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Mehr Effizienz

Diesel sparen und Boden schützen

Prof. Dr. Ludwig Volk/LuF/bes
am
11.04.2016

Den Dieselverbrauch senken, die Energieeffizienz erhöhen und den Boden schützen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Neben der Atemluftbelastung durch Ruß und Abgase verursacht ein hoher Dieselverbrauch auch hohe Kosten. Bei 500 Betriebsstunden im Jahr fallen laut KTBL-Daten rund 9.000 € Dieselkosten an. Die Land und Forst hat in ihrer Ausgabe Nr. 12/2016 die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Dieselverbrauch erklärt.

1. Persönlicher Fahrstil

Ein sparsamer Dieselverbrauch entsteht im Kopf des Fahrers und wird durch Hand und Fuß machbar. Entscheidend für den Verbrauch ist der persönliche Fahrstil. Der Unterschied zischen qualifizierten und ungeduldigen Fahrern beträgt bei gleicher Arbeit bis zu 20%.

2. Traktor/Gerätekombination

  • Gezogene Geräte mit eigenem Fahrwerk sind erste Wahl, denn sie vermeiden die extremen Achslastunterschiede der dreipunktgetragenen Anbaugeräte.
  • Bei der tiefen, gezogenen Bodenbearbeitung z.B. mit dem Grubber sollten Sie mit einem schweren Frontgewicht und einem Traktionsverstärker arbeiten.
  • Ein hydraulischer Oberlenker holt bis zu zwei Tonnen Gerätegewicht auf die Hinterachse und kann die Felgengewichte ersetzen.
  • Bei schwerem Zug auf dem Acker sollte der Traktor das Bodenbearbeitungsgerät waagerecht zum Boden ziehen. Je mehr Zugkraft das Gerät braucht, umso schwerer sollte das Frontgewicht sein.
  • Die statischen Achslasten sollten den Bodenkontaktflächen der Reifen entsprechen.
  • Den Frontballast wählen Sie passend für den bodenparallelen Zug.

3. Reifendruck

  • Ein Zentimeter Spurtiefe im Acker kostet im Dieselverbrauch 10% mehr Dieselkraftstoff. Bei 10 cm tiefen Spuren verdoppeln Sie den Dieselverbrauch.
  • Mit variablem Reifendruck wird bessere Zugleistung durch weniger Schlupf erreicht. Das ist der Schlüssel zu besserer Arbeit, mehr Bodenschutz, mehr Fahrkomfort im Acker und weniger Rollwiderstand auf der Straße.
  • Hoher Schlupf durch Straßendruck im Acker sind Verluste und kosten Diesel, Bodenschaden und Arbeitszeit.
  • Als Einstieg in den variablen Reifendruck können Sie Schnellkuppler in der Felge montieren.
  • Mit einer Reifendruckregelanlage für 5.000 bis 9.000 € am neuen Traktor können sie bis zu 10% Diesel sparen.

4. Weitere Faktoren

  • Reifenwahl: Universaltraktoren und Großtraktoren und damit die Radialreifen werden bei der Bodenbearbeitung mit hohen Gerätegewichten belastet. Hohe und flexible Reifenflanken sind zu empfehlen.
  • Traktorhersteller: Die Spannweite des Dieselverbrauchs unterschiedlicher Traktorhersteller liegt bei 10%. Den traktorspezifischen Dieselverbrauch finden Sie im Internet auf der Seite der DLG.
  • Wartung und Pflege des Traktors und der Maschine
     

So soll der Schlepperreifen sein

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