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Traktoren

Der neue Fendt Vario 700 ist da

von , am
16.06.2011

Marktoberdorf - Gestern präsentierte Fendt offiziell seinen neuen Schlepper: Den neuen Fendt Vario 700 gibt es in drei Leistungsklassen.

Am Mittwoch dieser Woche fand bei Fendt in Marktoberdorf die Jahrespressekonferenz statt. Highlight in diesem Jahr war die Vorstellung der neuen 700 Vario SCR Reihe. Die Traktoren der neuen Serie sind kompakter als die gleichstarken 800er-Modelle und dadurch rund 1,5 Tonnen leichter und spritsparender. Insgesamt gibt es drei Modelle im Leistungsbereich von 200 bis 240 PS: 720 Vario ,722 Vario und 724 Vario. Die Elektronik und das Bedienkonzept für den neuen 700er wurden von den Großtraktoren übernommen. "Das Ziel war es, einen kompakten Großtraktor mit hoher Leistung zu entwickeln", erklärte Dr. Heribert Reiter, dem Geschäftsführer Forschung und Entwicklung. Dabei wurde die Strategie des 820 Vario fortgesetzt. "Durch die Innovation in der Motorentechnik ergeben sich bei dem neuen Schlepper Kostenvorteile von zehn Euro je Stunde", erklärt Reiter. Unter der Haube des Traktors befindet sich ein 6-Zylinder-Deutz-Motor mit 6,06 Litern Hubraum, Vier-Ventiltechnik und 1.600 bar Common-Rail-Hochdruckeinspritzsystem.
 
Panoramascheibe für einen guten Überblick
 
Komplett neu ist die VisioPlus Kabine, die für den Frontladereinsatz optimiert wurde. Die durchgehende und bis ins Dach reichende Panoramafrontscheibe und die eingesparte B-Säule verbessern die Sichtverhältnisse im Schlepper deutlich. Entsprechend der Einsatzgebiete gibt es Varianten mit ausstellbarer Frontscheibe und rechter Tür. Weitere Neuerungen in der Kabine sind die verbesserten Sitze für Fahrer und Beifahrer. Außerdem wird für die neue Serie das bekannte pneumatische Dreipunkt-Kabinenfederungssystem der Großtraktoren angeboten.
 
Weiter entwickelt wurden auch der Feldhäcksler Katana 65 und der Mähdrescher von Fendt. Die Serienproduktion des Katana startete erst im Mai diesen Jahres. Beim Mähdrescher lag der Fokus in der Stärkung des gesamten Mähdrescherprogramms.
 
2011 wird neues Rekordjahr für Agco
 
Bei der Jahrespressekonferenz von Fendt stellte das Unternehmen neben ihrem neuen Großtraktor auch ihre Betriebsergebnisse vor. Agco Chef Martin Richenhagen erwartet auch 2011 wieder ein Rekordjahr für den Konzern. Im ersten Quartal 2011 erzielte Agco einen Umsatzerlös von etwa 1,8 Milliarden US-Dollar, was einer Steigerung von 35,3 Prozent gegenüber dem im Vergleichszeitraum des Vorjahres bedeutet. Laut aktuellen Ergebnissen stiegen die Produktionsstückzahlen von Traktoren und Mähdreschern im ersten Quartal 2011 bereits um 18 Prozent. Insgesamt rechnet Peter-Josef Paffen, Sprecher der Geschäftsführung, mit 15.000 Stück verkaufter Traktoren in diesem Jahr. "Wir befinden uns wie 2008 wieder in einer Boom-Phase", prognostiziert Paffen das laufende Geschäftsjahr 2011. Fendt habe die Wirtschaftskrise im Vergleich zu anderen Branchen gut weggesteckt. "Das einzige, das uns momentan vom Erfolg abhalten kann, sind unserer Zulieferer, die noch keinen Aufschwung hatten", sagt Paffen.
 
Weitere Neuinvestitionen geplant
 
"Frankreich ist unser wichtigster Exportmarkt", erklärt Paffen. Knapp 16 Prozent der Fendt-Traktoren landen auf dem französischen Markt. Osteuropäische Länder wie die Ukraine, Russland, Kasachstan, Weißrussland und die Mongolei machen gemeinsam einen Marktanteil von über 20 Prozent aus. Martin Richenhagen sieht in Russland auch in Zukunft einen guten Markt. Zusätzlich hat der Agco Konzern Neuinvestitionen in China geplant. „In China haben wir die Nase vorne“, ist sich Richenhagen sicher. Insgesamt vier Standorte sind geplant um den dortigen Markt für Klein- und Mittelklassentraktoren zu erschließen.
 
An den Fendt-Standorten in Deutschland sind für das Jahr 2011 hohe Investitionen geplant. In Marktoberdorf baut der Konzern neue Montagehallen, die bis September 2012 fertig gestellt sein sollen. Ingesamt 139 Millionen Euro kostet die Erweiterung. Am Standort Asbach-Bäumenheim werden zusätzlich 33 Millionen Euro für den Bau von Fertigungs- und Montagehallen investiert. Durch die Erweiterung des Unternehmens werden laut Paffen rund 120 zusätzliche Ingenieur-Arbeitsplätze entstehen. Seit 2044 hat Agco in Deutschland bereits 1.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. "Wir gehen davon aus, dass wir unsere neuen Werke schnell an die Leistungsgrenze bringen. Unser erstes Etappenziel liegt bei 20.000 produzierten Einheiten", blickt Paffen optimistisch in die Zukunft.
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