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Fahrbericht

Testergebnis Ford Ranger: Spritverbrauch und Allrad überzeugen

Ford Ranger Limited Pick-up im Feld
Markus Pahlke, dlz agrarmagazin
am
06.12.2016

Im dlz-Test musste der Ford Ranger im Feld und auf der Straße beweisen, dass er für den täglichen Einsatz auf einem landwirtschaftlichen Betrieb geeignet ist.

Ford hat in diesem Segment etwas zu verteidigen: Der Ranger war 2014 und 2015 der meistverkaufte Pick-up in Deutschland. Mit fast 5.700 Exemplaren hängte er den VW Amarok letztes Jahr um gut 1.000 Fahrzeuge in der Sparte ab – und das in einer Klasse, in der andere Hersteller gerade einmal von der Differenz leben.

Ford Ranger überzeugt durch niedrigen Spritverbrauch

Der 2,2- l-Common-Rail-Dieselmotor mit der Abkürzung TDCi leistet 118 kW beziehungsweise 160 PS.  Damit waren wir sowohl abseits der Straße als auch im Anhängermodus gut unterwegs und zufrieden. Der Motor zieht gut durch und entfaltet seine Kraft harmonisch. Positiv überrascht waren die dlz Redakteure beim Verbrauch: Durchschnittlich 10,4 l bei zügiger Fahrweise auf der Autobahn sind ein sehr vernünftiger Wert und auch mit Anhänger wurden die 11 l Diesel nicht überschritten.

Allrad einfach zuschaltbar

Der Testwagen war mit einem manuellen Ford-Durashift-6-Gang-Schaltgetriebe ausgestattet. Hauptgetriebe und Untersetzungsgetriebe ließen sich problemlos schalten, wobei es manchmal etwas hakelig zuging. Unsere Empfehlung ist ein Automatikgetriebe, das vor allem das Ziehen von Lasten deutlich stressfreier macht. Die Allradfunktionen sind einfach zu handhaben; die Symbole auf dem Drehschalter und die Taste zur Differenzialsperre sind selbsterklärend.

Der Wendekreis liegt bei rund 13 m und damit im Mittelfeld. Auch die Bodenfreiheit machte in Wald, Feld und Wiese keine Probleme. Mit rund 20 cm unter den Achsen und einem Böschungswinkel von 28 Grad bietet der Pick-up genügend Bodenfreiheit, um in schwierigem Gelände vorwärtszukommen.

Ladefläche ist den Testern zu kurz

Mit einer Länge von 1,55 m ist die Ladefläche etwas kurz. Das ist der geräumigen Doppelkabine geschuldet. Wer hinten mehr Platz braucht, muss entweder auf die mit einem Notsitz ausgestattete Extrakabine oder, falls noch mehr Platz auf der Ladefläche vonnöten ist, auf die Einzelkabine ausweichen. Dann werden hinten 1,85 m oder sogar 2,30 m für die Ladung frei. Die Laderaumbreite von 1,14 m zwischen den Radkästen (sonst 1,56 m) ermöglicht das Laden einer Europalette längs auf das Fahrzeug.

Die Laderaumbordwand ist 51 cm hoch. Um von der Seite über die Bordwand zu greifen, muss die Höhe von 1,34 m überwunden werden. Das ist vor allem für kleinere Personen eine Herausforderung und für das Beladen von der Seite eher unpraktisch. Andererseits ist die Ladung damit windgeschützt.

Aufgeräumtes Cockpit

Das Cockpit wirkt aufgeräumt und ist sauber verarbeitet. Das Testfahrzeug war mit einem großen Monitor und umfangreicher Multimedia-Steuerung und Rückfahrkamera ausgestattet. Die Bedienung war weitgehend selbsterklärend. Radio- und Freisprecheinrichtung funktionierten sehr gut. Das Instrumentarium der Tachoanzeige besteht bei der von uns gefahrenen Ausführung „Limited“ aus einem zentralen analogen Tacho, der von zwei farbigen Digitaldisplays flankiert wird. Letztere ­lassen sich mit individuellen Anzeigen belegen.

Wie schon bei der Ladefläche angemerkt, ist der Innenraum sowohl vorne als auch hinten für erwachsene Personen komfortabel. So liegt die Beinfreiheit vorne bei 1 m, auf der Rückbank bei rund 10 cm weniger. Die Kopffreiheit liegt mit rund 1 m Meter vorne und hinten gleichauf. Unter den Rücksitzen bietet sich Stauraum, in dem zum Beispiel Zurrgurte untergebracht werden können.

 

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Dezember 2016 erschienen.

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Mit Material von Josef Müller
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