinung des Landtechnikherstellers Trioliet bei der Entnahme häufig weniger auf den Erhalt der Qualität geachtet. Die Viehhalter verlören so jährlich viel Geld durch unnötige Futterverluste. Die richtige Entnahmetechnik könne jedoch zunehmende Gärprozesse im Silo verhindern, so Trioliet.

Vorteile von Schneidsystemen

Nicht alle Siloentnahmegeräte sind laut Trioliet„silofreundlich“. Silogreifer und Silozangen sorgen dafür, dass die Silage herausgezogen wird. Dadurch steigt die Temperatur im Silo, was zu einem unnötigen Futterverlust führt. Mit einem Schneidsystem bleibt, so Trioliet, die Anschnittfläche glatt und dicht. Sauerstoff kann nicht in das Silo eindringen. Darüber hinaus kann weniger Regenwasser eindringen und es bleibt kein loses Futter vor dem Silo liegen.

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Verluste durch Nachgärungen

Laut "Farmers Weekly" verursachen Nachgärungen einen Futterwertverlust von etwa 5 bis 10 Prozent  und eine um 20 bis 30 Prozent geringere Trockenmasseaufnahme der Kuh. Ein Silo mit 35 Prozent Nachgärung verursacht einen Verlust von 1.250 VEM (Futtereinheiten Milch) je Kuh.

„Dieser Mangel wird in der Regel durch Kraftfutter ausgeglichen, was einen Kostenpunkt darstellt, der sich schnell auf 80 Euro pro Kuh und Jahr beläuft“, erklärt Trioliet. Der Hersteller bezieht sich auf die Ergebnisse eines niederländischen Feldversuchs zur Futterqualität in 40 Milchviehbetrieben, bei etwa 46 % der Maissilagen und 58 % der Grassilagen beginnende bis starke Gärung auftritt.

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