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Traktoren

Fendt: 11 Fakten, die Sie wissen müssen

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
18.06.2015

Vom Dieselross zum "German Meisterwerk". Fendt hat mit seinen Innovationen über die Jahrzehnte den Takt bei landtechnischen Innovationen mit vorgegeben. Der Weg ging vom Bleizugmacher zum Weltkonzern.

Mit dem Dieselross hat es angefangen, heute ist der Konzern aus Marktoberdorf beim "German Meisterwerk", dem Fendt 1000 angekommen. 85 Jahre nach Einführung des legendären Fendt Dieselross listen wir einige Punkte der Firmengeschichte des Landtechnikunternehmens Fendt auf, das heute von vielen als "Perle" des AGCO-Imperiums gesehen wird. Die Infos stammen aus der "Fendt Chronik", aus der auf der Seite Chronik der Fendt_von Oberdorf zitiert wird:


    1. Die Familie Fendt stellt über Jahrhunderte Bleizüge her, die für die Verglasung von Fenstern benötigt werden. 1898 übernimmt Johann Georg Fendt den Betrieb von seinem Vater. Die Bleizüge waren bisher mit einer Kurbel für den Handbetrieb versehen, Fendt baut sie mit einem Kraftantrieb.

    2. Die Söhne Xaver und Hermann erlernen von ihrem Vater die Herstellung von Bleizugmaschinen. Das Gesellenstück von Hermann Fendt aus dem Jahre 1927 ist ein elektrisch angetriebener, wassergekühlter Bleizug mit einem im Ölbad laufenden Schneckenantrieb. Im Lauf der Jahre wenden sich die Fendts allerdings immer mehr dem Maschinen- und Fahrzeugbau zu, so dass die Bleizugfertigung um 1928 eingestellt wird.

    Fendt: Vom Dieselross zum Vario-Getriebe

      3. 1928 entwickeln die Fendts den ersten Fendt-Motormäher. Ein 4-PS-Viertakt-Benzinmotor von Deutz treibt die Fahrkupplung an, Opel liefert das Schaltgetriebe mit drei Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang.

      4. In den folgenden Jahren schrauben die Fendts den Klassiker schlechthin zusammen: das Dieselross. Der erste europäische Diesel-Kleinschlepper mit einer Mähleistung von zwei Tagwerk in der Stunde wurde 1930 an den Landwirt Peter Guggemos aus Burk bei Seeg im Allgäu ausgeliefert.

      5. Die Jahresproduktion bei handwerklicher Fertigung mit fünf Mitarbeitern betrug 1933 drei Dieselrösser. Bereits 1935 beging auch die Vertriebspartnerschaft mit der Bayerischen Warenvermittlung (heute BayWa AG).

      6. 1955 auf der DLG-Ausstellung in München gehört der Geräteträger F 12 GT zu den Sensationen. Nach weiteren Testjahren wurde das revolutionäre Ein-Mann-System 1957 in den Markt gebracht.

      7. 1958 wird das bisherige "Dieselross"-Programm durch die Fix-Farmer-Favorit-Reihe ("ff"-Reihe) mit neuem Design und Leistungen von 15-80 PS abgelöst. Damit findet Fendt den Anschluss zur Spitze der Schlepperbauer (Slogan: "Wer Fendt fährt führt").

      8. In Anerkennung seiner Verdienste um die Agrartechnik verlieh die Technische Universität Braunschweig Hermann Fendt 1971 die Ehrendoktorwürde. Xaver und Hermann erhielten 1987 für ihre "unternehmerische Leistung und ihr ehrenamtliches Wirken" das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

      9. 1985 übernimmt Fendt erstmals in Deutschland die Marktführung.

      10. 1995 wird mit dem Favorit 926 auf der Agritechnica der erste Großtraktor der Welt mit einem stufenlosem Vario-Getriebe vorgestellt.

      11. Im Januar 1997 verkaufen die Erben von Xaver und Hermann Fendt das Unternehmen Xaver Fendt & Co. an die US-amerikanische Firma AGCO Corp.

      Vario-Getriebe: Revolution in der Kraftübertragung

      Vom Dieselross zum Ideal: Fendt im Wandel der Zeit

      Fendt Dieselross F18
      Fendt Dieselross
      Fendt Dieselross F18
      Fendt Favorit 1
      Fendt Farmer
      Fendt Favorit LS
      Fendt Favorit 622 LS
      Fendt Farmer 300
      Fendt Favorit 800
      Fendt 926 Vario
      Fendt Vario 700
      Fendt 936 Vario
      Fendt 300 Vario
      Fendt 1000 Vario
      Fendt Varioliner
      Fendt 1000 Vario
      Fendt-Ideal-MD
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