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Umsatzzahlen

Landtechnik: Export bremst starken Rückgang im Inland ab

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Redaktion agrarheute, agrarheute
am
11.02.2016

Der Umsatz der deutschen Landtechnikbranche ging im letzten Jahr um vier Prozent auf 7,38 Milliarden Euro zurück. Bei den Traktoren konnten starke Rückgänge im Inlandsgeschäft durch die internationalen Märkte noch aufgefangen werden.

Mit 7,38 Milliarden Euro ging der Produktionsumsatz der deutschen Landmaschinen- und Traktorenhersteller im vergangenen Jahr um vier Prozent zurück. "Ordentliche Wachstumsimpulse sind derzeit leider noch nicht in Sicht", sagt VDMA-Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer zu den Zahlen. Niedrige Erzeugerpreise, vor allem für Milch und Mastschweine, hätten die Investitionslaune der Landwirte vielerorts deutlich eingebremst.

Dass die Rückgänge im abgelaufenen Kalenderjahr deutlich geringer ausgefallen seien als ursprünglich prognostiziert, "gibt uns aber Anlass zu verhaltenem Optimismus", erklärt Scherer weiter.

Traktoren: Zweistelliges Minus im Inland

Die aktuelle Entwicklung der Auftragseingänge mache deutlich, "dass das Exportgeschäft wieder an Dynamik gewinnt und die schwächelnde Inlandsnachfrage zumindest teilweise abfedert", so Scherer.

  • Dies zeige sich besonders im Traktorengeschäft, das 2015 nur geringfügig um gut zwei Prozent zurückging. "Während wir im Inland auf ein annähernd zweistelliges Minus blicken, konnten wir auf den internationalen Märkten nochmals leicht wachsen."
  • Ebenfalls mit leichten Zuwächsen endete das Jahr für die Produzenten von Drill-, Sä-, und Pflanzenschutztechnik, die in erster Linie von notwendigen Ersatzbeschaffungen profitieren konnten.
  • Äußerst schwach notierte vor allem das Geschäft mit selbstfahrenden Erntemaschinen sowie mit Transport-, Melk- und Fütterungstechnik, wobei Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich zu verkraften waren.

Export fängt starken Rückgang im Inland ab

  • 28 Prozent der Produktion bleiben in Deutschland. Allerdings sank der Umsatz mit dem deutschen Handel 2015 um fast sechs Prozent unter das Niveau des Vorjahres.
  • Das Exportgeschäft mit einem Minus von drei Prozent verlief besser. Insbesondere Frankreich, der nach wie vor bedeutendste Ausfuhrmarkt für Landmaschinen und Traktoren aus deutscher Produktion, "befindet sich seit dem Spätherbst im Aufwind und dürfte binnen Jahresfrist wieder in die Wachstumszone gelangen", betont Scherer.
  • Auch die Ukraine gebe Anlass zu gedämpftem Optimismus. "Mit einem Plus von 15 Prozent im Bereich der Landtechnikinvestitionen kommt das Agrarland, ungeachtet anhaltender politischer und wirtschaftlicher Verwerfungen, zumindest schrittweise aus der Talsohle heraus."
  • Die Perspektiven des russischen Marktes werden aufgrund des Rubelverfalls und schwieriger Finanzierungsverhältnisse "weiterhin zurückhaltend bewertet".

Für 2016 rechnet der VDMA mit einem Produktionsumsatz der deutschen Landtechnikstandorte von rund sieben Milliarden Euro, was einen weiteren Rückgang von fünf Prozent bedeuten würde. "Die Lage bleibt verhalten, aber nicht angespannt", resümiert Scherer.

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