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Traction-Tests

Deutz-Fahr Serie 5: Schick und sparsam

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Matthias Mumme, traction
am
14.06.2016

Deutz-Fahr konnte sich mit der Serie 5 ordentliche 
Marktanteile sichern. Was er wirklich leistet und verbraucht, haben die Redakteure der traction getestet.

Die Serie 5 von Deutz-Fahr umfasst vier Modelle in drei Ausstattungslinien. Neben der Standardversion haben Käufer die Wahl zwischen der Variante "P" und der Variante "TTV" mit stufenlosleistungsverzweigtem Getriebe von SDF. Damit werden Motornennleistungen von 95 bis 120 PS abgedeckt. Der Fokus der Entwicklung lag auf einem geringen Kraftstoffverbrauch und einem hohen Arbeitskomfort bei einfacher Bedienung. Ob die im italienischen Treviglio gefertigten Schlepper diesen Ansprüchen gerecht werden, hat die traction am Modell 5120 P überprüft – und zwar in der Praxis und auf dem Prüfstand.

 

Unter der schicken, einteilig klappenden Motorhaube arbeitet bei allen Typen der Serie 5 P ein Deutz TCD 3.6 L04 mit 3,6 l Hubraum und Zweiventiltechnik mit Hydrostößeln. Common-Rail-Einspritzung mit 1.600 bar Einspritzdruck, Turbolader mit Wastegate-Ventil und eine Ladeluftkühlung sollen die 5er drehmomentstark und gleichzeitig sparsam auffahren lassen.

Beim 5120 P, dem zweitstärksten Modell der Baureihe, ist der Vierender auf 83 kW/113 PS bei 2.200 U/min eingestellt. Die maximale Motorleistung von 87 kW/ 118 PS liegt laut Deutz-Fahr bei 2.000 U/min an. Das maximale Drehmoment beziffert der Hersteller mit 460 Nm bei 1.600 Touren. Dabei soll der Drehmomentanstieg glatte 30 Prozent betragen. Diese Werte können sich in der Klasse sehen lassen.

Leistung passt zu Herstellerangaben

Bei 2.200 U/min Nenndrehzahl kamen am Zapfwellenprüfstand 72 kW am Stummel an. Diese Leistung passt, da die Herstellerangabe von 83 kW ja nach ISO-Norm erfolgt, also als Bruttoleistung ohne Nebenaggregate und mit externem Kühlkreislauf. Berücksichtigt man diesem Umstand und die Verluste zwischen Motor und Zapfwellenstummel, stimmen die Messwerte gut mit den Herstellerangaben überein. Der Verbrauch von 272 g/kW bei Nennleistung und 248 bis 255 g/kWh bei maximaler Motorleistung sind gute Werte für diese Leistungsklasse. Die Maximalleistung von 78 kW haben die Testingenieure der DLG übrigens bei 1.900 bis 2.000 U/min gemessen, wobei sich von 1.800 bis 2.100 Touren ein schönes Leistungsplateau ausbildet.

Schlepper im Praxiseinsatz

Im Testeinsatz mit einem 3 m breiten Grubber und einer 3 m breiten Kurzscheibenegge waren die Redakteure der traction mit Hubleistung und Hubgeschwindigkeit des Schleppers (6,6-t-Ausstattung) sehr zufrieden und konnten keine Schwächen feststellen.

Vorn ist optional ein Frontkraftheber mit 1,85 t angegebener Maximalhubkraft erhältlich, der als Paket mit der Frontzapfwelle 4.280 Euro kostet. Externe Bedienungen für Zapfwelle oder Kraftheber gibt es vorne nicht, dafür aber beidseitig im Heck. Serienmäßig sind drei doppelt wirkende Hydraulikkreisläufe vorhanden.

Den vollständigen Testbericht mit allen Messwerten finden Sie in der traction-Ausgabe Mai/Juni 2016, die Sie hier bestellen können.

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