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traction-Arbeitsprobe: Teleskoplader Claas Scorpion 9055

© traction
von , am
05.02.2015

Unterm Blech des neuen Teleskoplader Scorpion von Claas hat sich viel getan. Die traction-Redakteure haben dem 9055 im Arbeitseinsatz einiges abverlangt und ihn ausführlich getestet.

In den vergangenen Jahren ist der Markt für Teleskoplader deutlich gewachsen. Was vor 21 Jahren bei Claas mit der Ranger-Serie begann, führt das aktuelle Topmodell 9055 eindrucksvoll weiter. Die traction-Redakteure haben sich den Teleskoplader im Praxistest genau angesehen:
 
Der Teleskoparm wird serienmäßig hydraulisch verriegelt. Entriegeln können wir ihn aus Sicherheitsgründen nur per Zweihandbedienung: Man muss gleichzeitig einen Kippschalter links vom Lenkrad drücken und den Joystick betätigen. Der Kippwinkel der Werkzeuge beträgt stolze 152° - top!
 
Gut gefallen hat uns auch die Position der Kuppler: Sie liegen geschützt im Anbaurahmen der Aufnahme und werden somit kaum beschädigt, wenn man Werkzeuge aufnimmt. Die Kippkinematik verbesserten die Claas-Ingenieure und setzen nun auf eine Unterzugkonstruktion, die die Loßreiskräfte erhöhen soll. Claas gibt die maximale Traglast mit 5,5 t und die Höhe mit 8,75 m an. Fährt man den Arm komplett aus, bleiben noch 2,2 t Resttraglast vorne übrig.

Der neu konstruierte Teleskoparm liegt tief im Rahmen: Das soll die Standsicherheit und die Sicht nach rechts verbessern. Eingezogen wird der Arm sanft mit 16 wartungsfreien Gleitlagern in seinem Gehäuse. Auch für den Hub- und Teleskopzylinder gibt es Endlagedämpfungen. Fährt man schneller als 7 km/h, wird der RBS-Laststabilisator (bei angewählter Automatik) aktiviert. Unter 7 km/h ist das System automatisch inaktiv, um beispielsweise Stapelarbeiten feinfühlig zu erledigen.

Teleskoparm mit sanftem Einzug

Der Joystick liegt gut in der Hand, lässt sich feinfühlig steuern und wirft vor allem auch für Neulinge kaum Fragen auf. Der Joystick bietet auch einen Knopf zur direkten Schaufelrückführung. Die klare Farbaufteilung der Bedienelemente (Rot=Sicherheit, Grau=Licht und Elektrik, Grün=Hydraulik, Orange=Fahrantrieb, Blau=Lenken und Fahren) ist auf dem Joystik leider nicht konsequent umgesetzt.
 
Die Geschwindigkeitsbereiche wählen wir per Druckschalter. Der rechte Kippschalter ist wegabhängig und lässt ein sanftes Teleskopieren der Schwinge zu. Der linke, orangefarbene Schalter ist für die Wendeschaltung zuständig. Sie spricht spontan an, ohne ruppig zu sein. Um das Getriebe in neutral zu schalten, gibt es einen weiteren Drucktaster. Noch kein traction-Leser? Hier kommen Sie zum Probeabo.
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