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Traktoren

Händler-Zufriedenheits-Index: Claas übernimmt die Spitzenposition

von , am
10.04.2015

Vom Schleppervertrieb über die Finanzierung bis hin zum Händler-Lieferantenverhältnis - das alles bewerteten die Händler. Bei dem engen Kopf-an-Kopf-Rennen setzte sich Claas vor Fendt durch.

Nach Bewertungen der deutschen Technik-Händler platziert sich Claas 2014 an die Spitze der Traktorenhersteller. © Matthias Mumme/traction
Auf den Landtechnischen Unternehmertagen (LTU) in Würzburg wurden in diesem Jahr die Ergebnisse des Händler-Zufriedenheits-Indexes (DSI) vorgestellt. Das  Zufriedenheitsbarometer der Händler ist europaweit angelegt. Dabei bewerten die Händler anhand einer Umfrage ihre Traktorenhersteller.
Hier erfahren Sie, die Platzierung der Landtechnikhersteller 2014.

Claas besser bewertet als Fendt

Nach Bewertungen der deutschen Technik-Händler platziert sich Claas 2014 an die Spitze der Traktorenhersteller. © Landbautechnik Bundesverband/ah
Die Top 3 deutschen Traktorenhersteller nach der Umfrage zum Händler-Zufriedenheit im Überblick:
 
Platz 1: Claas
Auf dem ersten Platz im DSI 2014 steht mit wenig Abstand das Landtechnikunternehmen Claas.
 
Platz 2: Fendt
Den zweiten Platz holt sich Fendt. Die AGCO-Konzernmarke rutscht auf den zweiten Platz. Dabei liefern sich die beiden Marken seit 2011 ein enges Rennen mit einigem Abstand vor dem Verfolgerfeld.
 
Platz 3:Same
Seit 2008 hat sich die Marke Same bei den Händlern aus dem Mittelfeld allmählich herangerobbt bis auf einen Abstand von nur noch rund 0,5 Indexpunkten hinter dem zweit-platzierten Fendt. Keine andere Marke hat sich voriges Jahr so stark verbessern können.
 
Mit Rückenwind segeln derzeit noch die Marken Deutz-Fahr und New Holland. Hingegen hat Kubota für die A-Händler seit 2011, als die Marke mit einem sehr guten Index von 14 Punkten in die Wertung einstieg, viel von ihrem Reiz verloren. Mit nur noch 11,51 Punkten stürzte Kubota um einen ganzen Indexpunkt unter den Durchschnitt aller in das Stimmungsbarometer einbezogenen Marken.

Händler bewerten unterschiedlich

Bei den Marken des AGCO-Konzerns kann man beobachten, dass die Vertriebspartner verschiedener Konzern-Marken extrem unterschiedlich werten. Die Vertriebspartner von Fendt, Massey Ferguson und Valtra erhalten ihre Ersatzteile alle aus dem   AGCO-Zentrallager in Ennery in Lothringen. Dennoch geben die Vertriebspartner von Fendt ihrer Marke um teils zwei Punkte bessere Bewertungen. Beim Kriterium "Management" liegen Fendt und Valtra sogar drei Punkte auseinander.

Verhältnis John Deere-Vertriebspartner verschlechtet

Wie sehr das Verhältnis zwischen John Deere und den eigenen Vertriebspartnern gelitten hat, zeigen die Antworten zum Fragenkomplex "Händler-Lieferantenverhältnis". Die Kurve hat sich seit 2011 vom übrigen Feld deutlich nach unten abgesetzt. Was man sich als Außenstehender nicht wirklich erklären kann, ist das Abschneiden von John Deere beim Kriterium "Preis- Leistungsverhältnis Schulungen". Die Vertriebspartner bewerten John Deere schon seit Jahren sehr schlecht. In der Branche wiederum gilt John Deere, was das Thema Schulung betrifft, als Benchmark.

    Hintergrund zum Händler-Zufriedenheits- Index

    Der französische Händlerverband SEDIMA rief 2005 den Händler-Zufriedenheits-Index (DSI) ins Leben. Der europaweit angelegte DSI wird in Deutschland seit 2007 ermittelt.
    Voriges Jahr waren in Deutschland 670 Händler - die sogenannten A-Händler - die einer der 13 führenden Marken direkt vertreiben, zur Umfrage-Teilnahme eingeladen. Insgesamt haben 45 Prozent der eingeladenen Händler bei der Umfrage mitgemacht.
     
