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Technik-Test

Multifunktionsjoystick 6R von John Deere unter der Lupe

John Deere 6250R mit Fliegl Abschiebewagen
am Freitag, 20.01.2017 - 07:00 (Jetzt kommentieren)

Mit dem 6230R und dem 6250R erweitert John Deere die Serie 6R nach oben und führt erstmals Multifunktionsjoystick ein. Die Redakteure des dlz agrarmagazins hatten bereits Gelegenheit zur Probefahrt.

JohnDeere Commanderstick Multifunktionsjoystick

Wurde die Frage nach einem Joystick bei John Deere früher immer mit „Fehlanzeige“ beantwortet, kommen die Mannheimer nun mit einem herausragenden Hebel. Neben der Geschwindigkeitswahl mit vielen Möglichkeiten gibt es elf frei programmierbare Tasten, und das auch ISOBUS-kompatibel.

Höchstgeschwindigkeit, aktiver Stillstand, zwei Tempomaten und auch noch ein Rangiermodus zum Anhängen von Geräten mit dem Fahrhebel lassen kaum Wünsche offen. Leider gibt es diesen Joystick vorerst nur für die zwei neuen, großen 6R. Da werden sicher Begehrlichkeiten geweckt. Die Redakteure des dlz agrarmagazins haben ihn bereits getestet.

Guter erster Eindruck

Das Fazit der dlz-Redakteure nach der Probefahrt: Für den CommanderStick hat John Deere sich das Beste aus bekannten Hebeln herausgesucht und in einen Joystick gepackt. Auf der Straße macht es richtig Spaß, damit zu fahren. Zum Einsatz im Feld können wir nach der Probefahrt auf der Straße noch nichts sagen. Der Hebel liegt aber auf jeden Fall gut in der Hand und die Tasten sind leicht erreichbar.

Wie sich die freie Programmierung in der Praxis bewährt, muss sich ­zeigen. Sie erfolgt sehr einfach über das CommandCenter der vierten Generation. Hier lassen sich auch verschiedene Fahrer oder Anwendungen abspeichern. Auch ein Standardmodus ist hinterlegt. Beim Motorstart wird der Fahrer immer gefragt, ob der in dem zuletzt gespeicherten Modus fahren will. Das soll Fehlbedienungen vorbauen.

Agiler Motor

Die Motoren dürften den Fahrern der 7R Serie bekannt sein. Die John-Deere-Power­Tech PSS-Motoren haben sechs Zylinder mit 6,8 l Hubraum. Der kleine leistet 230 PS bei 2.100 U/min Nenndrehzahl. Mit Boost – John Deere nennt das Intelligent Power Management (IPM) – sind 279 PS an der Kurbelwelle. Für den 6250R nennt John Deere 250 PS und maximal 300 PS. Zwei Reihenturbolader – einer mit fester und einer mit variabler Geometrie – sorgen für ein maximales Drehmoment von 1.074 Nm beziehungsweise 1.167 Nm. Das ist ordentlich Kraft, die wir auch beim Beschleunigen auf maximal 50 km/h auf der Teststrecke gespürt haben.

Zur Erfüllung der Abgasnorm Stufe IV setzt John Deere nun auf SCR-Technik. Allerdings kommen auch ein wartungsfreier Partikelfilter (DPF), ein Dieseloxidationskatalysator (DOC) und eine gekühlte Abgasrückführung (AGR) zum Einsatz.

Wenig Gewicht, viel Zuladung

Gerade Lohnunternehmer setzen Traktoren in dieser Leistungsklasse gerne zum Transport und zum Güllefahren ein. Deshalb bietet John Deere die beiden großen 6R-Traktoren nur mit dem stufenlosen ZF-Eccom-2.9-Getriebe an. Die Getriebebox ist etwas größer und stärker als in den kleineren 6R. Deshalb wuchsen der 6230R und 6250R um 10 cm in die Länge.

Da die Haube 10 cm höher wurde, um das Kühlerpaket ordentlich unterzubringen, hat man die Kabine ebenfalls 10 cm höher gesetzt. So bleibt die Sicht nach vorne fast unverändert. Um höhere Achslasten zu ermöglichen, haben die Mannheimer vorne die TLS-Vorderachsfederung vom 7R verbaut. Am Fronthubwerk sind bis zu 5 t möglich. Hinten stemmt der 6R stolze 10,4 t. Trotz stärkerer Komponenten sind die großen 6R mit 9,3 t nur 800 kg schwerer als die kleinen Brüder. Dafür konnte die Nutzlast von 4,95 auf 5,7 t erhöht werden.

 

Der vollständige Beitrag ist im dlz agrarmagazin Januar 2017 erschienen.

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