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Traktoren

Grünland-Spezi: Der Geotrac im Testbestrieb

von , am
03.02.2014

Der Geotrac 134 ep ist das Topmodell in der Flotte des Tiroler Traktorenbauers Lindner. traction hat den Schlepper in der Praxis und bei der DLG getestet.

Mit dem Geotrac 134 ep wagte sich Lindner Ende 2012 in ein hart umkämpftes Leistungssegment vor. Schließlich werden Traktoren der 130 bis 140-PS-Klasse häufig als Allrounder für vielfältige Aufgaben eingesetzt und sind dementsprechend die klassischen Stückzahlenbringer bei vielen Herstellern.

Drehmomente liegen unter Klassenniveau

Unter der Haube des schicken Österreichers arbeitet ein 4,4-Liter-Vierzylinder von Perkins, der seine Abgase mit Oxydationskatalysator und Dieselpartikelfilter reinigt. Das ist in dieser Klasse nichts ungewöhnliches - bedeutet aber in der Regel einen Mehrverbrauch gegenüber Traktoren mit SCR-Abgasnachbehandlung. Dies konnte die DLG bei ihren Messungen auf dem Prüfstand wie auch beim PowerMix untermauern.
 
Etwas enttäuschend waren die Drehmomentwerte, die unter Klassenniveau liegen. Auch das PowerMix-Diagramm zeigt deutlich, dass der große Geotrac bei leichten Zapfwellenarbeiten deutlich besser performt als bei schweren Zugarbeiten. Zudem ist der Kraftstofftank deutlich zu klein, und im Geschwindigkeitsbereich für den Acker befindet sich ein Gruppenwechsel mit Zugkraftunterbrechung.

Damit outet sich der 134er klar als Spezialist für’s Grünland, was durch das vergleichsweise geringe Leergewicht von knapp fünf Tonnen unterstrichen wird.

Eigene Bedienstrategie

In puncto Bedienung setzen die Österreicher auf einen Multifunktionshebel in der rechten Armlehne und einen Farbmonitor in der Lenkradkonsole. Rätsel gibt es hier keine zu lösen, allerdings sollten die Taster für die Lastschaltstufen und die Ansteuerung der elektrohydraulischen Steuerventile farblich untergliedert sein.
 
Bei der Ergonomie und der Ausstattung fanden die traction-Tester Lob (beispielsweise für die beheizbare Frontscheibe) wie auch Kritik (fehlende linke Armlehne, Zapfwellenschalter zu weit hinten, niedrige Frontscheibe). Pluspunkte gibt es zudem für die serienmäßige Ausstattung mit vier Zapfwellengeschwindigkeiten.
Den vollständigen Testbericht mit allen Messdaten und Beurteilungen lesen Sie in traction Januar/Februar 2014. Hier geht’s zum Probeabo ...
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