    Alle Fragen werden von Händlern mit Noten von eins für "sehr gut" bis sechs für "ungenügend" beantwortet. Die Noten werden anschließend auf einer Skala von null bis 20 hochgerechnet. Der Fragebogen behandelt verschiedene Themenkomplexe: Schleppervertrieb, Finanzierung, Garantie, Werbung, Profitabilität, Außendarstellung sowie Händler-Lieferantenverhältnis.

    Zukunftstechnologie: Designstudien zur Landtechnik

    Diplomarbeit
    Dies ist das Design einer Diplomarbeit zum Thema neue Traktor-Geräte-Systeme. © TU Dresden
    Maschinensystem
    Die erarbeitete Lösung beschreibt ein modulares Maschinensystem bestehend aus drei Komponenten. "Durch die Kombination von Leistungsmodulen mit einem Kabinenmodul lässt sich damit ein für jeden Anwendungsbereich optimales Bearbeitungssystem darstellen." © TU Dresden
    Mähdrescher
    Für seinen Mähdrescher der Zukunft wurde der Diplomstudent Christoph Phillip Schreiber 2014 mit dem Sächsischen Staatspreis für Design ausgezeichnet. © Chris­toph Phil­ipp Schreiber
    Venum
    "Venum" heißt die moderne Landmaschine und ist mit einem 18 Meter langem Klappschneidwerk und zwei Fahrerkabinen ausgestattet. „Das bringt gegenüber herkömmlichen Mähdreschern einige Vorteile. Durch die enorme Breite des Schneidwerkes können Felder viel effektiver und schneller abgeerntet werden“, so Christoph Schneider. © Christoph Schneider
    Schwadleger
    Im Erntemodus wird der Schwadleger und der Strohhäcksler in Position gebracht. © Christoph Schneider
    Erntemaschinen
    Erntemaschinen werden immer größer und damit auch schwerer. Das führt zu mehr Bodenverdichtung. Die Zukunftsvision des russischen Industriedesigners IIya Avakov ist ein Mähdrescher mit einem Antigravitationsantrieb, der durch Magnetismus die Erdanziehung aufhebt. © IIya Avakov
    Industriedesigner
    Laut Industriedesigner IIya Avakov könnten die Mähdrescher der Zukunft wie überdimensionale Rasierer aussehen. © IIya Avakov
    Claas-Studie
    Claas-Studie mit einer Rad-Raupe-Kombination mit zweiter Traktionsspur - ohne Zwillings-bereifung sowie zwei lenkbaren Achsen und anhebbarem, einfahrbarem Raupenlaufwerk. © Jörg Möbius
    Mähdrescher
    Das Konzept von Dominic Schindler Creations aus Österreich zeigt einen Mähdrescher mit zwei lenkbaren Vorderachsen. © Werkfoto
    Fendt
    Zukunftsidee von Fendt: Miniroboter, die 24 Stunden spezifisch Pflanzenschutz durchführen. © Werkfoto
    Massey Ferguson
    Massey Ferguson nennt diese Idee Drohne: Der Traktorfahrer in der drehbaren Kabine steuert einen zweiten Traktor ohne Kabine. © Werkfoto
    Valtra
    Mehr Leistung, mehr Räder: mit der Kopplung von zwei Valtra-Ameisen entsteht ein stärkerer Traktor mit drei Achsen. © Werkbild
    BoniRob
    Das ist "BoniRob": Der Prototyp eines autonomen Feldroboters auf vier einzeln lenkbaren Rädern. Das Navigationsmodul wertet Messdaten eines 3D-Laserscanners aus, die zur Ansteuerung der Radnaben-Elektromotoren dienen. So erkennt BoniRob auch Reihenlücken, -anfänge und -enden und kann sich selbsttätig auf den Feldern bewegen, ohne Pflanzen zu beschädigen. © HS Osnabrück
    Valtra
    Der Valtra Robo Trac Traktor wurde im Rahmen eines Uniprojektes entworfen. Der Idee nach ist er vollautomatisch und programmierbar und kann viele Bodenbearbeitungsgeräte, wie beispielsweise einen Grubber oder einen Pflug, ziehen. © Hannes Seeberg
    Valtra Robo Trac
    Besonders hilfreich soll der Valtra Robo Trac für den Einsatz im Wein-, und Obstbau sowie beim Kaffeeanbau und in Baumschulen sein. © Hannes Seeberg
    NEO
    Mit dem NEO wollte der Designer das typische Erscheinungsbild von Traktoren revolutionieren und gleichzeitig die Funktionalität erhöhen. NEO soll mit einem Vierradantrieb ausgestattet sein, wobei jedes Rad von einem eigenen Motor angetrieben wird, sodass ein großer Motorraum entfällt. Der eingesparte Platz wird für eine integrierte Ladefläche genutzt. © Zishan Khan Pathan
