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Gebraucht-Test

Gebrauchtkauf: Auf diese 5 Punkte sollten Sie beim JCB Fastrac achten

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Tobias Meyer
am
16.09.2016

Die ersten Fastracs wurden als Transportmaschinen konzipiert. Dann näherte sich JCB den Landwirten: Die Serien 2000 und 3000 konnten auf dem Acker punkten. Doch auf 5 Punkte sollten Sie beim Gebrauchtkauf achten.

Gleich vorab: Wir gehen hier bewusst nicht auf das ewige Für und Wider des Trac-Konzepts ein – wer vor hat, einen Schlepper dieser Bauform zu kaufen, wird sich deren Vor- und Nachteilen bereits bewusst sein. Die erste Serie 100/1000 gilt zwar als solide, aber abseits der Straße war sie noch nicht ganz ausgereift, was JCB mit der Aktualisierung Ende der Neunziger nachholte: Die Serien 2000 und 3000 sind heute gute Allrounder, die neben ihrer Paradedisziplin Transport auch der Feldarbeit nicht abgeneigt sind.

Mit Preisen zwischen 25.000 und 65.000 Euro werden gebrauchte Fastracs der Serien 2000 und 3000 (mit Ausnahme der neueren Xtra-Modelle) heute eher günstig gehandelt. 4WS-Typen sind gebraucht – obwohl häufiger gebaut – eher selten, gut erhaltene Exemplare mit wenigen Betriebsstunden auf der Uhr kosten gerne 60.000 Euro und mehr. Beim Gebrauchtkauf gilt es jedoch, auf folgende Punkte zu achten.

5 Schwachpunkte

  • Smoothshift: Die nasse Mehrscheiben-Kupplung war ab 2000 Serie und ist das wichtigste Update – sie sollte daher unbedingt an Bord sein!
  • Motor: Die Perkins-Triebwerke werden gerne am Stirndeckel undicht. Das ist nicht ganz unkompliziert zu richten, da die Nockenwellen mit raus müssen. Zudem sind die Krümmerbolzen gerne abvibriert, auch bei Cummins-Aggregaten.
  • Lose Teile: Einige Teile lockern sich im Laufe der Zeit, etwa die Halterung des Klima-Kompressors oder auch der Federspeicher im Heck. Zum Prüfen am besten überall einmal kräftig rütteln. Wer eine dauerhafte Lösung anstrebt, greift zu Verstärkungseisen und Schweißgerät.
  • Differential: Sind am 2000er vorne Reifen mit wesentlich besserem Profil montiert als hinten, sind durch die falsche Voreilung Probleme mit dem 100 Prozent gesperrten Differential vorprogrammiert.
  • Schmierung: Die Fastracs haben über 30 Schmiernippel, von denen einige gerne vernachlässigt werden, weil sie etwas versteckt sind. Im Vorfeld den Schmierplan organisieren und entsprechende Stellen gut überprüfen.

Die technischen Daten

  • Motor: Perkins-Sechszylinder mit 6,0 l Hubraum (2115 - 2150; 3155); Cummins-Sechszylinder mit 5,9 l Hubraum (2140, 3185, 2155 - 3220) und später 6,7 l Hubraum (2155 - 3230), Sisu-Sechszylinder von Sisu (3200, 3230); Motorleistung 128 bis 230 PS;
  • Getriebe & Zapfwellen: 54/18-Teillastschaltung, 50 oder 60 km/h (Serie 2000); 65 oder 80 km/h (Serie 3000); Zapfwelle 1.000/540 Serie
  • Hydraulik & Kraftheber: 3 bis 4 Steuergeräte Serie; mechanisch (Plus-Paket für 3000er elektrohydraulisch); 74 bis 100 l/min; max. Hubkraft ca. 7 t, später ca. 8 t
  • Abmessungen & Gewichte: Leergewicht 5,9 t bis 8,0 t, zul. Gesamtgewicht 9,0 bis 12,0 t (2000 – 3000)

Den vollständigen Gebraucht-Check zu den Fastrac-Serien 2000 und 3000 lesen Sie in der Juli/August-Ausgabe der traction.

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