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Techniktest

Fünf 300 PS-Traktoren im Vergleich: Fahrwerk, Getriebe, Zapfwelle

Traktoren 300 PS-Klasse
Martin Vaupel/Dr. H.-H. Kowalewsky/LWK Niedersachsen
am
03.11.2016

Beim Traktortest nahm die LWK Niedersachsen im vergangenem Jahr die 300 PS-Klasse unter die Lupe. Hier die Ergebnisse zu den Bereichen Fahrwerk, Getriebe und Zapfwelle.

2015 hat die LWK Niedersachsen wieder ihren bekannten Traktorenvergleich durchgeführt. Diesmal wurde die 300 PS-Klasse getestet. Bei den 5 Modellen gab es folgende Ergebnisse in den Bereichen Fahrwerk, Getriebe, Zapfwelle.

Die Maschinen sind trotz ihrer Motorleistung sehr kompakt konstruiert und somit wendig im Einsatz. Alle Kandidaten haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 18 t. Der Valtra hat das geringste Leergewicht und kann somit eine Nutzlast von 7,7 t aufnehmen. Selbst für schwere Anbaukombinationen dürfte das genug sein.

Der Axion 920 wies mit gut 5 t die geringste Nutzlast auf. Auch diese Last wird in den meisten Fällen jedoch ausreichen, da in dieser Klasse schwere Bodenbearbeitungs- und Sägeräte zumeist angehängt werden.

Technische Daten der 5 Test-Traktoren

 Claas Axion 920Deutz-Fahr 9310 Agrotron TTV Fendt 930 VarioMassey Ferguson 8730Valtra S 294Länge in m5,745,265,665,614,87Höhe in m3,453,453,323,403,38Radstand in m3,153,133,053,113,11Bodenfreiheit b. Serienbereifung m0,610,500,580,540,47Leergewicht in kg12.84012.00010.83010.70010.300Höchstgeschwindigkeit in km/h5060605053

Getriebe: Alle 5 Traktoren fahren stufenlos

Die Vergleichsmaschinen waren alle mit einem stufenlosen Getriebe ausgestattet. Das Kupplungspedal wird deshalb in den meisten Fällen nur noch zum Rangieren oder als Notpedal benötigt. Der Valtra S 294 wird entweder über das Fahrpedal oder einen speziellen Fahrhebel, der sich seitlich an der Armlehne befindet, gefahren. Die anderen Mitbewerber können den Schlepper entweder über das Fahrpedal oder den bekannten Joystick in Bewegung setzen.

Auch bei der Wendeschaltung schneidet der Valtra etwas schlechter ab, da diese nur an der üblichen Stelle auf der linken Seite am Lenkrad bedient werden kann. Bei den Vergleichskandidaten konnte zusätzlich die Wendeschaltung am Joystick oder auf der rechten Armlehne per Knopfdruck betätigt werden.

Bei Fendt, MF und Valtra sind nur zwei Zapfwellengeschwindigkeiten möglich. Man kann wählen zwischen 540E/1000 oder 1000E/1000. Claas und Deutz-Fahr haben hingegen alle drei Geschwindigkeiten 540E/1000/1000E zu bieten.

Heckzapfewelle: Platz stark begrenzt

Eine echte Herausforderung für die Konstrukteure ist es, den Zugang zur Heckzapfwelle zu verbessern. Bedingt durch den Anbaubock für das Zugmaul oder die Kugelkopfkupplung ist der Platz hier stark begrenzt.

Das Vorwählen der Zapfwellengeschwindigkeiten und das Ein- und Ausschalten der -schaltung wurde vom LWK-Testteam bei allen Traktoren mit gut bewertet. Da der Claas, der Deutz-Fahr und der Fendt auf beiden Heckkotflügeln eine Steuerung für die Zapfwelle haben, wurde sie tendenziell etwas besser bewertet als der MF und Valtra. Nach Aussage der beiden Hersteller ist diese Funktion aber auch optional erhältlich.

Mit Material von LWK Niedersachsen

5 Traktoren der 300 PS-Klasse im Vergleich

Traktor Claas Axion 920
Traktor Fendt 930 Vario
Traktor Deutz-Fahr 9310 Agrotron TTV
Traktor Massey Ferguson 8730
Traktor Valtra S 294
Kabine Claas Axion 920
Motor des Traktor Deutz-Fahr 9310
Motorblock Massey Ferguson 8730
Motorblock des Fendt 930 Vario
Terminal des Fendt 930 Vario
Kabinenfilter des Fendt 930 Vario
Heckkotflügeln des Claas Axion 920
Trittstufen des Claas Axion 920
Steuergeräte des Deutz-Fahr 9310
Luftfilter des Deutz-Fahr 9310 Agrotron TTV
Valtra S 294
Arbeitsbeleuchtung Valtra S 294
Armaturenbrett Massey Ferguson 8730
Terminal des Massey Ferguson 8730
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