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Geschäftsbericht

John Deere: Umsatz knickt um 20 Prozent ein

© Werkbild
pd/Krauß
am
26.11.2015

John Deere hat im abgelaufenen Geschäftsjahr kräftige Umsatzeinbußen zu verzeichnen. Das war auch am Standort Deutschland zu spüren, wo 15 Prozent weniger Traktoren als im Vorjahr gefertigt wurden.

Der auf Deere & Company entfallende Gewinn belief sich nach Angaben des Konzerns im vierten Quartal des Geschäftsjahres (31. Oktober) auf 351,2 Millionen US-Dollar. ImVorjahr waren es noch 649,2 Millionen US-Dollar.

Im gesamtenn Geschäftsjahr erreichte der auf Deere & Company entfallende Gewinn 1,940 Milliarden US-Dollar (3,162 Mrd. US-Dollar).

Die Umsatzerlöse und sonstigen Erträge sanken weltweit im vierten Quartal um 25 Prozent auf 6,715 Milliarden US-Dollar bzw. im Geschäftsjahr um 20 Prozent auf 28,863 Milliarden US-Dollar.

Einbrüche außerhalb Nordamerikas noch stärker

Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanadas sanken die Umsatzerlöse des Konzerns im Geschäftsjahr 2015 um 28 Prozent auf 9,277 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 12,865 Mrd. US-Dollar). Dabei sank der Betriebsgewinn um 46 Prozent auf 533 Millionen US-Dollar (Vorjahr: 986 Mio. US-Dollar).

Der Konzern führt dies vor allem auf den deutlichen Rückgang der Erzeugerpreise und die Abschwächung der Agrarkonjunktur in weiten Teilen der Welt zurück.

John Deere produziert in Deutschland 15 Prozent weniger

Wären die deutschen John Deere Unternehmensteile eine eigenständige Gesellschaft, so hätten sie 2015 einen Umsatz von 3,171 Milliarden Euro (Vorjahr: 3,390 Milliarden Euro) erzielt, sechs Prozent weniger als im Vorjahr.

Nach Abschluss der Umstellung von Maschinen auf die neuen Abgasnormen der Stufe IV und der Vorstellung neuer Baureihen gingen die Investitionen am Standort Deutschland auf 87 Millionen US-Dollar (134 Millionen US-Dollar) zurück.

Angesichts schwierigerer wirtschaftlicher Rahmenbedingungen auf einigen Exportmärkten und der Konsolidierung des Produktionsprogramms sank die Traktorenproduktion in Mannheim um 15 Prozent auf 29.000 Einheiten (34.000 Einheiten). Infolgedessen wurden auch in Bruchsal mit 31.400 (38.000) Einheiten weniger Fahrerkabinen gefertigt.

Personalabbau an deutschen Standorten

Vor allem aufgrund der Ausweitung seines Produktionsprogramms bei großen Mähdreschern und eines Modellwechsels bei Feldhäckslern fertigte das John Deere Werk Zweibrücken mit insgesamt 2.000 (2.800) Maschinen 29 Prozent weniger Erntemaschinen als im Vorjahr, in dem bereits Maschinen für 2015 vorproduziert worden waren.

Die deutliche Konjunkturabschwächung wirkte sich auch auf die Beschäftigungslage in den deutschen John Deere Unternehmensteilen aus. Insgesamt beschäftigte John Deere zum 31. Oktober an seinen sechs deutschen Standorten 6.610 (6.945) Mitarbeiter und damit fünf Prozent weniger als im Vorjahr.

Hier finden Sie die kompletten John Deere Jahresergebnisse 2015.docx

 

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