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Agritechnica

China bringt neue Traktorenmarke auf den EU-Markt

AgE/agrarheute
am
09.11.2015

Der chinesische Foton-Lovol Konzern will Fuß auf dem europäischen Markt fassen. Auf der Agritechnica verkündet Lovol die Übernahme des Traditionsherstellers Goldoni in Modena und präsentierte eine neue Traktorenmarke speziell für den EU-Markt.

Unter den insgesamt rund 2.800 Ausstellern auf der Agritechnica finden sich auch 100 Firmen aus China. Besonders für Aufsehen dürfte dabei der chinesische Industriekonzern Foton-Lovol sorgen, der sich noch zu 20 % in chinesischem Staatsbesitz befindet. Er präsentiert eine neue Traktorenmarke speziell für den europäischen Markt.

Übernahme von Goldoni wird auf der Agritechnica verkündet

Schlepper der jüngsten "Arbos"-Serie 5000, vier Modelle von 102 PS bis 136 PS, sollen dem Unternehmen zufolge aber künftig auch außerhalb der Volksrepublik Absatz finden. Dazu soll vor Ort in Italien produziert werden. Auf der Agritechnica soll heute die Übernahme des Traditionsherstellers Goldoni in Modena durch Lovol offiziell verkündet werden. Dort sollen die neuen Arbos vom Band laufen, denen in den kommenden zwei Jahren zwei weitere Serien von 140 PS bis 200 PS und von 200 PS bis 260 PS folgen werden.

Traktorenmarktanteil von 35 Prozent

Foton-Lovol, 1988 in China gegründet, ist dort unangefochtener Marktführer bei Traktoren und verkauft laut eigenen Angaben etwa 100.000 Zugmaschinen pro Jahr. Die Konzerngruppe erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz von umgerechnet rund 3,1 Milliarden Euro. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Weifang beschäftigt etwa 16.000 Mitarbeiter. Zum Kerngeschäft zählt neben der Fertigung von Baggern, Kleinfahrzeugen, Motoren, Achsen und Getrieben die Landtechniksparte. Lovol bedient seit Jahren etwa 35 % des chinesischen Traktorenmarktes, 80 % davon im Segment unter 100 PS. Mit seinen neuen Traktoren will der Konzern den Absatz bis 2017 verdoppeln. Außerhalb Chinas, allen voran in Europa, sollen die stärkeren Lovol- Traktoren künftig mit teils höherwertigeren Komponenten vertrieben werden.

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