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Autonomie

Fahrerlos: Diese Traktoren arbeiten autonom

In den vergangenen Jahren haben unter anderem Linder, Kubota, Case IH und New Holland autonome Konzepttraktoren vorgestellt. Die Prototypen in der Übersicht.

von am
09.04.2018
Autonomer John Deere
2018 veröffentlichte John Deere Bilder von einer Konzeptstudie, die nicht nur autonom und vollelektrisch fährt: Der Clue ist, dass der Strom nicht über Akkus, sondern ein Stromkabel gezogen wird. © Werkbild
Vollelektrischer John Deere am Kabel
Wie bei der Gülleverschlauchung führt der Traktor an der Front eine Spule mit einem aufgewickelten Stromkabel mit sich. Das Kabel wird von dort aus rechts am Traktor vorbeigeführt. © Werkbild
Elektrifizierter Traktor von John Deere
Die Leistung des autonomen John Deeres kommt aus zwei Elektromotoren: Einer liefert 200 kW (272 PS) für Hydraulik und Zapfwelle, der andere sorgt mit 150 kW (204 PS) Traktion. Tank, Kabine und vieles mehr sind beim autonomen Fahren unnötig und sparen Gewicht. © Werkbild
Kubota Agrirobo
Die Technologie hinter dem Agrirobo ist laut Kubota schon heute praxisreif. Mittels Fernbedienung kann der Fahrer einen unbemannten Traktor im Feld kontrollieren, während er gleichzeitig auf einem anderen autonomen Traktor sitzt und diesen überwacht. Um volle Sicherheit zu gewährleisten, ist der Traktor mit einer Vielzahl von ISO-zertifizierten Sicherheitsmerkmalen ausgestattet. Sonar- und Scannertechnologien erkennen Hindernisse zuverlässig und vollautomatisch, falls notwendig. © Werkbild
Lindner Lintrac 110 mit Mähwerk
Gemeinsam mit ZF Friedrichshafen hat Lindner das System TracLink-Pilot entwickelt und auf der Agritechnica 2017 vorgestellt. TracLink-Pilot soll automatisiertes Arbeiten im Grünland ermöglichen und kann beispielsweise Schnittkanten, Feldgrenzen und Mähschwaden erfassen und den Schlepper entsprechend lenken. Mit der "Follow me"-Funktion kann der Lintrac selbstständig einem vorausfahrenden Traktor folgen. Laut Lindner läuft aktuell eine intensive Testphase. © Werkbild
Autonomer Traktor von Case IH
Case IH präsentierte Ende August 2016 auf der Farm Progress Show in den USA erstmals sein autonomes Traktorkonzept. Die Ingenieure stützten sich bei der Entwicklung des Konzepts auf das bestehende Case IH Magnum Modell und erarbeiteten ein neues Design. © Werkbild
NH-Drive-Traktor von New Holland
Neben Case IH gehört auch die Marke New Holland zum Konzern CNH Industrial, unter der parallel dazu der autonome NHDrive-Traktor vorgestellt wurde. CNH Industrial entwickelte den autonomen Traktor in Zusammenarbeit mit Autonomous Solutions Incorporated ASI. Der Studientraktor ist ein unbemanntes Fahrzeug, das über einen Desktop-Computer oder ein Tablet-Interface gesteuert und überwacht werden kann. © Werkbild
Fahrerloser John Deere 8200
Doch die Idee, Traktoren autonom fahren zu lassen, ist nicht neu. Schließlich bieten sich viele Vorteile, nämlich: Zeit, Personal-, Kraftstoff- und Maschinenkosten zu sparen, ein präzises Arbeitsergebnis zu bekommen, die Fahrer zu entlasten, die Unfallgefahr zu verringern und Maschinen optimal auszulasten. John Deere testete schon Ende der 1990er den Prototypen eines fahrerlosen 8200. Daraus ist kein serienreifes Produkt geworden. © Facebook
Fendt 200 Vario mit Probotiq X-pert bei der Fahrt
Mit dem Trend der Präzisionslandwirtschaft wurden die nötigen technischen Voraussetzungen für einen möglichen Erfolg autonomer Maschinen geschaffen: Boardelektronik, automatische Lenkung und GPS-Steuerung. Diese Voraussetzung nutzt auch das niederländische Unternehmen Precision Makers und stattet Fendt-Vario-Traktoren auf Wunsch mit der Autonomie-Lösung Probotiq X-pert aus. Die autonome Fahrt erfolgt rein über das RTK-Signal. Ein Überwacher kann den Traktor jederzeit über eine Fernbedienung starten und stoppen. © Julia Eder/agrarheute
Bildschirm mit Probotiq X-pert von Precision Makers
Dazu muss vorher der gewünschte Fahrtweg und die Aufgabe des Schleppers einprogrammiert werden: auf dem Display das Programm X-pert öffnen, „Aufnehmen“ drücken, wie gewohnt fahren, das angehängte Gerät bedienen und anschließend unter einem beliebigen Routennamen abspeichern. So können laut Hersteller Tausende von Routen programmiert werden - für verschiedene Felder und Arbeitsgänge. © Julia Eder/agrarheute
Autonom fahrender Aebi-Traktor mit Probotiq X-pert
Mittlerweile stattet Precision Makers optional auch Aebi-Traktoren mit Probotiq X-pert aus. Der Aebi Terratrac mit der Option Autonom ist ein mit GPS selbstständig, fahrerlos arbeitender Zweiachs-Geräteträger. Die Route wird innerhalb des vordefinierten Arbeitsfeldes automatisch geplant. Besonders in gefährlichen Hanglagen, in denen es immer wieder zu Unfällen und sogar Todesfällen kommt, macht sich die Autonomie bezahlt. © Werkbild
Greenbot von Precision Makers
Noch gewöhnungbedürftig anzuschauen sind dann Traktoren, bei denen ganz auf die Kabine verzichtet wird. Neben den schon vorgestellten Konzeptstudien von Case IH oder John Deere, gibt es auch hier ein marktreifes Produkt von Precision Makers: den Greenbot. Auf der Agritechnica 2015 wurden laut Hersteller davon erste Einheiten verkauft. © Werkbild
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