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Traktoren

DLG-Feldtage 2012: Maschinenvorführungen

von , am
11.05.2012

Frankfurt am Main - Im Fokus: Aussaat von Raps, teilflächenspezifische Düngung, Präzisionspflanzenschutz und automatisiertes Lenken sowie Vorgewendemanagement bei Traktoren.

Vom 19. bis 21. Juni finden auf dem Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrum in Bernburg-Strenzfeld die diesjährigen DLG-Feldtage statt. © DLG
Mit ihrem einzigartigen Informationsangebot bieten die DLG-Feldtage vom 19. bis 21. Juni 2012 auf dem Gelände des Internationalen DLG-Pflanzenbauzentrums in Bernburg-Strenzfeld (Sachsen-Anhalt) den Pflanzenbauprofis aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland wichtige Orientierung über Sorten und Saatgut, über Düngung und Pflanzenschutz sowie über Fragen des Pflanzenbaumanagements.
 
Darüber hinaus werden die an allen drei Veranstaltungstagen stattfindenden Maschinenvorführungen ein weiterer Anziehungspunkt sein. Hier erhalten die Besucher einen hervorragenden Überblick über die Arbeitsweise verschiedener Maschinen und Systeme.

Treffpunkt für Pflanzenbauprofis

Alle namhaften Hersteller sind vertreten. © DLG
In diesem Jahr stehen die Bereiche Aussaat von Raps, die teilflächenspezifische Düngung mit Mineraldüngerstreuern, der Präzisionspflanzenschutz mit Feldspritzen und das automatisierte Lenken sowie das Vorgewendemanagement bei Traktoren im Mittelpunkt. Fachkompetente Kommentatoren verschiedener Institute und Organisationen erläutern die gezeigten Produkte.
 
Zudem stehen die Technikberater der Hersteller für einen intensiven Meinungs- und Erfahrungsaustausch sowie für produktspezifische Informationen vor Ort zur Verfügung.
Im Einzelnen sind folgende Vorführungen vorgesehen:

Aussaat von Raps

Angemeldet sind insgesamt 19 Sämaschinen, darunter sechs Einzelkornsämaschinen. © DLG
Während des zurückliegenden Winters wurde auf einer ganzen Reihe von Standorten die sprichwörtliche Winterhärte der Kulturen auf eine harte Probe gestellt: Die extrem niedrigen Temperaturen von bis zu -20 C in Bodennähe – in Höhenlagen mancherorts noch niedriger – haben Bestände zum Teil erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Während Raps dabei meist nur oberflächlich abgefroren war, zeigten Gerste und Weizen sortenabhängige Frostschäden, was sicherlich für angeregte Diskussionen Anlass geben wird. Auch immer wieder heiß diskutiert wird die Frage, ob die Rapssaat angesichts des hohen genetischen Ertragspotenzials (und auch der entsprechenden Saatgutpreise) und nicht zuletzt auch wegen ansprechender Erzeugerpreise nicht besser in Einzelkornsaat als in Drillsaat erfolgen sollte.
 
Im Zentrum des Interesses steht dabei natürlich die Frage nach der passenden Gestaltung des Anbauverfahrens, das von Standort zu Standort und von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich aussehen kann bzw. muss. Als häufiger Ansatzpunkt zur Kosteneinsparung will man in diesem Kontext unter anderem die Kosten der Bodenbearbeitung stärker in den Griff bekommen. Dabei erfordert der Verzicht auf eine wendende bzw. ganzflächig intensive Bodenbearbeitung eine entsprechend angepasste Saattechnik, um eine gleichmäßige Bestandsetablierung vor allem auch in trockenen Lagen mit hoher Sicherheit gewährleisten zu können. Welche Saattechnik die verschiedenen Hersteller zur Rapsaussaat auf dem DLG-Feldtagegelände in Bernburg dem Kunden bei mehr oder minder intensiver Bodenbearbeitung empfehlen und wie diese im Vergleich arbeitet, wird die Vorführung zeigen.
 
