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Absatzzahlen 2015

Technik für den Ackerbau: Landwirte investieren 14 Prozent weniger

AgE/agrarheute
am
21.03.2016

Die Verkäufe von Technik für Bodenbearbeitung, Aussaat und Düngung sowie für den Pflanzenschutz sind in Europa 2015 im zweistelligen Prozentbereich zurückgegangen. 2016 sollen Landwirte noch deutlich weniger Technik kaufen.

Wie der EU-Dachverband der Landmaschinenindustrie (CEMA) am vergangenen Freitag mitteilte, sank 2015 - nach vorläufigen Berechnungen - das Marktvolumen von Geräten für den Ackerbau in der Europäischen Union gegenüber dem Vorjahr um zirka 14 Prozent auf 3,09 Milliarden Euro. Für 2016 erwartet die Branche einen weiteren deutlichen Rückgang.

So stark sank die Nachfrage nach Technik

Laut CEMA sank die Nachfrage im vergangenen Jahr um zwölf Prozent nach:

  • Pflanzenschutzspritzen,
  • Düngerstreuern und
  • Sämaschinen.
  • Die Nachfrage nach Bodenbearbeitungsgeräten schrumpfte um 16 Prozent.

Der Verband erwartet, dass sich dieser Trend 2016 umkehren wird, da sich der Markt für Bodenbearbeitungsgerät bereits auf niedrigem Niveau eingependelt habe. Hier wird ein vergleichsweise moderater weiterer Rückgang um vier Prozent erwartet.

Hingegen könnte die Nachfrage nach Pflanzenschutzspritzen, Düngerstreuern und Sämaschinen nach Einschätzung der CEMA gegenüber 2015 um 19 Prozent sinken.

Das sind die Hauptgründe für die gesunkene Nachfrage

"Niedrige Rohstoffpreise und die damit verbundenen verhältnismäßig niedrigen Einnahmen der Landwirte sind die Hauptgründe für die gesunkene Nachfrage", erklärte Philip Nonnenmacher, Koordinator der drei CEMA Produktgruppen.

Wie die AgE mitteilt, müsse man gleichwohl berücksichtigen, dass der Rückgang der Nachfrage auf einen Spitzenabsatz im Jahr 2013 folge. Das bedeute, dass der gegenwärtige Verkauf in etwa dem Durchschnittsniveau der vergangenen acht Jahre entspreche.

Neue Vorsitzende gewählt

Wie CEMA bekannt gab, wurde bei einem Treffen am 8. und 9. März bei dem Landtechnikhersteller Horsch in Schwandorf der Vorsitz der Produktgruppen neu gewählt.

Künftig ist der Schwede Mattias Hovnert von der Väderstad AB für Bodenbearbeitungsgeräte zuständig, während Christoph von Starck von der Horsch Maschinen GmbH den Bereich Pflanzenschutzspritzen vertreten wird.

Massimo Bergo von der italienischen Firma Maschio Gaspardo S.p.a. bleibt Vorsitzender der Produktgruppe Sämaschinen und Düngerstreuer.

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