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Gebraucht-Check

Gebrauchtkauf: Auf diese 4 Punkte sollten Sie beim Claas Xerion achten

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Claas Xerion auf dem Acker
Matthias Mumme, traction
am
14.06.2017

Als Großtraktor und Systemschlepper sprechen die Claas Xerion eine spezielle Käuferklientel an. Auf diese Punkte sollten Sie beim Gebrauchtkauf achten.

Für die Begutachtung eines Claas Xerion sollte man sich viel Zeit nehmen, denn es gilt viele Komponenten in Ruhe zu überprüfen. Ein genauer Blick sollte auch auf die Historie geworfen werden. Der Xerion lief in drei Varianten vom Band:

  1. Trac bedeutet, die Kabine ist mittig fest verbaut, ausreichend für alle, die ein Zugpferd brauchen, einen Knicklenker oder Raupenschlepper aber noch für übertrieben halten.
  2. Die Ergänzung VC spendierte zusätzlich das nach hinten drehbare Fahrerhaus, die wohl beste Rückfahreinrichtung überhaupt und inzwischen legendär mit Gülle- oder Drillequipment an Front und Heck, auf dem Silo, beim Einsatz von schweren Geräten in Schubfahrt oder vor dem Hacker.
  3. Beim Saddle Trac dagegen sitzt die Kabine vorne über der Motorhaube, wodurch der Xerion etwa 30 cm höher wird, dafür aber einen gigantisch großen Aufbauraum – etwa für Gülletanks – im Heck bieten kann. Sie sind weniger flexibel, dafür in ihrer Nische aber besser angepasst. Dazu später mehr Details.

1. Auf die Historie des Xerion achten

Brachten Holzhacker und Forstmulcher die meisten Stunden, muss der Antriebsstrang hinsichtlich Vibrationsverschleiß sowie Kühlsystem und Abgasanlage auf losgeschüttelte Teile und Risse geprüft werden. War die Gülle der Haupteinsatz (erkennbar beim VC auch an der schwenkbaren Fronthydraulik), sind häufig die Achsen fertig, ebenso die Kraftheber, denn hier wurde gerne breiter gearbeitet als gut fürs Material war!

2. Motor und Getriebe - Pflicht bei jedem Gebrauchtkauf

Lief der Xerion in der Nähe der ehemaligen Ostblock-Grenze, wurde er eventuell auch mit schlechterem Diesel gefahren, worauf die Injektoren allergisch reagieren. Problematisch vor allem, weil die Claas-Werkstatt hier selten helfen kann, die Verantwortung liegt beim Motorhersteller Caterpillar.  Zudem sollten alle Softwareupdates eingespielt sein, damit die gesamte Antriebseinheit sauber harmoniert.

3. Achsen sind Schwachpunkte des Xerion

Die beiden lenkbaren Achsen machen den Boliden zwar sehr wendig für seine Größe (sechs Modi für Allradlenkung, Hundegang, Front-/Hecklenkung), gelten aber als größte Schwachstelle dieser Xerion-Generation. Sämtliche Gelenke und Wellen sollten auf Spiel geprüft werden. Das gilt besonders bei Gülle-Bombern: Hier gibt Claas zu, die Anbaugeräte- und Tankhersteller zu wenig eingeschränkt zu haben, weshalb viele der Gülle-Xerions ihre Belastungsgrenzen an Rahmen und Achsen deutlich überschritten. Sind die Gelenke nicht geschmiert, sollte man sehr skeptisch sein, denn dann kommt der Bruch gerne schnell und unverhofft.

4. Anbaugeräte entscheiden beim Xerion

Unbedingt im Vorfeld klären, welche Anbaugeräte in welcher Dimension der fachkundige Claas-Händler HEUTE für den Xerion 3300 oder 3800 empfiehlt. Viele Schwierigkeiten waren auf zu große Tankaufbauten und Anbaugeräte – vor allem bei den VCs – zurückzuführen. Daher kann es sein, dass der Vorbesitzer früher breiter geschlitzt hat, sinnvoll war das hinsichtlich der Haltbarkeit aber vielleicht nicht.

Den ausführlichen Bericht über den Claas Xerion lesen Sie in traction Ausgabe März/April 2017.

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