Die Universität Hohenheim mit ihrem Expertenteam bietet in direktem Anschluss an die Vorführung eine Fachdiskussion direkt an der Vorführparzelle, um das Gesehene inhaltlich zu vertiefen. Die Vielzahl der angemeldeten Geräte und Hersteller verspricht ein umfassendes Spektrum und eine spannende Vorführung, bei der der Aussteller die Intensität der vorbereitenden Bodenbearbeitung auswählen kann.
 
Zur Wahl stehen: keine Bearbeitung – Saat direkt in die Stoppel, 1 x Grubberstrich mit einer Arbeitstiefe von 15 cm oder zweimaliger Grubberstrich auf 15 cm später auf 20 cm. Professor Dr. Karlheinz Köller von der Universität Hohenheim wird die Vorführungen kommentieren. Folgende Hersteller sind an der Vorführung "Aussaat von Raps" beteiligt:
  • Alois Pöttinger Maschinenfabrik Ges. mbH, Grieskirchen, Österreich
  • AMAZONEN-WERKE H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste
  • Becker Landtechnik GmbH, Oberweser
  • Great Plains, Salina (USA)
  • Great Plains Simba, Sleaford, Großbritannien
  • Güttler GmbH, Kirchheim-Teck
  • HORSCH Maschinen GmbH, Schwandorf
  • Kerner Maschinenbau GmbH, Aislingen
  • Köckerling GmbH & Co. KG Landmaschinenfabrik, Verl
  • Kverneland Group Deutschland GmbH, Soest
  • KUHN Maschinen-Vertrieb GmbH, Schopsdorf
  • LEMKEN GmbH & Co. KG, Alpen
  • MONOSEM Landmaschinen GmbH, Altheim
  • VÄDERSTAD GmbH, Derwitz
  • VOGEL & NOOT Landmaschinen GmbH & Co. KG, Wartberg, Österreich

Teilflächenspezifische Düngung mit Mineraldüngerstreuern

Auch wenn die Entwicklung der Energiepreise für Gas und Rohöl neuerdings nicht immer maßgebend für den Trend der Düngemittelpreise zu sein scheint, wird die Notwendigkeit des effizienten Einsatzes gerade bei Düngemitteln immer wichtiger. Damit Mineraldünger exakt dosiert werden und punktgenau dort ankommen, wo sie hingehören, werden heute in der Praxis meist Wurfstreuer, teils aber auch Pneumatikstreuer eingesetzt. Um den steigenden Anforderungen der Praxis auch in Zukunft zu genügen, wird - wie die entsprechenden auf der Agritechnica verliehenen Medaillen zeigen – kräftig weiterentwickelt. Gerade wenn man die neuesten Techniken betrachtet, wird deutlich, welcher Entwicklungsschub sich hier momentan abzeichnet. Dabei geht es zunehmend um Features, wie dem automatisierten Öffnen und Schließen der Dosierschieber an Vorgewenden und Streukeilen, um GPS-gestützte Teilbreitenschaltungen mit online-Aufgabepunktverstellung oder auch beispielsweise um den Ausgleich des Windeinflusses. Dabei gehört auch auf Praxisebene der Datentransfer via ISOBUS immer mehr zum "must have" jedes modernen Streuers.
 
Was moderne Mineraldüngerstreuer auszeichnet und welche modernen Features dem Landwirt offeriert werden, zeigt die Vorführung von acht Mineraldüngerstreuern auf dem DLG-Düngerstreuerparcours. Zur Demonstration durchfahren die Mineraldüngerstreuer dabei einen Pflanzenbestand mit unterschiedlichen Versorgungsstufen. Außerdem werden die verschiedenen Systemlösungen zum Rand- bzw. Grenzstreuen in Aktion gezeigt. Dabei wird direkt sichtbar, ob randgenaues Arbeiten möglich ist. Zweimal täglich werden die Düngerstreuer zeigen, wie sie die Anforderungen der Praxis meistern. Kommentiert wird die Vorführung der angemeldeten Wurfstreuer und Pneumatikstreuer von Prof. Dr. Ludwig Popp von der Hochschule Neubrandenburg.
Folgende Hersteller sind an der Vorführung "Teilflächenspezifische Düngung mit Mineraldüngerstreuern" beteiligt:
  • AMAZONEN-WERKE H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste
  • Becker Landtechnik GmbH, Oberweser
  • BOGBALLE A/S, Uldum, Dänemark
  • BREDAL, Gnutz
  • Kverneland Group Deutschland GmbH, Soest
  • Maschinen- und Antriebstechnik GmbH & Co. KG, Güstrow
  • RAUCH Landmaschinenfabrik GmbH, Sinzheim