    NEO
    NEO wird durch einen Joystick gesteuert. Durch die ergonomische Fahrerkabine soll eine gute Rundumsicht möglich sein. Die Fahrerkabine ist über ein hydraulisches Gelenk mit der Ladefläche verbunden, um einen möglichst kleinen Wendekreis zu ermöglichen. © Zishan Khan Pathan
    MARS
    MARS (Mobile Agricultural Robot Swarms) ist ein Forschungsprojekt von Fendt im Bereich der Agrarrobotik. Autonome, von einer Cloud gesteuerte Roboterschwärme werden in Zukunft ihre Arbeit neben Großmaschinen verrichten - davon ist man bei Fendt überzeugt. © Fendt
    Geotrac
    Der Geotrac wurde dem Hersteller zufolge als einer der ersten Traktoren nach modernsten Grundsätzen des Automotive Designs entwickelt. Das Innovative Traktor-Konzept gilt bis heute als top-modern. © Werkbild
    Lindner
    Proportionen schaffen perfekte Übersichtlichkeit und zeitlose Attraktivität. Die kraftvolle Formensprache soll die Leistungsfähigkeit der Fahrzeuge unterstreichen und die Wiedererkennung als "Lindner" erleichtern. © Werkbild
    Lindner
    Die Ergonomie um und in der Kabine soll laut Hersteller ein komfortables Arbeiten bei jedem Einsatz ermöglichen. © Werkbild
    Geotrac
    Der Wendekreis der Geotrac Traktoren ist unter 8 m. Sie haben ein geringes Eigengewicht und eine niedrige Kabinenhöhe. Damit sollen sie sehr wendig und geländegängig sein.  © Werkbild
    New Holland
    Der NHDrive-Konzepttraktor ist die erste autonom arbeitende, fahrerlose Maschine von New Holland. Gesteuert und überwacht wird der Traktor über einen Desktop-Computer oder ein Tablet-Interface. Dank vollwertig ausgestatteter T8-Standard-Kabine lässt sich die Maschine auch bei Arbeiten einsetzen, bei denen noch keine vollständige Autonomie möglich ist (Frontlader- und Transportarbeiten). © New Holland Agriculture
    Case IH
    Dieser kabinenlose Traktor ist das erste autonome Traktorkonzept von Case IH. Bei der Entwicklung stützte man sich auf das bestehende Case IH Magnum Modell und entwickelte ein neues Design. Trotz fehlender Kabine beim Prototypen kann die Technologie laut Hersteller grundsätzlich auch bei Standardtraktoren eingesetzt werden. © Case
    Case IH
    Gesteuert und überwacht werden die Maschinen über mobile Geräte. Ein Mitarbeiter kann so mehrere Maschinen gleichzeitig steuern. Mögliche Einsatzfelder für den autonomen Schlepper sind Bodenbearbeitung, Saat, Pflanzenschutz und Ernte. Dank modernster Technik erkennt der Traktor selbstständig stationäre und bewegliche Hindernisse und stoppt automatisch. © Case
    Transportfahrzeug-Projekt CNH Industrial
    Austin Dewees erhielt für sein Transportfahrzeug-Projekt für die Trocken- und Regenzeit einen Preis von CNH Industrial und war gleichzeitig auch der Gesamtgewinner, der aus vier Projekten ausgewählt wurde. © Austin Dewees/CNH Industrial
    Bug-E Projekt
    Im Bereich Service Design sollten Studenten Möglichkeiten ermitteln, die die Effizienz in den Märkten erhöht, und sie sollten eine einfache und nachhaltige Lösung entwickeln, die Anwender unterstützt. Gewinner hier war Harsh Kumar für seinen modularen Elektrowagen BUG-E und die für Farmer im ländlichen Raum zugeschnittene digitale Plattform. © Harsh Kumar/CNH Industrial
    Automark Designstudie
    Zusammen mit dem  Royal College of Art (RCA) richtete CNH Industrial eine Veranstaltung aus, um Studierende, die an einem Projekt für Designs von innovativen und nachhaltigen Maschinen für aufstrebende Märkte teilgenommen haben, auszuzeichnen. Die Kategorie Automark konzentrierte sich auf die Ermittlung der kommerziellen Nachfrage und auf den Entwurf eines Fahrzeugs, das einfach herzustellen, zu warten und zu bedienen ist. Gewinner hier war Jonathan Stoker für sein Kompostiersystem-Projekt (New Holland). © Jonathan Stoker/CNH Industrial
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