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traction-Test

Massig Reserven: Case IH Puma 220 Powershift im traction-Test

Dieser Artikel ist zuerst in der traction erschienen.

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Case IH Puma 220 breit
Matthias Mumme, traction
am
04.04.2017

Case IH bietet die Puma-Baureihe bis auf das leistungsstärkste Modell mit drei Getriebevarianten an. Die traction hat den stärksten Powershift-Puma bei der DLG und in der Praxis ausgiebig getestet.

Stark und sparsam

Case IH Puma 220 Pflügen

Wie die gesamte Puma-Baureihe setzt auch der Case IH Puma 220 Powershift auf den 6,7 l großen NEF-Sechszylinder von Fiat Powertrain aus dem Mutterkonzern CNH Industrial. Zur Tier 4 final-Abgasnorm wurde die Abgasreinigung in vielen Details überarbeitet. Gleichzeitig konnte jedoch der Dieselverbrauch reduziert werden, was sich auch in den Messwerten des DLG Testzentrums in Groß-Umstadt gezeigt hat.

Auf dem Zapfwellenprüfstand kamen bei Nenndrehzahl 153 kW am Stummel an, bei 1.800 U/min wurde die Maximalleistung von 166 kW gemessen. Dabei lagen die spezifischen Dieselverbräuche bei sehr guten 226 bzw. 211 g/kWh – das sind überzeugende Spitzenwerte. Mit Boost (bei Transportarbeiten, Zapfwellenarbeiten und neuerdings auch bei schweren Hydraulikarbeiten) kamen 165 bzw. 179 kW am Stummel an, und das bei wiederum günstigen 224 und 212 g/kWh. Auch 44 Prozent Drehmomentanstieg und Maximaldrehmomente von 956  bis 1.032 Nm sprechen für sich.

Damit beweist der NEF67-Motor mal wieder, dass er zurecht als einer der aktuell besten Traktorenmotoren gilt. Er ist durchzugsstark, dabei aber sparsam und zudem (wie Praktiker immer wieder untermalen) auch sehr standfest.

Case IH Puma überzeugt im DLG-PowerMix

Nach dem Zapfwellenprüfstand musste unser Testkandidat vor dem PowerMix-Messwagen zeigen, was in ihm steckt. Auch hier toppte der Schlepper unsere Erwartungen, und setzte sich in allen 12 Feld-Disziplinen vor die Konkurrenz. Unterm Strich verbrauchte der Puma 220 Powershift 5,3 Prozent weniger Diesel als das Referenzfeld, wobei der AdBlue-Verbrauch wie schon bei den Zapfwellenmessungen mit 26,2 g/kWh vergleichsweise hoch ausfiel. Wirtschaftlich betrachtet macht der günstige Dieselverbrauch das aber mehr als wett.

Überraschend günstig fielen auch die Verbräuche beim DLG-Transport-PowerMix aus. Hier lag der Puma 220 Powershift ziemlich genau im Schnitt seiner Leistungsklasse, obwohl 50 km/h nur bei Nenndrehzahl erreicht werden und keine dieselsparende reduzierte Motordrehzahl möglich ist. Selbst gegenüber dem von uns 2015 getesteten Puma 240 CVX hatte der Powershift-Puma klar die Nase vorn – der Wirkungsgrad eines mechanischen Getriebes ist leistungsverzweigten Stufenlosgetrieben eben in vielen, wenn auch nicht allen, Belangen überlegen. Klare Vorteile bietet die CVX-Version natürlich beim Fahrkomfort, der Beschleunigung und Arbeiten mit häufigem Richtungswechsel und häufig großen Geschwindigkeitsspreizungen.

Puma 220 Powershift: Auch im Praxiseinsatz überzeugend

Case IH Puma 220 Pflügen

Die guten Ergebnisse der DLG-Messungen spiegelten sich auch im Praxiseinsatz bei der Bodenbearbeitung und im Transport wieder. Die Fahrer waren neben dem günstigen Dieselverbrauch vor allem von der Durchzugskraft des Motors beeindruckt. Zudem arbeitet der Schlepper sehr leise – anders als der Puma 240 CVX, der in unserem Test 2015/2016 durch die lauten Hydrostatengeräusche aus dem Getriebe negativ auffiel.

Den ausführlichen 10-seitigen Testbericht mit allen Messdaten, der Beurteilung von Fahrkomfort, Bedienung und Hydraulik, zwei Praktikerurteilen, einem Effizienzvergleich mit dem Puma 240 CVX sowie den Preisen lesen Sie in traction Ausgabe März/April 2017.

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