Präzisionspflanzenschutz mit Feldspritzen

Präzision, große Flächenleistung und universeller Einsatz der Maschinen gefragt. © DLG
Größer, schneller, breiter, bei zeitgleicher Reduzierung der Aufwandmenge je Hektar – so ist die Entwicklung bei den Pflanzenschutzspritzen zu beschreiben. Dabei ist bei der Applikation eine immer höhere Präzision bis hin zur Einzeldüsensteuerung gefragt, denn die Spritzarbeit soll zunehmend auch in den meist windstillen Abend- und Nachtstunden erfolgen können. Damit kommt neben der Entwicklung der Fahrwerke insbesondere der Weiterentwicklung der Spritzgestänge eine noch wichtigere Rolle zu, wenn es nämlich gilt, reduzierte Aufwandmengen punktgenau und sicher zu applizieren.
 
Düsenbeleuchtung und automatische Düsenüberwachung gewinnen in diesem Zusammenhang ebenso schnell an Bedeutung, wie Systeme zur automatischen Lenkung und Gestängeführung. Daher wird erstmals der Parcours für die Feldspritzen auf dem Gelände der diesjährigen DLG-Feldtage so gestaltet sein, dass die Hersteller unter Beweis stellen können, wie gut die automatische Gestängeführung einer natürlichen Geländekontur folgen kann. Bei der Passage dieses Abschnittes werden die Feldspritzen mit einer Geschwindigkeit von 12 km/h unterwegs sein.
 
{BILD:544145:jpg}Deutlich langsamer – nämlich mit 8 km/h – befahren die Spritzen im Rahmen der Vorführung einen Streckenabschnitt mit Hindernissen, die extreme Anforderungen an Gestängestabilität und -balance stellen. Hier kommt es auf die Federungs- und Dämpfungseigenschaften der Spritzgestänge bzw. Fahrwerke an. Die Abstandssensoren zur Höhenführung der Gestänge bleiben in diesem Abschnitt der Strecke inaktiv. Die Arbeitsgeschwindigkeit während der Passagen wird jeweils gemessen und für die Besucher angezeigt.
 
Harald Kramer von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen wird gemeinsam mit Albert Spreu vom RKL Rendsburg die Vorführung kommentieren. Nicht zuletzt das verstärkt internationale Teilnehmerfeld verspricht auch hier einen weitreichenden Quervergleich:
  • AGCO Deutschland GmbH - Challenger, Marktoberdorf
  • Agrifac Machinery B.V., Steenwijk, Niederlande
  • Agrio s.r.o., Kremze, Tschechien
  • AMAZONEN-WERKE H. Dreyer GmbH & Co. KG, Hasbergen-Gaste
  • BERTHOUD AGRICOLE SAS, Belleville, Frankreich
  • Bräutigam GmbH Landtechnik, Gudensberg
  • Herbert Dammann GmbH Pflanzenschutztechnik, Buxtehude-Hedendorf
  • DUBEX B.V, Stadskanaal, Niederlande
  • HARDI GmbH, Wedemark
  • INUMA Fahrzeug-Service und Maschinenbau GmbH, Bad Langensalza
  • John Deere Vertrieb, Bruchsal
  • HORSCH Maschinen GmbH, Schwandorf
  • KUHN Maschinen-Vertrieb GmbH, Schopsdorf
  • Kverneland Group Deutschland GmbH, Soest
  • LEMKEN GmbH & Co. KG, Alpen
  • TECNOMA TECHNOLOGIES SAS, Epernay, Frankreich
  • VOGEL & NOOT Landmaschinen GmbH & Co. KG, Wartberg, Österreich

