Login
Traktoren

Case IH und Steyr unter neuer Europa-Leitung

von , am
12.02.2010

Wien - Nachdem Andreas Klauser, bisheriger "Europa Chef" bei Case IH und Steyr, im November 2009 zum weltweiten Präsidenten und CEO ernannt wurde, folgt ihm jetzt Matthew Foster in der Funktion des Vizepräsidenten von Case IH & Steyr nach.

Matthew Foster, neuer Vizepräsident von Case IH & Steyr und Verantwortlicher für die Marken in Europa. © Steyr

Seit Anfang Februar 2010 hat er die Verantwortung für beide Marken in allen europäischen Ländern übernommen. "Foster kennt die Landwirtschaft seit seinem Kindesalter, er verfügt über eine exzellente landtechnische Ausbildung und besitzt langjährige Erfahrung in unserem Unternehmen. Seine Tätigkeit für unsere Marken ist sehr erfolgreich", begründet Klauser seine Wahl.

Matthew Foster (49) stammt aus Nordirland und studierte Agrartechnik. Nach beruflichen Tätigkeiten bei führenden europäischen Landtechnikherstellern und Aufgaben im Export und in der Entwicklung trat er 1996 in das Unternehmen Case IH ein. Seitdem hat er verschiedene Projekte einschließlich Netzwerkentwicklung, Vertrieb und Marketing geleitet. Bis zu seiner Berufung verantwortete er als Businessdirektor die Märkte in Großbritannien und Frankreich. Foster ist verheiratet und Vater von vier Kindern.

Landwirtschaft vor große Herausforderungen

"Die Landwirtschaft in Europa steht vor großen Herausforderungen. Um diese Ressourcen schonend zu meistern, wird mehr denn je eine moderne, dem Standort angepasste Technologie notwendig sein ", betont Foster. Innovative Landtechnik nehme dabei eine Schlüsselstellung ein. Neben der Nachhaltigkeit sei eine Produktivitäts-Steigerung in allen Bereichen des Agrarsektors unabdingbar. Case IH und Steyr lieferten dazu die passenden Konzepte - von modernster Traktoren- und Erntetechnik bis hin zu Effizienz steigernden Systemen für den Präzisionspflanzenbau.

Marktanteilsgewinne in Europa

"Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen - der Traktorenmarkt war 2009 in Europa um etwa 17 Prozent rückläufig - konnten die Marken Steyr und Case IH ein leichtes Marktanteils-Plus von fast einem Prozent erzielen. Die Auftragslage der Landmaschinensparte von CNH war der Marktlage entsprechend somit durchaus zufriedenstellend. Die nach wie vor angespannte Situation in der Baumaschinenbranche hat das konsolidierte Konzernergebnis allerdings beeinträchtigt", berichtet Klauser. Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise habe im abgelaufenen Jahr auch vor dem Agrarsektor nicht Halt gemacht. Investitionsfinanzierungen etwa für die Großbetriebe in Osteuropa seien wesentlich teurer geworden. "Mit Case IH und Steyr konnten wir trotzdem in Europa zulegen und ein profitables Finanzierungsergebnis erzielen ", zieht Klauser Bilanz.

In den Zulassungsstatistiken belege das Unternehmen in Europa sehr gute Plätze. Case IH zähle hier bereits zu den Top 3-Traktormarken und verzeichnete 2009 die größten Marktanteilsgewinne. Bei der weitaus größten Kategorie der Standardtraktoren lag Steyr mit einem Marktanteil von 17,9 Prozent weiterhin in Führung. Der österreichische Hersteller Lindner konnte seinen Anteil von 12,3 auf 15,5 Prozent erhöhen und landete im Ranking auf Platz zwei. An dritter Stelle rangiert John Deere mit 15,2 Prozent, gefolgt von New Holland (15 Prozent) und Fendt mit 9,7 Prozent. Case IH verfügte im Vorjahr über einen Marktanteil von vier Prozent und belegte damit den achten Platz in der österreichischen Zulassungsstatistik. (aiz)

Auch interessant