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Traktoren

Case IH/Steyr rechnet mit gutem Absatz bei Traktoren

von , am
15.10.2012

Wien - Die Nachfrage nach neuen Traktoren und Erntemaschinen dürfte weltweit auf hohem Niveau anhalten.

Case IH erweitert Händlernetz in Süddeutschland. © Case IH
Davon geht zumindest der Europa-Chef des US-Landtechnikkonzerns Case IH/Steyr, Matthew Foster, aus. Er rechne für dieses Jahr mit einem globalen Zuwachs am Traktorenmarkt von 0,8 Prozent (%) auf etwa 572.000 Maschinen; größter Absatzmarkt für neue Traktoren bleibe Nordamerika bei einer Zunahme um 4 % auf 200.000 Stück, gefolgt von Europa mit 175.000 Schlepper und nahezu stagnierender Nachfrage, erklärte Foster vergangene Woche vor Agrarjournalisten in Wien.
 
Einen markanten Rückgang von 5 % erwarte die Branche dieses Jahr in Lateinamerika, wo mit einem Absatz von gut 69.000 Schlepper gerechnet werde. In Asien, Afrika und Ozeanien wiederum dürften 127.600 Traktoren verkauft werden; das wären 0,5 % mehr als 2011. Die wichtigsten Märkte dort seien Indien und China.

Mähdreschermarkt stagniert weltweit

Stagnation herrscht laut dem Case-IH-Manager aktuell am Mähdreschermarkt. Weltweit rechne die Branche hier 2012 mit einem Absatzrückgang von 0,1 % auf etwa 36.500 Maschinen. Dabei dürfte der Verkauf in Nordamerika um 3,9 % auf voraussichtlich 12.300 Maschinen und in Lateinamerika um 9,1 % auf 7.200 Einheiten zurückgehen. Gut laufe das Geschäft mit Mähdreschern dagegen in Europa; hier hoffe man auf ein Absatzplus von 7,3 % auf 11.200 Maschinen, sagte Foster. Auch im Rest der Welt steige die Nachfrage nach Mähdreschern; erwartet werde ein Plus von 7,5 % auf annähernd 5.800 Einheiten.

Case IH plant Einnahmensteigerung von 50 % durch neue Technologien

Mit dem Maschinenabsatz der eigenen Marke zeigte sich der Europa-Chef zufrieden. Er sprach von einer "sehr guten" Marktentwicklung für Case IH. "Wir hatten bisher ein passables Jahr und verzeichnen in allen Regionen ein kontinuierliches Wachstum zwischen 4 % bei Traktoren und 0,6 % bei Mähdreschern", berichtete Foster. Für die nächsten Jahre hat sich der Konzern indes ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt. "Wir wollen bis 2015 unsere Einnahmen um 50 % erhöhen", kündigte der Manager eine Umatzsteigerung von derzeit 772 Millionen Euro auf 1,16 Milliarden Euro an.
 
Schlüsselelemente für ein solch hohes Wachstum seinen neue, noch abgasärmere Motoren, neueste Getriebetechnologien, immer leistungsstärkere Rotormähdrescher sowie ein verbesserter Kundenservice in Sachen Ersatzteile und Training. Um noch näher bei den Kunden zu sein, seien kürzlich die neuen Geschäftsbereiche für Erntetechnik und Präzisionslandwirtschaft geschaffen worden.
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