Automatisiertes Lenken und Vorgewendemanagement

Automatisiertes Lenken und Vorgewendemanagement. © DLG
Landtechnischer Fortschritt ist immer stärker geprägt durch die Weiterentwicklung in den Bereichen Sensortechnik, Elektronik und Software. Mit dem Ziel, die Arbeit nicht nur effizienter, sondern auch präziser und damit nicht zuletzt in der Summe umweltschonender zu gestalten, werden Arbeitsprozesse zunehmend automatisiert. Dabei hat kaum eine technische Innovation der letzten Jahre ähnlich schnell und eindrucksvoll in der landwirtschaftlichen Praxis Einzug gehalten, wie die Lenksysteme.
 
Die Vorteile reichen von der einfachen Anzeige der idealen Fahrspur bis hin zu deutlich gesteigerter Produktivität und Qualität der geleisteten Arbeit. Hochpräzises Arbeiten auch während der Abend- und Nachtstunden ist in vielen Bereichen erst durch funktionierende Lenksysteme ermöglicht worden. Da der Fahrer vor allem beim Einsatz von automatischen Lenksystemen deutlich entlastet wird, kann er sich mehr auf die eigentlichen Arbeitsprozesse und deren Optimierung konzentrieren. Auch Betriebe mit geringerer Flächenausstattung nutzen inzwischen diese Vorteile, die auch in kleiner strukturierten Regionen die Feldarbeit "beflügeln" können.
 
{BILD:544155:jpg}Welche Vorteile die Systeme bei der Feldarbeit mit dem Traktor bieten und wie exakt sie arbeiten, wird dem Besucher auf dem Parcours für Lenksysteme anschaulich gezeigt. Dabei wird neben der Spurführung in der Geraden oder Kontur beispielsweise auch demonstriert, wie die insgesamt 13 angemeldeten Systeme Hindernisse umfahren und wie die Wende am Vorgewende womöglich mittels Vorgewendemanagementsystem bewältigt wird. Kommentiert wird die Vorführung von Dr. Markus Demmel von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising.
Zur Vorführung sind angemeldet:
  • AGCO Deutschland GmbH - Fendt, Marktoberdorf
  • AGCO Deutschland GmbH - Massey Ferguson, Marktoberdorf
  • AGCO Deutschland GmbH - Valtra, Marktoberdorf
  • CLAAS Vertriebsgesellschaft mbH, Harsewinkel
  • CLAAS Agrosystems GmbH, Gütersloh
  • geo-konzept GmbH, Adelschlag
  • JCB Deutschland GmbH, Köln
  • John Deere Vertrieb, Bruchsal
  • Müller Elektronik GmbH & Co. KG, Salzkotten
  • CNH/New Holland Deutschland GmbH, Heilbronn
  • Reichhardt GmbH Steuerungstechnik, Hungen
  • SAME DEUTZ-FAHR DEUTSCHLAND GmbH, Lauingen
  • Topcon Positioning Iberia, Tres Cantos (Madrid), Spanien

Der vorgesehene Zeitplan im Überblick

10.00 Uhr: Automatisiertes Lenken und Vorgewendemanagement, Stand; 10.25 Uhr: Präzisionspflanzenschutz mit Feldspritzen; 11.10 Uhr: Teilflächenspezifische Düngung mit Mineraldüngerstreuern; 11.25 Uhr: Aussaat von Raps, Stand; 14.00 Uhr: Aussaat von Raps; 14.35 Uhr: Teilflächenspezifische Düngung mit Mineraldüngerstreuern; 14.50 Uhr: Präzisionspflanzenschutz mit Feldspritzen; 15.35 Uhr: Automatisiertes Lenken und Vorgewendemanagement
  • Weitere Informationen, alle Aussteller und die zu den Maschinenvorführungen angemeldeten Unternehmen sind im Internet unter www.dlg-feldtage.de  zu finden.

Video: Trecker und Co im Straßenverkehr

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