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Traktoren

Im dlz-Dauertest: Der Traktor 6125M von John Deere

von , am
17.04.2015

Die dlz-Redakteure testeten den Traktor 6125M der 6M-Generation von John Deere. Der Schlepper ist mit weniger Technik ausgestattet: Dafür ist er passend für Betriebe, die robuste Traktoren brauchen.

dlz-Dauertest: Im Feld und auf der Straße machte der Traktor 6125M von John Deere eine gute Figur. © Feuerborn/dlz agrarmagazin
Mit der 6M-Generation stellt John Deere solide und robuste Mittelklasse-Traktoren her, die mit weniger Technik ausgestattet sind. Bei dem Maschinenbau verzichtete John Deere auf teure Details - wie zum Beispiel die elektronischen Hydraulikventile oder das stufenlose Getriebe. Die M-Serie von Traktoren umfasst sieben Modelle. Die M-Generation hat ein Leistungspektrum von 105 bis 170 PS.

Der John Deere 6125M steht gut da

  • Motor: Der Vierzylindermotor macht einen guten Eindruck. Nur im unteren Drehzahlbereich könnte der 4,5-l-Motor etwas mehr Drehmoment haben.
  • Getriebe: Das 24/24-AutoQuad Plus-Getriebe lässt sich gut schalten. Die Lastschaltstufen sind gut moduliert und der Schaltknauf liegt gut in der Hand. Mit den Knöpfen lassen sich die Gänge, die Automatik und die Kupplung bedienen.
  • Rahmen: Durch die Rahmenkonstruktion lässt sich der Frontlader gut in das Fahrzeugkonzept integrieren.
  • Hydraulik: Mit der mengen- und druckgeregelten Hydraulikpumpe lässt sich der Lader zügig bedienen. Die Hubkräfte von 6.300 kg können sich sehen lassen.
  • Kabine: Die Kabine macht mit dem Armaturenbrett und der Bedienkonsole einen einfachen, aber übersichtlichen Eindruck. 
Das Wichtigste im Überblick
  • Der robuste Traktor 6125M ist mit einfacher Technik ausgestattet. Er hat die Abgasstufe 3 b ohne AdBlue. Der Motorblock hat kein Leistungsmanagement und separiertes Kühlerpaket. Die Kabine wie bei der 30er Serie aber mit neuer Bedienung und Armaturenbrett ausgestattet.

John Deere 6125M aus der Sicht des Praktikers

Der Landwirt Josef Vilsmaieraus Ganghofen bewirtschaftet einen kleinen Milchviehbetrieb mit 30 ha im Nebenerwerb. Sein Traktor 6125R ist mittlerweile rund 800 Stunden gelaufen. Der Kauf eines größeren Schleppers stand an, da er mit einem Vier-Scharrpflug pflügen wollte. Gekauft wurde schließlich ein John Deere 6125M. Der Grund lag in der angepassten Ausstattung und dem günstigen Preis. Mit der Leistung des Traktors ist der Landwirt zufrieden.

Pro:
  • An der Bremse wurden 132 PS gemessen.
  • Beim Verbrauch hat der Landwirt beileichter Arbeit rund acht Liter je Stunde gemessen, im schweren Zug vor dem Pflug sind es zwischen 15 und 16 Liter je Stunde.
  • Mit der Bedienung kommt Vilsmaier gut zurecht.
Kontra:
Die Motorhaube stört beim Arbeiten mit der eng gestellten Gabel oder wenn Ballen aufgespießt werden sollen.
 

Im Dauertest: Traktor 6125M von John Deere

Kräftiger Motor: Der PowerTech PVX Motor ähnelt von den Grunddaten dem in der R-Serie von Traktoren, aber er hat ein anderes Kühlerpaket. © Feuerborn
Unter dem orangen Deckel befindet sich der Luftfilter. Er ist nicht besonders gut zu erreichen, wird aber nur alle 1.500 Stunden gewechselt. © Feuerborn
Alle Wartungspunkte - wie hier der Ölpeilstab, sind gut zugänglich. © Feuerborn
Bewegliche Kotflügel und ein Lenkwinkel von 48,8 Grad sind für einen kleinen Wende- radius von 4,80 Metern zuständig. © Feuerborn
Der Klassiker bei John Deere ist die TLS-Federung mit automatischer Niveauregulierung und 100 Millimetern Federweg. © Feuerborn
Aufgeräumtes Heck mit mechanischen Steuergeräten: 6.300 Kilogram Hubkraft reichen in der Klasse vollkommen aus. © Feuerborn
Sehr praktisch bei der Kabine ist das Hubdach mit Glasscheibe vorne. © Feuerborn
Am Armaturenbrett lassen sich nun die Einstellungen für das Vorgewendemanagement und die Kraftheber vornehmen. © Feuerborn
Über die Schalter lassen sich die Arbeitsscheinwerfer einschalten. Sie sind klar gegliedert. © Feuerborn
Die Kabinenluftfilter sind hinten an der Kabine angebracht und leicht zu reinigen. Die 450er-Steuergeräte lassen sich rasten, bis der voreingestellte Druck erreicht ist. © Feuerborn
Im Feld und auf der Straße machte der 6125M eine gute Figur, wir haben gerne damit gearbeitet. © Feuerborn
Dank Multikuppler ist der Frontlader H340 schnell an- und abgebaut. © Feuerborn
Kuppelt alles auf einmal: Im Multikuppler sind nun alle Hydraulikfunktionen und auch die gesamte Elektrik integriert. © Feuerborn
Das Werkzeug lässt sich jetzt hydraulisch entriegeln. Praktisch ist der Schnellkuppler für die dritte Funktion der Greifschaufel. © Feuerborn
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